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Reisebericht Australien und Singapur September 2000

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Singapur


Samstag, 02. September 2000

Samstag Nachmittag 13:30 Uhr. Wir sitzen in einer Boeing 747 Megatop der Singapore Airlines und rangieren rückwärts vom Fingerdock des Terminal B in Zürich weg.

Unsere Reise hat damit endlich begonnen. Nun haben wir erst einmal 11 Stunden Flug vor uns und wir sind gespannt, was die "weltbeste" Airline so zu bieten hat.

Singapore Airlines Boeing 747 Megatop

Der Flug ist etwas holprig, und schlafen können wir sowieso nicht. Dazu sind wir eigentlich viel zu aufgeregt und gespannt auf das was uns in den nächsten 3 Wochen erwartet.

Singapore Airlines bietet ein tolles Stop-Over Programm an. Dies kostet je nach Hotelkategorie zwischen 40 und 120 DEM pro Person und Nacht. Darin sind außer Übernachtungen und Transfers unzählige freie Eintritte und Ermäßigungs-Gutscheine enthalten.

Der Service ist gut, das Essen und der Champagner auch aber im Vergleich zu Cathay Pacific sind die von Singapore Airlines auch nicht besser.

Sonntag, 03. September 2000

Etwa eine halbe Stunde vor der Landung kommen wir mit unserer Sitz-Nachbarin noch ein bißchen ins Gespräch. Sie ist Singapore-Chinesin und Ihr Mann ist Architekt. Es stellt sich heraus, daß eines seiner Gebäude, das Ann Gee Ann City sogar in unserem Merian-Reiseführer abgebildet ist. Relativ schnell wird Essen zu unserem Gesprächsthema, denn in Singapore sei Essen neben Einkaufen so ziemlich das wichtigste.

Kurzerhand bietet Sie uns an uns am Abend abzuholen und uns in die kulinarische Welt Singapurs einzuführen. Wir verabreden uns auf 19:00 Uhr.

Pünktlich um 6:30 Uhr landen wir auf dem Changi Airport in Singapore. Am Stopover-Holidays Schalter von Singapore Airlines bekommen wir Einkaufstaschen und eine Menge Gutscheine für Besichtigungen und Einkäufe in der Stadt. Dann werden wir dem Shuttlebus zugeteilt, der uns ins Concorde-Hotel bringen soll.

In den Straßen ist hier am Sonntag Morgen nicht viel los und so sind wir eine halbe Stunde Später in unserem Hotel angelangt wo wir uns erst mal ein Stündchen ausruhen.

Concorde Hotel Singapore Concorde Hotel Singapore

Als erstes gehen wir dann zum Singapore River der nur ein paar Meter weiter an unserem Hotel vorbei fließt.

Wir folgen dem Fluß und kommen zum Clarke Quay und zum Boat Quay. Im Gegensatz zu Bangkok und Hongkong ist hier alles sehr sauber und gepflegt. Wir essen in einem Bistro eine Kleinigkeit und machen dann eine Riverboat-Tour. Diese bekommen wir gratis für einen unserer Stopover-Gutscheine. Zu unserer Verwunderung erhalten wir ein Boot mit Chauffeur für uns alleine. Jetzt wissen wir warum auf dem Gutschein "Privat River Boat Tour" stand.

Wir schippern ein Stück den Fluß rauf bis zum Clake Quay, kehren dann und fahren zur Mündung des Flußes ins Meer, wo das Wahrzeichen Singapores, der Merlion steht. Wir drehen eine kleine Runde an der Skyline vorbei und kommen nach 25 Minuten wieder am Ausgangspunkt an.

Danach laufen wir zur Orchard Road . Bei dieser Hitze ist dies allerdings kein Vergnügen. Völlig naßgeschwitz kommen wir an und kühlen uns erst einmal bei 18 Grad in einem Kaufhaus ab. Es gibt hier unzählige Shopping-Centres und dennoch sind heute da Sonntag ist alle bis zum Platzen voll.

Zum Hotel zurück nehmen wir uns jetzt lieber ein Taxi um der Hitze zu entgehen.

Pünktlich um 19:00 Uhr holen uns dann Raymond und Doreen ab und gehen mit uns in ein Seafood-Restaurant in der Nähe des Flughafens. Die Ausstattung des Restaurants erscheint mit Plastikgeschirr und Plastikstühlen auf den ersten Blick nicht gerade einladend, das Essen allerdings ein absoluter Traum.

Das Seafood Center liegt direkt an der Straße zum Changi Airport und besteht aus mehreren Restaurants, in denen allerdings im großen und ganzen die gleichen Gerichte serviert werden. Zumindest am Wochenende ist eine Reservierung sinnvoll. Die Preise sind für unsere Verhältnisse niedrig und frischer sind Meeresfrüchte wohl nicht zu bekommen als hier.

Es gibt Shrimps, Satay und Nudeln mit Meeresfrüchten. Zum Abschuß wird uns eine riesige Chilli-Crab serviert die absolut fantastisch schmeckt.

Nach dem Essen zeigen uns unsere neuen Freunde noch Chinatown und setzten uns dann wieder vor unserem Hotel ab. Obwohl wir todmüde sind, hole ich noch meine Kamera und mache einige Nachtaufnahmen von Singapore denn morgen Abend werden wir schon am Flughafen sein, wenn es Dunkel wird.

Boat Quay bei Nacht

Montag, 04. September 2000

Aufgrund der Zeitumstellung verschlafen wir und stehen erst um 9:00 Uhr, als das Zimmermädchen klopft, auf. Wir machen uns schnell eine Tasse Kaffee und laufen dann nochmals nach Chinatown um bei Tag einige Bilder zu machen. Dieser Stadtteil erinnert uns mit seinen chinesischen Geschäften stark an den Western District in Hongkong.

Cjinatown

Zum Essen gehen wir heute in den Lau Pa Sat Festival Market, der sich südlich von Chinatown befindet.

Der Lau Pa Sat Market ist eine riesige Halle, in der unzählige Garküchen unter einem Dach versammelt sind. Um die Mittagszeit herrscht hier reger Andrang, da viele Angestellte aus den umliegenden Geschäftshäusern hier zu Mittag essen.Es gibt von Indisch über Koreanisch, Chinesisch, Italienisch, Indisch bis Türkisch so ziemlich alles was man sich vorstellen kann.

Wir lassen uns einen Teller mit Reis und verschiedenen scharfen und süß-sauren Fleisch und Fischteilen zusammenstellen. Ich kann nur sagen: sehr zu empfehlen !

La Pau Sat Festival Market

Am Hafen entang laufen wir nun in Richtung Raffles City auf der Ost-Seite des Singapore River. Wir durchqueren das riesige Einkaufszentrum und gelangen durch den hinteren Eingang direkt zum berühmten Raffles Hotel.

In der Longbar genehmigen wir uns den Pflicht-Singapore Sling. Die Bar hat eine ganz tolle Atmosphäre und wir würden eigentlich gerne noch länger bleiben aber um 14:00 müssen wir aus unserem Zimmer raus. Wir verlangen also die Rechnung und fallen fast vom Stuhl, die beiden Getränke kosten uns 34 Singaporedollar also rund 40 DEM -- Mann gönnt sich ja sonst nix :-).

