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Reisebericht Hongkong und Bali September 1999

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Hongkong


Sonntag, 19. September 1999

Pünktlich um 12:10 MESZ starten wir vom Flughafen Zürich-Kloten mit einer A340 der Cathay Pacific in Richtung Hongkong, wo wir nach einem angenehmen 11 stündigen Flug auf dem riesigen, neuen Airport Chek Lap Kok in Hongkong landen.

Montag, 20. September 1999

Es ist 5 Uhr Morgens Ortszeit als wir in die Ankunftshalle kommen. Wir werden von der örtlichen Reiseleitung zu unserem Transferbus gebracht und fahren über die Insel Lantau zum Stadtteil Kowloon, wo wir ins Regal Hotel einchecken.

Von unserem Zimmer können wir einen Teil der großartigen Skyline der Insel Hongkong sehen. Leider ist es heute sehr dunstig, also kein ideales Fotowetter.

Nach einer kurzen Dusche starten wir gegen 9:00 Uhr unsere erste Erkundungstour. Wir laufen zum Hafen hinunter und genießen erst einmal für einige Minuten den grandiosen Anblick der gegenüberliegenden Skyline. Dann gehen wir am Wasser entlang bis zum Star-Ferry-Pier, wo wir für 2,20 HK$ (DEM 0,50) nach Hongkong Island übersetzen.

Im Atrium des Landmark Gebäudes frühstücken wir. Dabei frieren wir uns fast zu Tode, denn in Hongkong ist es üblich Gebäude mittels Klimaanlage auf Kühlschranktemperatur abzukühlen während draußen 35 Grad Hitze bei 90 % Luftfeuchtigkeit zu Dauerschweißausbrüchen führen.

Wir beginnen nun einen im Merian-Live beschriebenen Spaziergang durch den Western District. Die Zeit für diesen Rundgang sollte man sich unbedingt nehmen, denn hier bekommt man einen tollen Einblick in den Alltag der Chinesen. Besonders Interessant für Europäische Augen sind die vielen Metzgereien und Lebensmittelläden, in denen von Hühnerfüßen, über getrocknete Seegurken bis zu Haifischfloßen und getrockneten Schlangen alles zu sehen ist, was in die chinesischen Kochtöpfe wandert.

Old and New in Western District

Nach einer Stunde gehen wir naß geschwitzt zum Hotel zurück, um zu duschen und etwas auszuruhen.

Nach 2 Stunden Pause geht es wieder los. Da die Sicht noch nicht besser geworden ist, verschieben wir den geplanten Peak-Besuch auf Morgen und fahren mit der MTR (U-Bahn) zum Bird Garden (Station Prince Edward Steet)

Bird Garden

Der Bird Garden ist der Vogelmarkt von Hongkong. Er wurde erst vor kurzem in diesen kleinen Park verlegt. Es gibt eigentlich an allen Ständen die gleichen Waren. Dies sind kleine Tüten mit lebenden Heuschrecken, Vögel und Vogelkäfige. Wir waren etwas enttäuscht, da wir uns diesen Markt etwas größer und exotischer vorgestellt hatten zudem waren kaum einheimische Besucher da. Nach den Bildern, die wir vor unserer Reise gesehen hatten, muß der alte Markt irgendwo in einer engen Gasse Hongkongs doch einiges mehr an Atmosphäre gehabt haben.

Auf dem Rückweg gehen wir zu Fuß die Nathan Road mit den unzähligen Geschäften entlang zum Hotel.

Nach dem Abendessen fiebere ich dann schon auf eines der Foto-Highlights von Hongkong. Die Skyline von Hongkong-Island bei Nacht.

Skyline bei Nacht

Es ist genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Ein atemberaubendes Lichterspiel spiegelt sich im Wasser des Hafens. Die unzähligen, bekannten Neon Reklamen und die Lichter der Bürogebäude lassen die Nacht zum Tag werden. Um sicher zu gehen, mache ich unzählige Belichtungsreihen von allen Einstellungen. Obwohl wir völlig fertig sind, genießen wir dieses Schauspiel noch eine Stunde bevor wir endgültig erschöpft ins Bett fallen.

