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Nach längerem hin und her, ob Skiferien oder in den Süden haben wir uns nun für
letzteres entschieden. Malta soll es sein. Zum einen haben wir schon viel gutes über die
Insel gehört, zum anderen gibt es massenweise günstige Angebote. Nur Ltur, wo wir
eigentlich buchen wollten hat genau für unseren Zeitraum nichts vernünftiges im Angebot.
Also schauen wir den Schweizer Teletext (SF1 Seite 400 ff) durch, denn wir wollen natürlich
wenn möglich von Zürich oder Basel fliegen.
Schnell werden wir fündig. Der Veranstalter Kompass-Travel aus Luzern hat für Malta
ein vielfältiges Angebot. Ein Besuch auf deren Homepage, zwei Telefonate und alles ist
erledigt. Per Fax erhalten wir die Rechnung und die Bestätigung, die Reiseunterlagen werden
am Flughafen in Zürich hinterlegt und eine Woche später geht es dann auch schon los
.
Mittwoch, 21. März 2001
Kurz nach 15.00 Uhr sind wir auf dem Flughafen Kloten. Am Schalter von Kompass erhalten wir
sofort unsere Tickets und Reiseunterlagen. Der Checkin ist auch schnell erledigt und so sind
wir schon kurz nach 15:30 Uhr in der Abflughalle, wo wir im Dutyfree noch etwas einkaufen.
Pünktlich um 17:30 starten wir schließlich mit einer Boeing 737 der Air Malta'
vom Flughafen Kloten in Richtung Süden. Es wird dann auch gleich dunkel und bereits 90
Minuten später setzten wir schon zur Landung an. Von unserem Fensterplatz aus können
wir sehr schön die Lichter der Hauptstadt Valletta sehen. Man sieht auch sehr schön,
wie dicht diese kleine Insel besiedelt ist, denn zwischen den Lichteransammlungen der verschiedenen
Städte gibt es nur sehr kurze Abstände.
Wir landen aus Richtung Osten und fliegen dabei über den Freihafen von Birzebuggia, bevor
wir auf dem internationalen Flughafen von Malta aufsetzten. Wir verlassen das Flugzeug über
eine Treppe und spüren schon gleich die milde Abendluft, aber auch den kräftigen
Wind, der uns die kommende Woche begleiten wird.
Die Zoll- und Passkontrolle ist völlig unproblematisch und im nu haben wir wieder einmal
einen Stempel mehr in unseren Pässen. In der Empfangshalle wartet bereits eine Dame von
der lokalen Agentur und weist uns unserem Transferbus zu.
Wir fahren zu viert in einem Ford Transit. Der Fahrer holt aus der Mühle raus was geht,
wir fliegen mehr als das wir fahren. Das erste Stück der Strecke ist autobahnähnlich
ausgebaut, aber je weiter wir in Richtung Norden kommen desto schlechter und löchriger
wird die Strasse und nur krampfhaftes Festhalten am Vordersitz verhindert bei dem Fahrstiel
größere Verletzungen.
Nach 40 Minuten fahren wir am Paradise Bay Hotel" vor und betreten die Ankunftshalle.
Wir checken ein und bekommen den Schlüssel für unser Zimmer im South Wing".
Nachdem die Hotelhalle noch sehr schön und sauber war sind wir etwas geschockt als wir
den langen Korridor betreten. Der rote Teppichboden besteht praktisch nur aus Wellen und alles
ist düster. Die Wände sind kahl und auch die Farbe an diesen hat schon bessere Zeiten
gesehen.

Unser Zimmer ist dann halbwegs akzeptabel, aber mit der Sauberkeit haben die es hier wohl nicht
so. Immerhin haben wir einen Balkon mit Meerblick.
Nachdem wir geduscht haben, erkunden wir noch ein bisschen das Hotel und die nähere Umgebung,
bevor wir müde ins Bett fallen.
Donnerstag, 22. März 2001
Da wir das Auto erst ab morgen gebucht haben, können wir den heutigen Tag geruhsam angehen.
Wir frühstücken am Buffet (nicht berauschend) und entscheiden uns dann für eine
kurze Wanderung entlang der Paradise Bay nach Mellieha. Wir starten gegen 10:00 Uhr und es
ist schon recht warm. Vom Hotel laufen wir erst ein kurzes Stück in Richtung Süden
und dann nach Westen zur Paradise Bay. Weiter geht es an der Küste entlang bis vor die
Klippen. Ein richtiger Weg ist nur selten zu erkennen und so sind wir froh über die detaillierte
Routenbeschreibung unseres Reiseführers. Dennoch biegen wir dann etwas zu früh in
Richtung Meer ab und kommen so nicht auf die Klippen, sondern immer weiter in Richtung Meer.
Da wir bereits ein rechtes Stück gegangen sind, als wir den Fehler bemerken kehren wir
nicht um, sondern kraxeln den Hang nach oben, bis wir wieder auf einem breiten Weg landen.