Singapore Sling

5 cl Gin
2 cl Cherry Brandy
3 cl Lemon Juice
1 Schuss Grenadine
oder Zuckersirup
Zitronenviertel
Cocktailkirsche
Soda

Long Bar Raffles Hotel

Draußen prasselt gerade ein heftiger Gewitterregen nieder, der die Luft allerdings nicht abkühlt sondern die Schwüle nur noch steigert.

Mit dem Taxi sind wir schnell am Hotel, duschen und checken aus. Die Koffer können wir abgeben, so daß wir die verbleibende Zeit noch nutzen können.

Wir lassen uns mit einem Taxi zu einem Shopping Center bringen und fahren dann da uns dieses nicht so gefällt mit der U-Bahn nochmals in die Orchard Road.

Um 17:00 Uhr holt uns dann ein Shuttle von Singapore Airlines im Hotel ab und bringt uns zum Changi Airport hinaus. Wir checken ein und schauen uns dann die verbleibende Zeit in den Geschäften und Restaurants des Duty Free Bereiches um.

Um 20:45 Uhr startet unser Singapore-Jumbo dann in Richtung Australien. Wir sind mehr als gespannt, was uns dort erwarten wird.


Australien


Reiseroute:

Klicke auf der Karte die gewünschte Region auf der Reiseroute an:

Coober Pedy Grampians Great Ocean Road Sydney Alice Springs Kangaroo Island Flinders Ranges Olgas (Kata Tjuta) Ayers Rock

Dienstag, 05. September 2000

Morgens 6:00 Uhr Ankunft in Melbourne. Erst einmal Verwirrung, denn im Flieger und im Taxi werden verschiedene Uhrzeiten angezeigt. Ein Gespräch mit dem Taxifahrer klärt uns auf. Wegen der Olympiade ist in diesem Jahr die Sommerzeit um einen Monat vorverlegt worden.

Wir erreichen die Innenstadt und damit auch unser Hotel (All Seasons Paragon) über den neuen Toll-Way.

Der Queen Victoria Market ist ein alter, überdachter Marktplatz und setzt sich aus mehreren Teilbereichen zusammen. Der größte Teil ist der Wochenmarkt auf dem hauptsächlich Obst- und Gemüse sowie Souvenirs angeboten werden. An den Wochentagen überwiegt der Lebensmittelmarkt, während am Wochenende mehr Souvenirstände aufgebaut sind. Östlich dieses Areals schließt sich eine Halle mit Fleisch und Fischständen sowie ein Food Court (Tip !) und ein Biomarkt an. Der Queen Victoria Markt ist Dienstag, Donnerstag und Freitag bis Sonntag geöffnet.

Nach einer kurzen Dusch- und Ruhepause starten wir durch die Häuserschluchten von Melbourne in Richtung Queen Victoria Market. >Wir sind begeistert von der tollen Atmosphäre und den angebotenen Waren dort.

Unser nächstes Ziel ist der Rialto Tower, mit 251 Metern das höchste Gebäude der südlichen Hemisphäre. Für stolze 10 Dollar pro Person dürfen wir mit dem Lift zur Aussichtsplattform rasen. Der Blick von hier oben ist gigantisch. Man sieht bis weit auf's Meer hinaus und auf der anderen Seite bis in die Berge im Hinterland.

Rialto Towers Melbourne 251 m

Es gibt sogar auf 2 Seiten je eine Pattform im Freien mit !! mit Objektivlöchern !! im Sicherheitszaun. Hier rauscht der ohnehin bereits starke Wind aber gewaltig, so daß ich mich zum Fotografieren regelrecht gegen den Wind stemmen muß.

Unser Weg führt uns dann weiter zum Yarra River, wo wir uns etwas im neuen Crown-Casino Komplex umsehen und auf einer beheizten Terrasse ein Glas Australischen Rotwein trinken.

Am Abend gehen wir ins griechische Viertel Essen und anschließend mache ich am Fluß einige Bilder von der Skyline bei Nacht. Um 22:00 Uhr gibt es noch eine gratis Feuershow vor dem Crown-Casino

Fireshow Crown casino Melbourne.Melbourne

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Mittwoch, 06. September 2000

Heute heißt es wieder früh aufstehen. Mit dem Skybus fahren wir von der Spencer Street Station, die nur 100 Meter von unserem Hotel entfernt ist um 6:15 Uhr zum Flughafen, wo wir einchecken und dann gemütlich frühstücken.

Um 9:00 Uhr geht unser Flieger, eine Boeing 767 der Ansett Australia, nach Sydney wo wir pünktlich um 10:30 landen. Hier ist es schon bedeutend wärmer als in Melbourne, die Sonne lacht und es ist keine Wolke am Himmel.

Wir nehmen auch hier gleich den Airport Express der alle paar Minuten vom Flughafen aus die meisten Hotels anfährt.

Bereits 30 Minuten später sitzen wir in unserem Hotelzimmer, im Ibis World Square und machen uns für die erste Erkundungstour in Sydney fertig.

Wir laufen die Pitt Street, an der auch unser Hotel liegt, entlang und sind nach 20 Minuten am Circular Quay angekommen. Endlich sehen wir Sie die Harbourbridge und das Opernhaus. Auch wenn man diese Wahrzeichen Sydneys schon hundert mal auf Bildern gesehen hat, in echt sind sie noch gigantischer. Wir setzten uns erst einmal hin und genießen die tolle Atmosphäre und das geschäftige Treiben an diesem Verkehrsknotenpunkt. Da gerade Mittagszeit ist halten sich viele Leute hier auf, die auf der Wiese oder einer Parkbank ihren Hamburger verspeisen.

Auch wir suchen uns in einem nahen Einkaufszentrum einen Food Court und geniessen ein herrliches chinesisches Essen für gerade mal 6 Dollar. Anschließend gehen wir um die Oper herum und beschließen dann noch heute eine Hafenrundfahrt zu machen.

Mit der Captain Cook Coffee Cruise legen wir um 14:30 Uhr zur großen Hafenrundfahrt ab (30 Dollar pro Person).

Wir lassen die Oper und die Harbour Bridge hinter uns und fahren entlang der Woolomoolo Bay nach Double Bay, wegen der hohen Grundstückspreise auch Double Pay genannt, weiter an der Küste entlang. Immer wieder weist die Sprecherin auf besondere Häuser in den Wohngebieten hin. So auch auf das teuereste Anwesen, daß für 24 Mio Dollar den Besitzer gewechselt hat und auf das Haus in dem Elton John eine zeit lang gelebt hat..

Sydney House

An Shark Island vorbei erreichen wir schließlich "The Gap", die Mündung des Sydney Harbour in den Pazifik.

Gap

Das Schiff wendet nun und biegt in den nördlichen Teil des Hafens ein. An Manly vorbei gelangen wir zur Spit Bridge, wo unser Schiff den Masten einklappen muß um unter der Brücke durch zu passen. Hinter der Brücke beginnt bereits die Natur und man hat das Gefühl weit weg von der Zivilisation zu sein.