Dienstag, 21. September 1999

Wir wachen recht früh auf und ein kurzer Blick aus dem Fenster sagt uns "Das wird ein toller Tag". Es ist klar und sonnig. Nach einem kurzen Frühstück starten wir in Richtung Victoria Peak.

Hongkong Skyline

Der Weg führt uns wie auch schon am Vortag zuerst am Hafen entlang zum Star-Ferry-Pier, wo wir nach Hongkong Island übersetzten. Vom Pier drüben sind es dann noch 15 Minuten bis zur Talstation zu laufen. Dort ist wie zu erwarten schon gehöriger Andrang. Es dauert jedoch nur ca. 15 Minuten dann sind wir unterwegs. Zuerst fährt die Bahn (Gebaut von der schweizer Firma "Von Roll") sehr steil zwischen den Hochhäusern in einem Graben nach oben. Oberhalb der sog. Midlevels flacht die Strecke dann etwas ab und nach kaum 5 Minuten ist die Bahn bereits am Ziel, dem Peak Tower angelangt.

Hongkong Peak

Den Peak hatten wir uns dann doch etwas anders vorgestellt. Ich hatte zwar schon viel über das Peak-Kaffee und das Einkaufszentrum Galleria gelesen, hatte aber immer gedacht, daß sich dieses Einkaufszentrum auf eine Menge Souvenirshops begrenzen würde. Jetzt stellte sich heraus, daß dieser Peak eigentlich ein ganz normaler Stadtteil von Hongkong ist, nur daß er die absolut beste Aussicht hat. Gleich hinter der Galleria die unter anderem auch einen Supermarkt beinhaltet beginnen nämlich die Wohngebiete.

Auf der Galleria und dem Peak Tower gibt es verschiedene Aussichts-Plattformen. Am Besten wirft mann von jeder mal einen Blick über die Stadt und den Hafen. Der Anblick ist überall absolut spektakulär. Wer mehr Zeit hat als wir sollte auch den Rundweg zum tatsächlichen Gipfel laufen.

Mit dem Bus, der direkt unter dem Einkaufszentrum seine Haltestelle hat fahren wir nach ca. 1 Stunde wieder in Richtung Central. Auch die Busfahrt ist zu empfehlen, denn sie ist zum einen wesentlich billiger als die Fahrt mit der Peak-Tram, zum anderen gibt es unterwegs einiges zu sehen. Unter anderem sieht mann auch die Pferderennbahn im Happy Valley mehrmals sehr gut. Einziger Nachteil gegenüber der Tram ist, daß es mit dem Bus fast eine halbe Stunde dauert, bis man wieder in Central ist.

Vom Central laufen wir am Hafen entlang in Richtung Convention Center, wo wir auf die Aussichtsterrasse des Central Plaza fahren. Im 46. Stock des 76 Stockwerke hohen Gebäudes kann mann einen tollen Rundblick über die Stadt genießen. Leider ist hier mit fotografieren nicht viel, denn die Scheiben spiegeln und sind auch zu wenig klar. Außerdem darf mann kein Stativ benutzen !? :-(.

Nach kurzer Stärkung bei Mc Donalds fahren wir im Oberdeck einer Tram nach Central zurück. Eine Fahrt mit der Tram gehört unbedingt zum touristischen Pflichprogramm. Mann steigt dabei einfach an einer Haltestelle ein und erst beim Aussteigen bezahlt man unabhängig von der gefahrenen Strecke 2 HKD indem mann das Geld abgezählt in einen Kasten wirft

Hongkong Tram

Vom Outlying Districts Pier fahren wir anschließend mit einem Doppelstöckigen Bus nach Aberdeen, das auf der Südseite von Hongkong Island liegt. Da wenig Betrieb im Bus herrscht können wir uns oben die vorderste Sitzbank schnappen und haben somit nicht nur eine tolle Aussicht sondern auch das Gefühl einer Gratis-Achterbahnfahrt, wenn der hohe Bus durch die engen Gassen Hongkongs fährt.

Die Fahrt nach Aberdeen dauert eine knappe halbe Stunde. Das Zentrum von Abderdeen ist nicht weiter interessant. deshalb begnügen wir uns mit einem Spaziergang am Hafen entlang. Dabei wird man leider alle 10 Minuten angesprochen, ob mann denn nicht eine Bootsfahrt machen möchte. Wir lehnen jeweils dankend ab und betrachten die Fischerboote und die umliegenden Hochhäuser lieber vom Ufer aus.