Unterwegs sehen wir bereits überall die kleinen Steinhäuschen, die den einheimischen
Männern als Jägerstand dienen. Es gibt auf Malta und Gozo Tausende dieser Hütten
in den unterschiedlichsten Ausstattungen. Die Männer ballern hier auf alles was Flügel
hat. Wie wir aus unserem Reiseführer erfahren, fallen jährlich zigtausende von Vögeln
diesem sinnlosen Sport zum Opfer. So etwas hirnrissiges haben wir selten gesehen. Als Köder
dienen den Jägern viele winzige Käfige in denen andere kleine Vögel hilflos
zappeln. Um die Hütten herum ist der Boden mit leeren Schrothülsen geradezu übersät.
Aber es nützt nichts, sich aufzuregen, die Einheimischen hätten für unsere Ansichten
wahrscheinlich gar kein Verständnis.

Ziemlich erschöpft erreichen wir schließlich Mellieha Beach, einen der wenigen Sandstrände
auf Malta und gehen dann weiter in Richtung Ortszentrum. Dieses liegt dann an einer steilen
Strasse, die wir müde erklimmen. Hier gönnen wir uns dann einen Snack und etwas zu
trinken.
Für den Rückweg nehmen wir den Bus, der gerade mal 20 Cents also ungefähr 1
DM pro Person kostet.
Auf unserem Balkon lassen wir den Tag ausklingen.
Freitag, 23. März 2001
Heute morgen steht nach dem Frühstück als erstes die Übernahme unseres Mietwagens
für die nächsten 3 Tage an. Wie zu erwarten, erscheint der Agent der Fa. Windsor
Car Hire mit fast einer Stunde Verspätung im Hotel. Die Formalitäten sind dann wenigstens
schnell erledigt aber bis wir endlich wegkommen ist es dann schon fast 10:30 Uhr.
Unser erstes Ziel soll Hagar Qim im Süden der Insel sein. Von dort wollen wir eine im
Reiseführer beschriebene Wanderung zu den Dingli Cliffs unternehmen.
Wir machen auf dem Weg einen kurzen Halt an der Golden Bay, die einen recht schönen aber
auch recht gut besuchten Sandstrand aufweist. Auf der Fahrt passieren wir dann Mosta sowie
die alte Hauptstadt Rabatt. Von hier an haben wir etwas Schwierigkeiten Hagar Qim zu finden
und so landen wir erst einmal oben auf den Dingli Cliffs bei der Ortschaft Dingli. Auf dem
Weg hierher fahren wir über Strassen, die wirklich nur noch aus Schlaglöchern mit
einer Mindesttiefe von 10 Zentimetern bestehen.
Auf der weiteren Suche nach Hagar Qim gelangen wir dann auf einen Weg, auf dem kaum unser kleiner
Peugeot 106 Platz hat. Es ist aber keine Einbahnstraße und so müssen wir jederzeit
mit Gegenverkehr rechnen, was dann für eines der beiden Autos einen Kilometer Rückwärtsgang
heißen würde. Wir haben allerdings Glück und haben keinen Gegenverkehr und
nachdem wir wieder auf einer breiteren Strasse sind, finden wir endlich ein Hinweisschild nach
Hagar Qim, wo wir nach weiteren 10 Minuten ankommen.
Auf dem Parkplatz werden wir von einem alten Mann begrüßt der sich als Parkplatzwächter
vorstellt und uns den Weg zu den Sehenswürdigkeiten beschreibt. Für das Bewachen
kann man ihm etwas geben
natürlich nur wenn man will betont er. Wir geben etwas
..
Der Weg führt am Zaun von Hagar Qim (Eintritt) entlang zuerst betoniert in Richtung des
Mnajdra Tempels (kein Eintritt) und führt dann als steiler Pfad zur Küste hinunter,
wo wir uns rechts in Richtung der Ortschaft Gar Lapsi halten müssen.

Der Pfad ist schmal aber gut zu gehen und die Landschaft ist wunderschön. Es geht direkt
oberhalb der Klippen entlang und nach weiteren 20 Minuten sind wir in der winzigen Ortschaft
Gar Lapsi angekommen. Von hier aus müssen wir leider ein Stück auf der Strasse gehen.
Vorbei an einer der beiden Meerwasserentsalzungsanlagen kommen wir dann zu einem Steinbruch
wo ein Weg nach links in Richtung Dingli führt. Diesem Weg folgen wir immer in Richtung
Nordwesten. Zwischen den in Terrassen angelegten Felder gibt es immer wieder ein paar armselige
Häuser und einige Autowracks, die langsam aber sicher von Pflanzen überwuchert werden.

Es ist inzwischen sehr heiß geworden und die Sonne brennt uns fast in den Boden. An Stellen,
wo der Wind nicht weht, ist es kaum zum aushalten.
Zwischendurch verliert sich der Pfad in den Feldern und nur dank der sehr detaillierten Beschreibung
unseres Reiseführers kommen wir nicht vom richtigen Weg ab.
Nach eineinhalb Stunden sind wir an den Dingli Cliffs angekommen. Die Aussticht auf die Klippen
ist wirklich spektakulär und nach einer kurzen Pause und einigen Fotos kehren wir um in
Richtung Auto.