Auf dem Schiff wird nun gratis Kaffee und Gebäck serviert bevor wir den Rückweg entlang der nördlichen Küstenlinie einschlagen wo sich auch der berühmte Taronga Zoo befindet.

Nach 1,5 Stunden Fahrt laufen wir wieder am Circular Quay ein, wo wir das Schiff verlassen und in unser Hotel zurückkehren.

Am Abend gehen wir nach Darling Harbour und genehmigen uns in einer der vielen Gaststätten (Alle mit beheiztem Freisitz) eine Flasche Lindemans Cawarra Merlot. Auf dem Rückweg kommen wir zufällig am Queen Victoria Building vorbei und gehen noch kurz durch die stilvolle Passage mit den edlen Geschäften.

Donnerstag, 07. September 2000

Heute wollen wir mit dem blauen "Bondi Explorer Bus" die Küste von Sydney erkunden.

Es gibt in Sydney 2 Explorer Linien. Die erste fährt die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt ab (rot), die zweite (blau) die Küste bis hinunter nach Bondi Beach am Pazifik. Das Ticket kostet je Linie 30 Dollar und gilt für einen ganzen Tag, wobei man so oft man möchte Ein- und Aussteigen kann. Nach 18 Uhr, wenn der Explorer nicht mehr fährt, kann man mit dem Ticket auch die normalen Busse benutzen, sofern deren Fahrtroute auf der Explorer Route liegt. man sollte sich überlegen, ob man nicht bereits am Flughafen den Sydney Pass kauft, der neben den Airport Bussen für alle anderen städtischen Verkehrsmittel einschl. Fähren gilt (80 AUD).

Wir nehmen den ersten Bus um 9.00 Uhr und fahren erst einmal nach Double Bay. Nach einem gemütlichen Spaziergang durch den Vorort mit Kleinstadt-Charakter steigen wir wieder in den Bus und fahren zum Gap Park. Dieser befindet sich rund um den sog. South Head, also der südlichen Klippe, die die Hafeneinfahrt begrenzt. Hier hat man einen tollen Ausblick auf den Hafen, die Skyline und den Pazifik. Wir laufen von hier aus dann zur nächsten Explorer Haltestelle, die nur ca. 700 Meter südlich liegt. Auf dem Weg dorthin begegnen wir unserem ersten Blauzungenskink am Wegrand.

Skink

Weiter geht es nun zu unserem eigentlichen Tagesziel, dem Bondi Beach. Nach 10 Minuten Fahrt kommen wir dort an und sehen uns erst einmal an dem tollen Sandstrand um. In der Mitte ist das Beach-Volleyball Stadion für die Olympiade aufgebaut.

Bei Surf Seafood holen wir uns eine Seafood Platter, die in Packpapier eingewickelt wird und setzen uns auf eine Bank am Beach. Leider beginnt es kurz darauf leicht zu regnen, so daß wir uns in eines der Kaffees setzen und ein großes Stück Kuchen zum Nachtisch genießen. Wir bummeln noch ein bißchen in den Geschäften der Promenade und beschließen dann nach Sydney zurück zu fahren, da das Wetter heute wohl nicht mehr besser wird.

Um ca. 15:00 Uhr sind wir wieder im Hotel und ruhen uns erst mal eine Stunde aus. Danach laufen wir nach Darling Harbour und von dort weiter zum Fish Market. Dieser fasziniert uns nicht besónders, schön sind aber die vielen Pelikane, die hier wohl auf Fischabfälle warten.

Am Abend gehen wir zum Mrs. McQuaries Chair um einige Nachtaufnahmen von der Oper und der Harbourbridge zu machen.

Freitag, 08. September 2000

Heute ist wieder ein strahlender Sonnentag. Wir haben uns für heute als erstes einen Spaziergang durch "The Rocks" vorgenommen. Zuerst schauen wir uns aber in den diversen Geschäften und Einkaufszentren der Pitt Street um. Besonders schön ist die Pitt Street Mall mit ihren exclusiven Geschäften. Am Circular Quay vorbei gelangen wir schließlich zu den restaurierten Lagerhäusern von "The Rocks" in denen sich heute verschiedene Restaurants angesiedelt haben

Wir laufen am Hilton Hotel vorbei bis unter die Harbour Bridge wo der Wind jedoch dermaßen weht, daß wir bald wieder umdrehen und uns auf einer Bank am Circular Quay das rege Treiben ansehen. Da in einer Woche die Olympischen Spiele beginnen wimmelt es hier nur so von Fernsehteams und Sportlern. Aus einem Wassertaxi steigt gerade ein Kamerateam der ARD während direkt vor unserer Parkbank ein anderer Sender einen amerikanischen Sportler interviewt.

Den Rest des Nachmittags verbringen wir in der George Street und in Darling Harbour. Nach einem kurzen Zwischenstop im Hotel gehen wir dann zum Sonnenuntergang nochmals zum Mrs Mc Quaries Chair. Anschließend laufen wir durch den botanischen Garten in Richtung Stadt. Dabei verlauffen wir uns im dunkeln und beschließen dann, zurück zum Tor zu gehen, da wir wissen, daß der Park nachts abgeschlossen wird. Das Tor ist bereits zu aber Gott sei Dank ist der Wächter noch da und läßt uns nach ein paar Minuten raus.

Zum Abschluß unseres Sydney Aufenthaltes gehen wir am Abend nochmals nach Darling Harbour um uns eine gute Flasche Wein zu gönnen.

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Samstag, 09. September 2000

Heute müssen wir früh raus und fahren gleich mit dem Airport Express um 7:15 Uhr zum Flughafen. Dort dauert es leider recht lange beim einchecken, da vor uns eine Familie ihren gesamten Haushalt eincheckt. Schließlich haben wir es aber dann doch geschafft und können uns im Flughafen ein kurzes Frühstück gönnen. Pünktlich dann um 9:00 Uhr startet unsere Ansett Boeing 737 nach Alice Springs. Auf dem Flughafen ist ganz schön was los und hinter uns stehen in der Wartereihe vor der Startbahn gleich 3 Jumbos (Cathay, Quantas und Thai), was wirklich toll aussieht.

Nach einem ruhigen Flug landen wir 3 Stunden später auf dem kleinen Flughafen von Alice Springs mitten im Roten Herzen des Kontinents. Ein Taxi bringt uns zur Vermietstation von Maui, die am anderen Ende der kleinen Stadt liegt. Der Taxifahrer spielt unterwegs auch gleich Reiseleiter und informiert uns über Alice Springs. Die Angestellte von Brits/Maui/Koala teilt uns mit, daß wir einen "Upgrade" haben, da der von uns gebuchte Camper (Spirit 3 TS) nicht zur Verfügung steht. Darüber sind wir natürlich nicht traurig. Wir bekommen einen Ford Transit Turbodiesel mit Alkoven Aufbau und Klimaanlage.