Nach 20 Minuten Fußmarsch, bei dem wir auch mal durch ein Industriequartier kommen finden wir dann endlich was wir suchen, die schwimmenden Restaurants.

Jumbo Aberdeen

Da es inzwischen dämmert, kann ich vom Pier aus einige schöne Aufnahmen der beleuchteten Paläste machen. Anschließend setzen wir mit der kostenlosen Fähre zum Jumbo-Restaurant über. Am Eingang zum Speisesaal lassen wir uns erst einmal eine Karte geben, die wir auf einer Bank in Ruhe studieren. Da die Gerichte ganz gut aussehen und es auch Zeit für etwas zu essen ist, lassen wir uns einen Tisch zuweisen und Essen gemütlich zu Abend.

Nach dem Essen bringt uns die Fähre zum Pier zurück, wo wir auch direkt einen Bus nach Central erwischen.

Wir fahren jetzt direkt mit einem anderen Bus weiter zum Peak, wo wir den spektakulären Ausblick auf Central und Kowloon bei Nacht genießen. Leider bläst jetzt hier oben ein gewaltiger Wind, der das Fotografieren auch vom Stativ aus sehr schwierig gestaltet. Ich muß nach jeder Einstellung der Kamera einen günstigen Augenblick abwarten um eine Belichtungsreihe zu schießen, denn der Wind wackelt sonst zu stark am Stativ.

Hongkong

Nach einer halben Stunde fahren wir mit der Tram wieder in die Stadt runter und gehen ins Hotel.

Wir ruhen uns kurz aus und gehen dann noch ein bißchen in die Nathan Road zum Einkaufen. Wir sind uns beide einig, die Zeit hier ist viel zu kurz. Es gäbe noch so viel interessantes zu sehen aber in zwei Tagen ist das leider auch bei Mega-Urlaubsstress nicht möglich.

Erschöpft gehen wir gegen 12 Uhr ins Hotel zurück nachdem wir in einem 7Eleven noch eine Flasche Wein gekauft haben. Diese Trinken wir am Fenster zum Abschied von Hongkong mit dem Wunsch hierher irgendwann noch einmal zurückzukehren um all das versäumte nachzuholen.

Mittwoch, 22. September 1999

Wir frühstücken nur kurz, denn um 7 kommt pünktlich der Shuttle zum Flughafen. Dort Ausreisesteuer (50 HKD p.P.) bezahlen und um kurz nach 10 Uhr sind wir schon in der Luft, unterwegs in Richtung Denpasar Bali......


Fazit Hongkong:

Hongkong ist eine absolut faszinierende und begeisternde Stadt. Die imposante Hochauskulisse ist vom Hafen ebenso wie vom Peak aus wirklich atemberaubend (Besonders Nachts). Sehenswertes (Vom Wolkenkratzer bis zur getrockneten Schlange auf dem Markt) gibt es reichlich. Auch zum Einkaufen ist die Stadt absolute Weltklasse. Man sollte sich mindestens 3 besser aber 4 oder 5 Tage Zeit lassen um die Stadt zu erkunden und ein paar Ausflüge (z.B. nach Lantau und indie New Territories) zu machen.


Bali


Donnerstag, 23. September 1999

Gegen 14:30 Uhr Ortszeit landen wir auf dem Nunga Rai Airport südlich der Hauptstadt Denpasar. Der Flughafen ist winzig mit nur einer Start- und Landebahn. Die Anzahl und Größe der Flugzeuge paßt überhaupt nicht zu dem kleinen Flughafen. Es stehen ganze Reihen von Jumbos, 777 und A330 auf dem Rollfeld.

Wir passieren die Immigration und werden dann umgehend von Gepäckträgern "überfallen", die uns trotz Protest unbedingt die Koffer tragen möchten. Da wir im Moment weder Dollars noch Rupiah in der Tasche haben, werden wir Sie bezüglich des erwarteten Lohnes nachher aber enttäuschen müssen.