Da wir ja bereits genug Wohnmobilerfahrung haben, sind wir schnell eingewiesen und haben das wichtigste verstaut. Auf dem Weg zum Mc. Donnel Ranges Holiday Park erledigen wir erste Einkäufe.

Auf dem schönen, empfehlenswerten Caravan Park kurz nach der Stadt kochen wir das erste Mal in unserem WoMo und verstauen unser Gepäck bevor wir zurück nach Alice Springs fahren und vom Anzac Hill einen Rundblick über die Stadt geniessen.

Anschließend stellen wir unser Gefährt am ausgetrockneten Todd River ab und laufen durch die Todd Street Mall, eine kleine Einkaufsstraße. Hier gibt es sehr viele Aborigines, leider sind die meisten von Ihnen recht betrunken.

Zurück auf dem Campingplatz gehen wir duschen laufen anschließend in der Dämmerung noch ein bißchen durch die seltsame Landschaft der Umgebung.

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Sonntag, 10. September 2000

Gleich nach dem Aufstehen geben wir den Schlüssel für die Schranke an der Rezeption ab und machen uns zu unserer ersten Etappe auf dem Stuart Highway auf. Schon auf den ersten Kilometern begegnen wir einigen der gewaltigen Road-Trains mit 3 Sattelaufliegern und bis zu 54 Metern !!!! Länge.

Roadtrain

Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt machen wir direkt am Straßenrand Frühstückspause. Hier im Outback grüßt jeder jeden, und so kommen wir vor lauter Winken fast nicht zum Essen, haben aber einen riesen Spaß dabei.

Einige Zeit später erreichen wir die Abzweigung auf den Lasseter Highway beim Roadhouse von Erlunda. Wir tanken und kaufen ein Eis bevor wir die nächste Etappe in Angriff nehmen.

Auf dem Lasseter Highway liegen mehrfach bis zu 80 cm große Echsen mitten auf der Straße in der Sonne. Man sieht sie erst im letzten Augenblick und wir müssen höllisch aufpassen um nicht eine zu überfahren. Bald taucht in der Ferne der Mount O'Conner auf. Am Straßenrand liegen immer wieder tote Rinder, die wohl nachts von den Roadtrains über den Haufen gefahren wurden.

Nach Einbruch der Dunkelheit ist das Autofahren in Australien sehr gefährlich. Besonders Känguruhs werden von den Scheinwerfern der Autos regelrecht angezogen und bleiben dann im Lichtstrahl stehen. Hunderte von Kadavern am Straßenrand zeugen von diesem Schicksal. Außer Känguruhs haben wir auch etliche verendete Kühe, ein Kamel sowie einige Adler gesehen. Bei Tag sollte man im Outback immer auf Echsen und Skinks achten, die sich auf der Straße aufwärmen. Obwohl diese Tiere zum Teil fast einen Meter lang sind sieht man sie meist erst im letzten Augenblick.

Gegen 14:30 erreichen wir schließlich das Ayers Rock Resort. Die erste Etappe mit ca. 450 Kilometern haben wir geschafft.

Wir suchen uns einen Platz auf dem Campground des Resorts und fahren dann nachdem wir kurz noch eingekauft haben in Richtung Ayers Rock. Einige Kilometer nach dem Resort passieren wir die Entrance Station, wo wir pro Person 17 Dollar Eintritt für 3 Tage bezahlen müssen. Dieser gilt für den gesamten Nationalpark, also auch die Olgas.

Immer näher rückt nun der gewaltige Monolith. Unser erstes Ziel ist der Parkplatz direkt am Rock wo der Aufstieg beginnt. Wir laufen dort ein Stück am Felsen entlang bevor wir zurück zum Sunset Point fahren um mit vielen anderen den Sonnenuntergang am Uluru zu genießen.

Sunset at Uluru

Der Felsen wechselt während des halbstündigen Spektakels laufend die Farbe von hellem Rot über Feuerrot bis zum dunklen Braun, als die Sonne dann hinter dem Horizont verschwunden ist. Im Dunkeln fahren wir wegen der Känguruhs sehr vorsichtig zum Campground zurück.

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Montag, 11. September 2000

Den Sonnenaufgang am Ayers Rock wollen wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Wir fahren deshalb früh los und erreichen gerade rechtzeitig den Sunrise Point auf der gegenüberliegenden Seite des Felsens. Hier sieht man sehr schön die bekannte Felsmarke "The brain" die im Morgenlicht besonders leuchtet.

The Brain

Man braucht übrigens keine Bedenken zu haben, daß man den Sonnenauf- oder Untergang verpaßt. Am Campingplatz und wahrscheinlich auch in den Hotels wird man bereits bei der Anmeldung über die aktuellen Zeiten informiert.

Nach dem Sonnenaufgang frühstücken wir erst einmal gemütlich. Wir wollen mit dem Aufstieg noch warten, bis die größte Touristenschar bereits wieder vom Felsen runter ist.

Im Australischen Winter (Juni - September) ist es durchaus zu empfehlen nicht sofort nach Sonnenaufgang den Climb zu machen, da viele Reisegruppen (100000 Busse mit Japanern :-)) sich nach Sonnenaufgang sofort an den Aufstieg auf den Felsen begeben.Im Sommer kann man das nicht machen, da es dann relativ schnell heiß wird und der Aufstieg dann vernünftiger Weise geschlossen wird. Am Parkeingang informiert ein Schild darüber, ob der Aufstieg geöffnet ist.

Der Aufstieg zum Ayers Rock ist steil, sehr steil und benötigt eine gewisse Kondition. Wer diese nicht hat, sollte es besser sein lassen. Für einen halbwegs trainierten Menschen ist der Aufstieg aber problemlos zu machen. Auf jeden Fall muß man gutes Schuhwerk haben (Am besten Wanderschuhe) denn die ganze Sache ist nicht ungefährlich.

Um 8:00 Uhr begeben wir uns dann gemütlich zum Ausgangspunkt des "Climb", wo gerade der größte Teil der Bustouristen mit zu Tode geängstigtem Gesichtsausdruck wieder unten ankommt. Auf dem ersten Teilstück des Aufstieges kommen uns immer wieder Leute mit schlechten Turnschuhen oder gar Straßenschuhen entgegen. Sie rutschen mehr auf dem Hosenboden als gehend den Felsen hinunter und in Ihrem Gesicht steht das pure Entsetzten geschrieben.

Wer das erste Stück entlang der Kette geschafft hat, der hat den Aufstieg sozusagen in der Tasche. Ab der ersten Ebene wo viele Umkehren, wird es wesentlich einfacher. Zwar sind noch ein paar Spalten zu überwinden aber das ist kein Vergleich mehr zum ersten Stück. Ab hier hat es uns dann richtig Spaß gemacht und wir waren schnell auf dem Gipfel. Das ist schon atemberaubend, von dort oben in die weite Landschaft zu blicken. In der Ferne leuchten die Olgas als einzige Erhebung weit und breit und vom Ayers Rock Resort einmal abgesehen gibt es sonst rings um den majestätischen Felsen einfach NICHTS.

Wir lassen die tolle Stimmung eine Weile auf uns wirken und beginnen dann den Abstieg. Wer nicht schwindelfrei ist, wird hier ein bißchen Probleme bekommen. Aber mit guten Schuhen und einer Hand an der Sicherungskette ist eigentlich nichts zu befürchten (Außer tierischem Muskelkater, der uns trotz Training 3 Tage lang so quälte, daß wir kaum aus dem WoMo Ein- und Aussteigen konnten).

Nach einer kurzen Pause fahren wir weiter zu den Olgas. Wir haben uns für Heute noch die Wanderung durch das "Valley of the winds" vorgenommen. Diese Wanderung ist sehr zu empfehlen und ist auch recht eben. Allerdings herrscht in den wunderbaren Tälern zwischen den Felskugeln eine beträchtliche Hitze und man sollte deshalb genügend Wasser mit nehmen.

Olgas - Valley of the Winds

Nach ca. 2 Stunden sind wir wieder am Parkplatz und beschließen gleich zum Campingplatz zurück zu fahren, wo wir gemütlich kochen. Am Abend fahren wir dann nochmals zum Ayers Rock um den Sonnenuntergang zu genießen.

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Dienstag, 12. September 2000

Wir fahren heute früh los um noch eine Wanderung an unserm nächsten Ziel, dem Kings Canyon unternehmen zu können. Die Anreise vom Ayers Rock nimmt ca. 3,5 Stunden in Anspruch. Der Campingplatz hier ist noch teurer als der am Ayers Rock. Wir fahren vom Resort zum Kings Canyon Parkplatz und machen dort eine anstrengende aber schöne Rundwanderung die uns oben am Canyonrand entlang führt.

Lost City Kings Canyon

Etwa auf halbem Weg steigt man auf Holztreppen zum Garden of Eden am Canyongrund ab. Hier gibt es schöne Wasserpools in denen man sich erfrischen kann. Danach geht es wieder über Leitern hoch zum Canyonrand und auf der anderen Seite zurück. Besonders schön ist auf dieser Wanderung "The Lost City". Das sind unendlich viele Steindome, die wie Häuser aneinander gereiht sind. Nach 3 Stunden sind wir wieder am Parkplatz angelangt, wo wir dann etwas zum Essen kochen. Aufgrund der lästigen Fliegen müssen wir unsere Mahlzeit von Draußen in das unangenehm heiße Wohnmobil verlegen.

Garden Eden - Kings Canyon

Am Abend holen wir uns im Bottleshop des Kings Canyon Resorts, der gleichzeitig als Bar fungiert, 3 Dosen Bier die sage und schreibe 15 Dollar (ca. DEM 18,--) kosten.

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Mittwoch, 13. September 2000

Heute müssen wir unsere erste Mammutetappe von ca. 750 km bewältigen. Wir sind deshalb schon früh auf der Straße und machen unterwegs nur kurze Tankpausen. Die Landschaft ist zwar schön anzuschauen aber der Weg scheint dennoch fast endlos. Einzige Abwechslung unterwegs sind die Roadhouses, wo wir tanken.

Man sollte unbedingt an jedem Roadhouse den Tank voll machen, da es unter Umständen erst einige hundert Kilometer weiter die nächste Tankstelle gibt.

In Kulgera gibt es diesen lustigen Wegweiser, der beschreibt wo die hier beginnenden Tracks hin führen und wie lang sie sind.

Kulgera Roadsign

Zu gerne wären wir hier abgebogen und nach Odnadatta gefahren. Aber leider ist unser WoMo nicht Geländetauglich.

Für Wohnmobiltouren ins Outback gibt es bei allen Vermietern sog. Bushcamper, die mit Allradantrieb ausgestattet sind. Es ist jedoch nicht zu empfehlen einen Bushcamper für den gesamten Urlaub zu mieten, da der Comfort doch wesentlich eingeschränkt ist. Deshalb besser den Wagen wechseln, wenn die Outbacktour beendet ist. Sofern man bei der gleichen Firma bleibt, werden die Miettage für die Berechnung des Mietpreises zusammengerechnet. Die Bushcamper sind im Vergleich zu anderen Fahrfzeugen auch sehr teuer.

Gegen 15:00 Uhr erreichen wir dann endlich unser Tagesziel: Cooper Pedy. Bereits 30 Meilen vor der Stadt befinden sich die ersten Opalminen. Das sieht schon seltsam aus, diese Maulwurfshügel in verschiedenen Farben hier im Nirgendwo.

Cooper Pedy selber ist ein seltsames Nest. Sogar der Zeltplatz ist eigentlich nur ein eingezäunter Parkplatz. Es laufen seltsame Gestalten rum und die meisten der vielen Aborigines scheinen zumindest um diese Zeit bereits ziemlich betrunken.

Aborigines in Cooper Pedy

Wir machen einen kurzen Rundgang durch die Stadt und besuchen einige Opalläden, auch einen der unter der Erde liegt. Besonders gut gefällt uns die unterirdische Kirche, die nur durch ein großes buntes Kreuz aus Bleiglas mit Tageslicht beschienen wird.

Cooper Pedy

Shop in Cooper Pedy

Leider haben wir für Cooper Pedy zuwenig Zeit, denn am nächsten Tag wollen wir schon weiter in Richtung Flinders Ranges. Wir kaufen noch ausgiebig ein und machen nach dem Abendessen einen Spaziergang durch die Stadt.

Donnerstag, 14. September 2000

Heute steht Mammutetappe Nr. 2 an. Wir stehen wieder früh auf, tanken und biegen auf den Stuart Highway in Richtung Süden ein. Kurz nach der Stadt bemerke ich, daß die Zapfpistole wohl zu früh abgestellt hat. Unser Tank ist nur etwas mehr als 3/4 voll. Wir denken, daß dies aber spielend bis zur nächsten Tankstelle reichen müßte. Wir wissen in diesem Moment noch nicht, daß wir 380 Kilometer ohne Tankstelle vor uns haben.

Letztendlich schaffen wir es dann nur mit Müh und Not zur nächsten Zapfsäule. Unterwegs begegnet uns eine Herde Emus

Emus am Stuart Highway

und wie immer liegen massenhaft tote Kängurus am Straßenrand.

Im Süden tauchen dann an der Straße immer öfter weiß glitzernde Salzseen auf und schließlich erreichen wir am Mittag Port Augusta, wo wir in einem tollen Woolworth Supermarkt einkaufen und tanken. Nach den Tagen im Outback ist der Anblick der kleinen Stadt eine richtige Wohltat.

Wir fahren danach weiter in Richtung Flinders Ranges. Unser Ziel ist der Wilpena Pound.

Gleich nach der Abzweigung vom Highway überqueren wir den Pitchi Richi Paß, der zu dieser Jahreszeit einem Blumenmeer gleicht.

Pitchi Richi Paßszlig;szlig;

An der Straße entlang liegen hier die Schienen der historischen Pitchi Richi Railway. Leider sehen wir aber keinen der Züge unterwegs. Wir kommen durch die schönen Städtchen Quorn und Hawker und erreichen dann kurz bevor es dunkel wird die Abzweigung zum Campground im Rawnsley Park, der wunderschön am Südrand des Wilpena Pounds liegt.