Es empfiehlt sich nach Bali einige US-Dollars mit zu nehmen. Diese werden überall akzeptiert und wenn mann wie wir nicht gerade zum Tauschen von Reiseschecks kommt hat man wenigstens ein bißchen Geld für Trinkgelder usw. Unbedingt aber kleine Scheine (1 Dollar Noten) mitnehmen, da niemand Wechselgeld auf einen größern Schein geben wird ;-).

Nach dem Zoll nimmt uns die örtliche Reiseleitung in Empfang. aber bezüglich Transfers scheinen wir wie auch schon im Vorjahr auf Phuket ein besonderes "Glück" zu haben. Es ist kein Fahrer für uns bestellt. Da aber haufenweise Reiseleiter unserer Argentur ("Go Vacations") herum laufen findet sich schnell ein Shuttle das uns zu unserem Hotel mitnimmt.

Eine Stunde später sitzen wir bereits in der Hotel-Lobby des Bali-Tropik Hotels, bekommen unsere "All-Inclusive-Bändchen" und genießen einen Welcome-Cocktail. Die Anlage ist recht schön, alle Gemeinschaftseinrichtungen einschl. der Hotel-Lobby sind an den Seiten offen, so daß ein kühlendes Lüftchen weht. Nach der Erledigung der Formalitäten werden wir in unser Zimmer gebracht, wo wir uns kurz umziehen und dann einen ersten Rundgang durch die Anlage starten.

Sehr schnell beginnen wir die Vorzüge des All-Inclusive-Systems schätzen zu lernen, denn hier ist wirklich alles inklusive. Irgendeine Bar hat immer geöffnet und zu Essen gibt es auch reichlich und zu allen Tages und Nacht Zeiten.

Wir unternehmen dann eine erste Erkundungstour am Strand entlang. Im Bereich von Nusa Dua ist der Strand sehr flach abfallend, was zusammen mit dem vorgelagerten Korallenriff den Effekt hat, daß nur während der Flut das Wasser tief genug zum Baden ist.

Nusa Dua Beach

Freitag, 24. September 1999

Für heute ist erst einmal Faulenzen angesagt. Wir verbringen die meiste Zeit des Tages am Strand und im Hotel-Pool. Gegen 15:00 fahren wir mit dem Hotel Shuttle zum Einkaufszentrum Tragia und begutachten, was es auf Bali so alles zu Kaufen gibt. Anschließend laufen wir von dort ins Zentrum von Nusa Dua zur Galleria (Einkaufszentrum). Dort besorgen wir uns auch eine genaue Straßenkarte von Bali, die uns auf unseren Mietwagentouren durch Bali führen soll ;-). Anschließend laufen wir die Strecke zum Hotel zurück.

Den Abend verbringen wir im Ratna Restaurant der Hotelanlage, welches direkt am Strand gelegen ist. Dies wird in den nächsten zehn Tagen zur Gewohnheit werden und mit eine der schönsten Urlaubserinnerungen in uns hinterlaßen, denn was kann schöner sein als in einer warmen Nacht mit einem Cocktail am Strand zu sitzen und auf das vom Vollmond beleuchtete Meer zu blicken ?

Samstag, 25. September 1999

Für diesen Tag haben wir unsere erste Mietwagen Exkursion geplant. Um 9:00 Uhr starten wir mit einem Toyota Kiijang (30 Dollar pro Tag) in Richtung Bratan See.

Dazu müssen wir uns erst einmal am Verkehrsgewühl von Kuta vorbei manövrieren und dann den Richtigen Weg nach Norden einschlagen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Es gibt hier auf Bali kaum Wegweiser und wenn, dann sind irgendwelche Ortschaften angeschrieben, die auf unserer Karte garantiert nicht eingezeichnet sind. Hinzu kommt auch noch, daß es einige Orte bzw. Ortsnamen gleich mehrfach gibt.

Wir kämpfen uns also so gut es geht vorwärts, ziehen dabei anstatt den direkten Weg zu finden immer wieder riesige Schleifen und fahren sogar einmal fast eine halbe Stunde einen großen Kreis, was wir allerdings erst merken als wir an einer Kreuzung zum zweiten Mal vorbei kommen.