Der Wilpena Pound ist ein fast kreisrunder Felsenkessel mit einem Durchmesser von 11 x 8 Kilometern. Seine schroffen Felswände fallen im innern sanft ab. Der Zugang zum Pound ist nur durch eine schmale Schlucht vom Wilpena Resort aus möglich. Es gibt viele sehr gut markierte Wanderwege, die von einer halben Stunde bis mehrere Tage benötigen. Der Wilpena Pound liegt im Süden der Flinders Ranges, ca. 160 km. nördlich von Port Augusta.

Nach dem duschen und Abendessen unternehmen wir noch einen Spaziergang bei Vollmond und hoffen dabei endlich unser erstes lebendes Känguruh zu sehen, was uns aber leider wieder versagt bleibt.

Später klopft es dann noch an der Türe unseres Wohnmobils, der Pilot von Rawnsley Park erkundigt sich persönlich bei allen Gästen des Campgrounds, ob interesse an einem Rundflug besteht.

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Freitag, 15. September 2000

Heute brauchen wir endlich mal wieder keine riesigen Entfernungen zu bewältigen und können deshalb den Tag etwas ruhiger mit einem Spaziergang zum Sonnenaufgang beginnen. dabei sehen wir dann endlich doch für ganz kurze Zeit ein Känguruh auf der Flucht. Bis ich allerdings die Kamera in Anschlag habe ist es über alle Berge.

Rawnsley Park - Flinders Ranges

Wir frühstücken gemütlich vor unserem mobilen Heim und lassen uns von den ersten Sonnenstrahlen des Tages wärmen. Anschließend fahren wir die 6 Kilometer bis nach Wilpena und laufen von dort zu einem Aussichtspunkt am Wilpena Pound. Dabei durchqueren wir einen wunderschönen Eukalyptuswald.

Nachdem wir den Lookout erklommen haben, laufen wir noch ein großes Stück in das Tal hinein und dann endlich, nur 20 Meter von uns entfernt sitzen in aller Ruhe Känguruhs im Wald und schauen uns an. Wir können uns bis auf ca. 10 Meter an sie heran pirschen, bevor Sie dann langsam unruhig werden. Wir sind begeistert ! Endlich Känguruhs in freier Wildbahn und aus nächster Nähe. Außer Känguruhs gibt es hier im Wilpena Pound unzählige Arten von Vöglen, darunter die rosa Kakadus und wunderschöne grüne Papageien.

Auf dem Rückweg sehen wir noch einen Emu-Vater mit 8 kleinen Emus, die alle in Reih und Glied hinter dem Vater her flitzen, als Sie uns sehen.

Gegen Abend fahren wir dann zurück nach Port Augusta und gehen dort auf einen schönen Big 4 Caravan Park zum Übernachten.

Big 4 ist eine große australische Campground-Kette, die in vielen Städten zu finden ist. Diese Campgrounds sind nach unserer Erfahrung generell sehr sauber und gepflegt. Zudem bekommt man mit einem Maui-Wohnmobil grundsätzlich 10 % Rabatt.

Samstag, 16. September 2000

Wir fahren heute auf dem Highway nach Süden. Unser erstes Tagesziel ist Adelaide. Wir fahren mit unserem WoMo in den Vorort Glenelg und bummeln dort etwas am Strand und in den schönen Geschäften. Alle paar Minuten kommt eine der alten Straßenbahnen aus dem Stadtzentrum an. Wir gönnen uns in einem der sehr schön gemachten Straßencafes eine Pizza, die erstaunlicherweise wie daheim beim Italiener schmeckt. Am Strand liegen tausende schöner Muschelschalen, von denen wir einige aufsammeln.

Nachmittags fahren wir dann weiter in Richtung Fleurie Peninsula. der Verkehr ist gewaltig, anscheinend drängt es die ganze Stadt in Richtung Küste. Als wir dann vor Victor Harbour nach Norden abzweigen und zur Nordküste der Halbinsel fahren läßt der Verkehr aber schlagartig nach. Die Straße ist hier sehr schmal und wir kommen nur langsam voran.

Die Landschaft wird immer güner und gleicht der von Irland mit saftig grünen, hügeligen Weiden.

Fleurie Peninsula

Als wir schließlich Cape Jervis und damit den Fährhafen erreichen, müssen wir feststellen, daß es hier keinen Campingplatz gibt. Die Dame am Fährschalter meint wir könnten ruhig für eine Nacht auf dem Parkplatz bleiben. Wir entscheiden uns aber doch nach Second Beach zurück zu fahren, wo ein Caravan Park ausgeschildert war. Nach 20 Minuten kommen wir dort an und laufen zum Sonnenuntergang an den Strand runter.

Sonnenuntergang Second Beach

Sonnenuntergang am Second Beach

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Sonntag, 17. September 2000

Wir fahren schon um 7.00 Uhr nach einem kurzen Frühstück ab in Richtung Cape Jervis. Die Fähre geht zwar erst um 9.00 Uhr, doch müssen wir unsere per Telefon (in Australien Tel.: 13 13 01) gebuchten Tickets für die "Wildlife Daytour" bis spätestens 8:15 Uhr abholen.

Sealink Fährel;hrel;hre

Für einen Tagesausflug nach Kangaroo Island bietet sich ein organisierter Tagesausflug mit Sealink an, da viele Straßen auf Kangaroo island nicht asphaltiert sind und auch die Beschilderung recht dürftig ist. Zudem kostet die Überfahrt für einen Pkw und 2 Erwachsene fast genau so viel wie der organisierte Ausflug für zwei Personen (140 AUD ab Cape Jervis). Wer mehr als einen Tag bleiben kann sollte den eigenen Pkw mitnehmen, da man dann gute Chancen hat an Sehenswürdigkeiten wie den Remarkable Rocks ganz alleine zu sein.

Für Wohnmobilfahrer ist die Mitnahme des Fahrzeugs eigentlich indiskutabel, da die Fährpreise enorm hoch sind. In diesem Fall kann aber in Kingscote direkt ein Mietwagen gebucht werden. Sealink organisiert dies auch mit wenn man will. Sealink gibt nach eigener Erfahrung auch per Email umfassende Tips und Vorschläge für Touren nach Kangaroo Island. Auf der Website findet Ihr die aktuellen Preise für Überfahrten und Ausflüge

Pünktlich um 9:00 Uhr fahren wir dann mit der erst 2 Jahre alten Fähre Sealion 2000 ab. Außer einer Menge Pkw's befinden sich auf dem Autodeck auch zwei große Trucks mit Gütern für die Insel. Die Fähre verfügt über eine kleine Bar, wo wir uns Kaffee holen. Die Überfahrt dauert 45 Minuten und wir verbringen die meiste Zeit davon auf dem Außendeck (Unbedingt warme Jacke mitnehmen).

In Penneshaw werden wir dann gleich von unserem Coachcaptain Alex in Empfang genommen und 10 Minuten später sind wir bereits unterwegs in Richtung American River.