Als Fahrer kann man sich zumindest am Anfang nicht noch orientieren, man hat absolut genug damit zu tun keine Motorradfahrer, Schweine, Hunde und sonstige "Verkehrsteilnehmer" auf die Kühlerhaube zu nehmen.

Nach 1,5 Stunden Fahrt sind wir dann endlich aus dem dicksten Verkehr raus und auch auf der richtigen Straße zum Bratan See. Nach weiteren 45 Minuten sind wir dann dort auf dem Parkplatz (Gebühr 400 Rph ca. 0,15 DEM) angekommen. Es gibt einige Marktstände und Garküchen aber ansonsten ist hier zumindest zu dieser Jahres- und Uhrzeit recht wenig los.

Wir zahlen den Eintritt (1200 Rph, ca. 0,4 DEM) und gehen zum Tempel am See hinunter. Über diesem liegt ein fast gespenstisch wirkender Nebel. Ca. 100 m vom Tempel (und den Touristen) entfernt scheint gerade eine religiöses Zeremonie statt zu finden.

Tempel am Bratan See

Nach 30 Minuten beschließen wir unsere Fahrt fortzusetzen, denn wir wollen heute noch eine kleine Wanderung unternehmen. Wir fahren auf der Straße weiter nach Norden, wo es bald recht steil den Berg hoch geht. Auf Bali immer ein Zeichen, daß mann den zentralen Vulkanrücken, der sich quer über die Insel zieht, erreicht hat. Oben sitzen an der Straße mindestens an die 50 Affen, die durch Fütterungen angelockt wurden. Jetzt verkaufen Straßenstände Bananen, die die Touristen dann wieder den Affen füttern können.

Wir biegen hier jetzt nach links ab (eigentlich nach rechts, denn beim ersten Mal sind wir na klar an der Abzweigung vorbei gefahren) und lassen nach ca. einem Kilometer unser Auto stehen. Wir folgen zu Fuß der Straße nach Westen und genießen den Blick über die beiden Vulkanseen Lake Bunyan und Lake Tamblingan (Wanderung ist im Merian Live Bali beschrieben). Die Aussicht auf die beiden Seen und die dahinter liegenden Ortschaften ist toll. Leider gibt es keinen Wanderweg und so muß man beim Fahrstil der Balinesen sehr vorsichtig sein um nicht unfreiwillig zur Kühlerfigur zu werden.

Nach 45 Minuten kehren wir um und laufen zum Auto zurück. Da es inzwischen später Nachmittag geworden ist fahren wir direkt in Richtung Tanah Lot, wo wir den berühmten Sonnenuntergang beobachten wollen.

Tanah Lot ist gottseidank ausnahmsweise gut beschildert und so treffen wir dort noch vor Sonnenuntergang gegen 16:30 Uhr ein. Wir suchen uns einen schönen Platz auf den Felsen und warten bis die Sonne im Dunst (leider nicht im Meer) versinkt. Sieht schon toll aus, der Tempel und die Farben der untergehenden Sonne, aber allein ist man hier halt nicht (Menschenmassen wie in Disneyland).

Tanah Lot

Der Rückweg nach Nusa Dua gestaltet sich im Dunkeln dann recht schwierig aber auch das schaffen wir ohne Zwischenfall und so sind wir froh, als wir gegen 19:00 im Hotel ankommen, wo wir uns den Staub der Strasse erst einmal mit einem kühlen Bier an der Bar runter spülen.

Für diesen Abend ist Barbeque angesagt, welches vor der großen Freilichtbühne des Hotels aufgebaut ist. Wir bedienen uns am reichhaltigen Buffet und genießen die Aufführung eines Barong Tanzes zum Abschluß dieses erlebnisreichen Tages.

Sonntag, 26. September 1999

Heute haben wir einen ruhigen Tag vor uns. Wir verbringen den Vormittag und den frühen Nachmittag am Strand. Gegen 15:00 Uhr holen wir uns 2 Mountain Bikes die im Hotel auch "All Inclusive" sind und radeln los in Richtung Nusa Dua Zentrum.

Wir möchten mal versuchen, ob wir es zum Ulu Watu Tempel am anderen Ende der Halbinsel Bukit schaffen.

Wie schon üblich sind die Wegweiser wieder sehr spärlich und wir müssen feststellen, daß die Bukit Halbinsel sehr hügelig ist. Die klapprigen und schlecht gewarteten Mountain Bikes machen die Fahrt auch nicht grade zum Vergnügen. Nach ca. 35 Minuten Fahrt hört die Straße, die uns zum Ulu Watu bringen soll einfach irgendwo auf. Das heißt wir haben wohl wieder mal eine Abzweigung verpaßt.

Da uns die Hitze fast grillt, versuchen wir schon gar keinen 2. Versuch mehr, sondern kehren um und freuen uns als wir uns an der Poolbar des Hotels von innen und außen abkühlen können.

Montag, 27. September 1999

Heute heißt es früh Aufstehen, denn um 8.00 Uhr soll der Bus von Go Vacations uns zur Tour "Götter und Dämonen" abholen. Um 8:30 (also fast pünktlich für balinesische Verhältnisse) kommt der Bus und nachdem wir noch weitere Hotels abgeklappert haben starten wir in Richtung Ubud. Unterwegs besichtigen wir noch eine Silberschmiede in dem Ort Celuk.

In Ubud haben wir dann eine Stunde Zeit um den Markt und die Innenstadt zu erkunden.

Markt in Ubud Marktfrauen in Ubud

Anschließend geht es weiter in Richtung Norden, wo wir auf halbem Weg zum Vulkan Batur einen kurzen Halt bei einigen wunderschönen Reisterrassen machen.

Reisterrassen nördlich von Ubud

Nach weiteren 45 Minuten Fahrt erreichen wir schließlich Penelokan am Kraterrand des Batur Vulkans. Landschaftlich gehört dieser sicherlich zu den absoluten Highlights von Bali. Wir hatten sogar das Glück, daß der unterste Krater während unseres Aufenthaltes zu grollen anfieng und einige Rauchwolken ausstieß.

Krater des Batur Vulkans

Leider hatten wir hier keine Zeit um das Gebiet zu Fuß etwas zu erkunden, da der Bus in einer Stunde wieder weiter fuhr. Wir fuhren auf einer anderen Straße wieder nach Süden und besuchten unterwegs noch eine Holzschnitzerei (Toll aber sündhaft Teuer) und die Elefantenhöhle Goa Lawah (Hat uns nicht umgehauen).

Dienstag, 28. September 1999

Außer einigen Spaziergängen in der näheren Umgebung machen wir heute zuerst nicht viel. Gegen Abend fahren wir mit dem Taxi (ca. DEM 10,--) von Nusa Dua nach Kuta, bummeln dort ein bißchen durch die Geschäfte. Anschließend laufen wir ein gutes Stück am Strand entlang nach Norden. Der Strand von Kuta ist bis auf die vielen Menschen echt toll. Breit und flach abfallend mit Mega-Wellen.
Wir erleben einen schönen Sonnenuntergang und fahren dann wieder mit dem Taxi zum Hotel zurück.

Kuta Beach

Mittwoch, 29. September 1999

Für heute haben wir wieder einen Mietwagen gebucht. Diesmal ist es ein Suziki Jimny (SJ) der uns nur 20 Dollar kostet aber dafür auch jeglichen Fahrkomfort vermissen läßt.

Unser Ziel ist heute Balis Ostküste, Candi Dasa und Umgebung. Wir fahren am Flughafen vorbei nach Sanur und dann weiter Richtung Norden. Unterwegs machen wir kurz halt, als wir einige Frauen bei der Reisernte am Straßenrand sehen.

Reisernte auf Bali

Natürlich verfransen wir uns auch hier wieder mehrfach, kommen aber dennoch irgendwann am schwarzen Strand von Candi Dasa an. Hier geht es wesentlich ruhiger zu als im Süden der Insel. Der Tourismus findet hier nicht in großen Hotels sondern in kleinen Pensionen statt. Der Anteil der Einheimischen auf den Straßen überwiegt hier den der Touristen noch bei weitem.

Strand bei Candi Dasa

Direkt in Candi Dasa ist der Strand mittlerweile leider fast vollständig weggespült. Dies ist eine Folge des Kalkabbaus am vorgelagerten Korallenriff. Als Ersatz wurden unschöne Beton-Wellenbrecher installiert.