Unser erstes Ziel ist die Seal Bay, wo die Australischen Seehunde aus nächster Nähe zu sehen sind. Sie ruhen sich hier an diesem Strand von Ihren bis zu 3 Tage dauernden Fischzügen, die sie bis zu 100 Kilometer ins Meer hinaus führen, aus. Ein Ranger begleitet uns zum Strand hinunter und gibt Informationen zu den Tieren.

In der Tour sind alle Eintritte sowie das Mittagessen enthalten !

Australischer Seehund Australischer Seelöweml;weml;we

Obwohl eigentlich ein Sicherheitsabstand von mindestens 8 Metern eingehalten werden soll, müssen wir an einem der Seehunde direkt vorbei, da es sich der gerade auf der Treppe gemütlich gemacht hat. Der Ranger grinst nur und meint "So much to the eight meters :-)". Es ist wirklich toll diese Tiere in ihrer natürlichen Umgebung aus nächster Nähe betrachten zu können.

Nach ca. 40 Minuten geht es weiter. Unser nächstes Ziel ist der Koala Walk. Auf diese Tiere freuen wir uns schon während der ganzen Reise und wir werden auch nicht enttäuscht. In den Bäumen sehen wir an die 20 Tiere, darunter auch ein Junges, das sich an der Mutter festgekrallt hat. Obwohl die Koalas eigentlich bei Tag nur vor sich her dösen sind einige der Tiere gerade putzmunter und klettern in den Eukalyptus Bäumen.

Koala

In einem provisorischen Farm-Restaurant essen wir zu Mittag. Es gibt Salat, Suppe und anschließend Barbecue.

Landschaft auf Kangaroo Island Wagen auf Kangaroo Island

Der Flinders Chase NP ist unser nächstes Etappenziel. Wir fahren zu den Remarkable Rocks, meiner Meinung nach neben der Seal Bay ein absoluter Höhepunkt der Insel. Diese seltsam geformten Granitfelsen liegen auf einer Felskuppe ca. 50 Meter über dem Meer.

Remarkable Rocks Straße zu den Remarkable Rocks Rocks Rocks Remarable Rocks

Wir besuchen danach das "Cape du Coudenic" wo wir uns die Neuseeländischen Pelzrobben, die in der Nähe des Admirals Arch ihr Revier haben anschauen. Der Wind bläst hier heftig und Kalt, so daß wir froh um unsere Jacken sind. Die Wellenbrecher erreichen hier sicher an die 10 Meter.

Am Parkeingang legen wir noch einen kurzen Zwischenstopp ein um uns einige Kangaroo Island Kangaroos anzusehen, die sich meistens in der Nähe des Kiosks aufhalten. Bei einem kurzen Spaziergang entdecken wir auf einem hohen Eukalyptusbaum auch noch einen einsamen Koala.

Kangaroo Island Kangaroo

Danach ist es Zeit den Rückweg anzutreten. Gegen 18:00 Uhr sind wir wieder in Penneshaw, wo wir noch 45 Minuten Zeit für Einkäufe haben bevor uns der Bus zur Fähre bringt.

Auf der Fähre erleben wir dann noch eine kleine Überraschung, als meine Frau zufällig einen Bekannten trifft, der seit einigen Monaten in Adelaide arbeitet. Ich unterhalte mich noch lange mit einem pensionierten Rechtsanwalt und dessen Frau, die aus Melbourne sind und praktisch nur noch mit Ihrem Wohnwagen durch Australien reisen.

Gegen 20:00 Uhr sind wir zurück in Cape Jervis und fahren dann mit dem WoMo auf den Campground am Second Beach.

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Montag, 18. September 2000

Um Zeit zu sparen nehmen wir in die Grampians nicht die Route an der Küste Entlang, sondern fahren direkt in Richtung Melbourne. Wir überqueren den murray River bei Murray Bridge und folgen dann dem Highway durchs Landesinnere bis Hamilton.

Am Nachmittag passieren wir die Parkgrenze und machen einen ersten Halt am Parkplatz Zumstein, wo meist Känguruhs zu sehen sind. Auf kurvenreicher Straße fahren wir dann weiter nach Halls Gap wo wir am Lake Bellfield einen wunderschönen Campground finden.

Während wir kochen, hüpft draußen eine ganze Herde Känguruhs direkt am Wohnmobil vorbei mitten über den Campground. Leider ist es hier im Gebirge recht kalt und die Sonne blinzelt auch nur Selten durch die Wolken.

gegen Abend fahren wir noch nach Halls Gap und sehen uns in den paar Geschäften um.

Dienstag, 19. September 2000

Wir wandern heute früh los zu den Pinnacles. Der Parkplatz ist allerdings schon komplett belegt, so daß wir unser WoMo an der Straße abstellen müssen.

Der Weg Hinauf zu den Pinnacles führt uns zuerst durch den Grand Canyon. Nach ca. 45 Minuten erreichen wir die Silent Road, eine ca. 3 Meter tiefe Felskerbe in der absolute Stille herrscht. Obwohl der Wind heftig bläst hört man hier nur seine eigenen Schritte, kein geräusch von außen dringt in diese felsspalte ein.

Silent Road, Grampians NP

Das Wetter wird leider immer schlechter und es ist bitterkalt. Oben angekommen können wir die tolle Aussicht kaum genießen, da wir fast weggefegt werden. Wir treten deshalb gleich den Rückweg zum Parkplatz an.

Lake Bellfield Grampians NP

Wir fahren noch kurz zu den wirklich schönen Mc Kenzie Falls und beschließen dann aufgrund des schlechten Wetters noch heute bis zur Küste bei Portland zu fahren.

Mc Kenzie Falls, Grampians NP

Unterwegs beginnt es zu regnen. Wir finden hinter Portland direkt an der küste einen schönen, aber zu dieser Jahreszeit fast verlassenen Campground. Außer uns sind nur noch vier weitere Wohnwagen auf dem großen Platz.

Wir machen noch einen Spaziergang am Sandstrand entlang und fahren abends dann nach Portland. Dort müssen wir allerdings feststellen, daß zu dieser Zeit die Gehwege bereits hochgeklappt sind. Die Stadt ist wie ausgestorben und wir finden nicht mal ein schönes Pub. Also kaufen wir noch etwas ein und fahren dann zurück zum Campground.

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Mittwoch, 20. September 2000

Das Wetter ist heute wieder besser, aber ist ist immer noch recht frisch. Wir frühstücken auf einem Parkplatz am Killarney Beach, einem wunderschönen, kilometerlangen Sandstrand. In Port Fairy halten wir kurz und fahren dann weiter nach Warrnambool, wo die Great Ocean Road offiziell beginnt und vom Princess Highway abzweigt.

Pub in Port Fairy

Warnambool ist ein recht schönes Städtchen. Wir bummeln etwas durch die Geschäfte und kaufen auch ein T-Shirt. Am Ortsausgang in Richtung Osten zweigen wir zu einer Walbeobachtungs-Plattform an der Lady Bay ab. Leider sind heute aber keine Wale in Sicht.

Nachdem wir jetzt auf der Great Ocean Road unterwegs sind kommen wir auch schon zu den ersten Sehenswürdigkeiten.