Wir fahren noch ein Stück weiter Richtung Osten wo es dann gleich wieder über einige Hügel geht, von denen man teilweise eine phantastische Aussicht auf Felder, Landschaft und Meer hat.

Landschaft bei Candi Dasa

Da wir nun langsam die Tücken des balinesischen Verkehrs kennen beschließen wir nach einiger Zeit uns auf den Rückweg zu machen.

Zum Sonnenuntergang fahren wir dann nochmal kurz vom Hotel zum Tempel Ulu Watu, welcher sich am westlichen Ende der Bukit Halbinsel befindet. Da hier aber recht viel los ist und wir auch keine Lust haben uns wieder in Saris zu wickeln (Das Betreten des Tempels ist ohne verboten) beschließen wir kurzerhand uns den Sonnenuntergang von einer etwas weiter nördlich gelegenen Klippe anzusehen (Ausschilderung Surf-Beach folgen). Hier sind wir völlig alleine und können die wunderschöne Stimmung genießen.

Donnerstag, 30. September 1999

Nachdem wir den Morgen faulenzend am Strand verbracht haben, holen wir uns am Nachmittag nochmals 2 Fahrräder und radeln damit zum Fischerdorf Benoa an der Spitze der Landzunge im Osten der Bukit Halbinsel. Der Ort Benoa besteht aus kleinen einfachen Steinhäusern. Touristen sieht man hier keine. Vor den Häusern stehen Körbe mit Kampfhähnen und scheinbar ist heute Putztag, denn überall wird gekehrt und gefegt. Es geht hier gemütlich zu, nur Ab und Zu knattert ein Moped vorbei. In dem kleinen Fischerhafen gibt es auch eine Personenfärverbindung zum Hochseehafen hinüber.

Gemütlich radeln wir danach zum Hotel zurück wo wir noch ein bißchen das faule Strandleben genießen.

Freitag, 01. Oktober 1999

Heute fahren wir mit "Go Vacations" nach Denpasar. Wir besuchen den Markt in einer Halle im Stadtzentrum und gleich nebenan eine Art Einkaufszentrum für Souvenirs und Kunsthandwerk.

Besinders die aus Holz geschnitzten Artikel sind hier unglaublich günstig und so wechseln doch einige Rupiah dann den Besitzer.

Straßenszene in Denpasar

Weiter geht es dann zum Bali Museum und von dort mit dem Bus zum Tiermarkt. Dieser ist für uns das eindeutige Highlight des Tages. Wer wie wir Hongkong und Bali besucht, kann sich den Voglemarkt in Hongkong getrost schenken, denn der Tiermarkt in Denpasar ist wesentlich schöner und die Auswahl der angebotenen Vögel ist auch wesentlich größer.

Neben Vögeln, die den Hauptteil des Angebotes ausmachen werden auch Affen, Hunde und "Zubehör" (Würmer, Heuschrecken, Spinnen usw.) verkauft.

Vogelmarkt Denpasar

Samstag, 02. Oktober 1999

Abflug Bali

Sonntag, 03. Oktober 1999

Um 6:05 Ortszeit landen wir pünktlich in Zürich-Kloten wo wir leider recht lange auf unser Gepäck warten müssen (Was mich nicht wundert, denn auf einem Monitor ist ein Windows NT Memory Dump zu sehen :-))


Fazit Bali:

Eine sehenswerte, wunderschöne Insel. Der Süden ist leider sehr touristisch, der Norden und Osten bietet mehr Ruhe. Wer wie wir gerne auf eigene Faust unterwegs ist, muß mit dem ungeheuren Verkehr und der leider schlechten Beschilderung kämpfen. Man kann für eine geplante Fahrtstrecke per Mietwagen nach unserer Erfahrung maximal mit ca. 30 bis 40 Kilometern pro Stunde rechnen und sollte sich gut überlegen, ob man nicht einen Wagen mit Fahrer mietet. Absolute Highlights sind Candi Dasa (Bunte Boote am schwarzen Strand), Mount Batur, Bratan See und Tanah Lot. Auch die Märkte (insbesondere der Tiermarkt) von Denpasar sind sehr sehenswert.