Auf dem ersten Abschnitt bis Port Cambell besichtigen wir die Bay of Islands, Die Bay of Martyrs, The Grotto, die berühmte London Bridge und The Arch .

Bay of Islands

Es ist wunderschön hier. Riesige Wellen donnern gegen die Klippen und liefern eine Klangkulisse, die unbeschreiblich ist.

In Port Campbell mieten wir uns auf dem Campground ein. Es ist der schlechteste, den wir bis jetzt hatten. Die Stellplätze sind naß und sumpfig und von Sauberkeit kann im Vergleich zu den bisherigen Plätzen auch keine Rede sein.

Am Mittag fahren zur Loch Ard Gorge von dessen Parkplatz aus gleich mehrere Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkundet werden können.

Besonders faszinierend finde ich dabei das Blow Hole.

Blowhole

Dieses liegt ca. 200 Meter von der Küste entfernt und durch einen Tunnel schießt mit lautem Getöse Meerwasser in das Becken. Vom Blow Hole laufen wir einen etwas längeren Weg hinunter zum Strand, wo ein fluß ins Meer mündet.

Flußmündung an der Loch Ard Gorge

Danach laufen wir oben an den Klippen entlang und gelangen so zu dem kleinen Friedhof, auf dem einige der

Die Loch Ard Gorge erinnert an das 1878 gesunkene Segelschif Loch Ard, das nach langer Überfahrt aus England an der vorgelagerten Insel Mutton-Bird-Island zerschellte. Nur 2 Menschen überlebten das Unglück, das Besatzungsmitglied Tom Pearce und die Irin Eva Carmichael.

Verunglückten der Loch Ard begraben sind. 100 Meter weiter steigen wir eine Hölzerne Treppe zu dem kleinen Sandstrand hinab an dem die beiden einzigen Überlebenden des Unglücks gestrandet sind.

Loch Ard Gorge

Nachdem wir den Rundweg beendet haben, fahren wir zurück zum Campground um zu kochen. Anschließend fahren wir zum Sonnenuntergang zu den 12 Aposteln.

Donnerstag, 21. September 2000

Zum Sonnenaufgang fahren wir nochmals kurz zu den 12 Aposteln bevor wir weiter nach Princetown fahren. Hier verläßt die Great Ocean Road die Küste und man fährt durch saftig grünes Hinterland, das stark an Irland erinnert.

12 Apostel Cape Otway

Die Straße zieht sich nun durch hügeliges Gelände stetig bergauf.

Wir biegen in eine Seitenstraße ab, die zum Moonlight Head führen soll, dem höchsten Punkt an der Great Ocean Road. Die Straße ist jedoch so schlecht, daß wir mit unserm Wohnmobil lieber umkehren, bevor wir irgendwo hängen bleiben.

Wir erreichen den Cape Otway NP und biegen zum Cape Otway Lighthouse ab. Leider ist der Eintritt dort enorm (10 AUD oder so), so daß wir nur ein kleines Stück wandern und uns den weißen Leuchtturm aus der Ferne ansehen.

Auf dem Rückweg sehe ich durch Zufall in einem Eukalyptusbaum direkt an der Straße einen Koala sitzen. Wir halten kurz an, können aber außer diesem einen keine weiteren Tiere erblicken.

Nachdem wir wieder einge Kilometer auf der Great Ocean Road zurückgelegt haben, parken wir und machen einen ca. 30 Minütigen "Rain Forrest Walk", der uns dichte Vegetation und unter hohen Farnen hindurch führt.

Regenwald

Jetzt führt die Straße wieder kontinuierlich nach unten zur Küste. In Apolo Bay legen wir eine längere Pause ein, bummeln durch die schönen Geschäfte und essen eine herrliche Seafood Platter. Danach laufen wir noch ein bißchen am Strand entlang. Wir sind uns einig, hier könnten wir es noch eine Weile aushalten. Aber leider müssen wir weiter, denn morgen geht schon wieder unser Flieger von Melbourne zurück und wir sind noch ein gutes Stück von dort entfernt.

Apollo Bay

Wir fahren an unzähligen schönnen Stränden entlang noch weiter bis Anglesea, wo wir einen sehr schönen und sauberen Campground direkt am Meer finden.

Nach einer Kaffeepause laufen wir durch die Stadt zum Golfplatz, wo laut Reiseführer immer ein paar Känguruhs anzutreffen sind. Und tatsächlich befindet sich dort eine ganze Herde mit mindestens 40 Tieren. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind noch ein paar auf einer nicht eingezäunten Wiese. An diese können wir bis auf zwei Meter heran und mitten durch die Gruppe hindurch laufen. Zwei der Känguruhs haben Joeys in Ihren Beuteln, doch leider schauen nur die Beine aus dem beutel raus und nicht der Kopf.

Abends laufen wir noch ein bißchen am Strand spazieren und packen schon mal ein bißchen zusammen.

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Freitag, 22. September 2000

Auf dem Weg nach Torqay sind am steil abfallenden Strand riesige Villen zu sehen, von denen einige wie Raumschiffe auf hohen Pfeilern aussehen. Wir vermuten, daß sich die reichen Bewohner dadurch einen unverbaubaren Blick aufs Meer sichern wollen.

Hier endet die Great Ocean Road an einem großen Holztor und wir erreichen nach wenigen Kilometern den Highway Nummer 1, den wir in Warrnambool verlassen hatten. Über diesen gelangen wir nun auf direktem Weg nach Geelong und dann weiter nach Melbourne.

In Melbourne besuchen wir nochmals den Queen Victoria Market bevor wir unser Wohnmobil bei Maui abgeben und mit dem Taxi zum Flughafen fahren. Die Rückgabe ist unproblematisch und nach 20 Minuten erledigt.

Am Flughafen stehen wir über eine Stunde am Check in an, da direkt vor uns eine Reisegruppe aus Italien ist, die mit der gleichen Maschine nach Singapur fliegt.

Im Duty Free finde ich dann endlich die Digeridoo CD, die ich für meine Diashow noch kaufen möchte (Aphrodidjac) und um 16:30 Uhr verlassen wir dann Australien in einer Boeing 747 der Singapore Airlines in Richtung Singapur.

Nach sieben Stunden haben wir den ersten Teil geschafft und nach weiteren 12 Stunden landen wir nach drei erlebnisreichen Wochen wieder in Zürich.

Samstag, 23. September 2000

Ankunft in Zürich

Wir haben einen wunderschönen, erlebnisreichen Trip hinter uns. Sicher werden viele Sagen " Wie kann man nur für 3 Wochen nach Australien fliegen ?". Dazu können wir nur sagen, "Lieber 3 Wochen als überhaupt nicht". Es lohnt sich auch für zwei oder drei Wochen. Nur sollte man sich nicht zu viel vornehmen. Unsere Route halte ich für das absolute Maximum, wenn man noch etwas von der Landschaft erleben will. In den zwei Wochen mit dem Wohnmobil haben wir immerhin 4500 Kilometer zurückgelegt, genau so viel wie bei unserem 1994er USA Trip in 4 Wochen.