Bis zur Strasse folgen wir dem gleichen Weg den wir gekommen sind. Dann gehen wir allerdings
nicht mehr an der Küste entlang sondern folgen der Strasse bis zum Hagar Qim. Völlig
ausgedörrt kommen wir schließlich beim Auto an und gönnen uns dann im Restaurant
eine Portion Spaghetti, die wirklich gut sind, und zwei große Biere.
Nachdem wir uns etwas erholt haben, fahren wir noch zur berühmten, blauen Grotte, die
ganz in der Nähe ist. Für eine Bootsfahrt ist es jedoch zu spät und wir sind
auch zu erledigt und fahren deshalb zum Hotel zurück, wofür wir immerhin auch noch
fast eine Stunde benötigen.
Nach dem Duschen geht es uns schon wieder viel besser und wir relaxen noch etwas auf unserem
Balkon.
Nach dem Abendessen machen wir noch einen kleinen Spaziergang und lassen den Tag dann auf dem
Balkon ausklingen.
Samstag, 24. März 2001
Heute wollen wir früh los, denn gestern haben wir schon gesehen, dass ab ca. 9.00 Uhr
reger Andrang vor der Fähre nach Gozo herrscht, wo wir heute hin wollen.
Nach dem Frühstück starten wir dann auch gegen 8:45. Nach 400 Metern sind wir schon
in der Verladespur und 5 Minuten später können wir bereits auf die Fähre fahren.
Bezahlen braucht man auf der Fahrt nach Gozo nicht. Es wird nur in die andere Richtung kassiert.

Die Fahrt führt an Comino vorbei nach Mgarr, dem kleinen Fährhafen von Gozo, wo wir
eine knappe halbe Stunde später wieder vom Schiff fahren. Wir folgen den Schildern nach
Victoria, wo morgens im Zentrum ein Markt stattfinden soll.
Nach 10 Minuten Fahrt sind wir angekommen und parken in einer Seitenstrasse.
Victoria ist ein schönes Städtchen und überhaupt gefällt uns Gozo bis jetzt
sehr gut. Der Markt ist in der kleinen Stadt auch nicht zu verfehlen. Es gibt einen Flohmarkt-Bereich
in einer Seitengasse und einen Wochenmarkt am zentralen Platz von Victoria. Wir schlendern
etwas durch die Marktstände und schauen uns in den engen Gassen des Zentrums um. Es gibt
nicht viele Geschäfte aber alles ist hier weniger touristisch als in Malta.

Nach einer Stunde verlassen wir Victoria in Richtung Süden. Wir wollen nach Xlendi, wo
wir eine Wanderung machen möchten. Der Weg auf der kleinen Insel ist natürlich nicht
weit und schon nach 5 Minuten parken wir auf dem schönen, schattigen Parkplatz von Xlendi.
Wir packen unseren Proviant in den Rucksack, essen noch eine Banane und laufen dann zum Ufer,
wo der Weg beginnen soll.
Xlendi ist ein kleines Fischerdorf, dass sich aber fast vollständig auf den Tourismus
umgestellt hat. Es gibt einige schöne Restaurants an der Uferpromenade und gerade um die
Mittagszeit machen die meisten Tourbusse hier halt. Es empfiehlt sich also den Ort eher morgens
oder gegen Abend zu besuchen, denn dann ist nicht viel los.

Den Einstieg auf unseren heutigen Wanderweg finden wir noch recht schnell, er führt direkt
an einer steilen Felswand entlang aus der Bucht von Xlendi heraus in Richtung Nordwesten. Zuerst
geht es steil bergauf, bevor wir einen Feldweg oben auf den Klippen erreichen, der später
in eine kleine Strasse mündet. Wir folgen der Strasse zwischen Steinbrüchen hindurch
für ca. eine Stunde.

Dann soll hinter dem einzigen Haus weit und breit ein Weg nach links zu einer
Gabelung führen, doch diese Gabelung finden wir nicht, die Strasse führt direkt in
einen Steinbruch, der wahrscheinlich erst kürzlich neu angelegt wurde. Dort stürmen
gleich 3 große kläffende Hunde auf uns zu, so dass wir schnell zurückgehen.
Wir sind etwas ratlos und versuchen noch zwei weitere Pfade, die sich aber beide verlieren.
Immerhin erschrecken wir auf dem einen Weg noch eine kleine Schlange(oder sie uns). Also gehen
wir auf der Strasse weiter und kommen so zwar auch in die Ortschaft San Lawrenz, allerdings
in einem riesigen Bogen.
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Wer gerne auf Malta wandern will, braucht einen sehr guten Reiseführer
mit detailierter Wegbeschreibung, denn die Wanderwege sind praktisch nicht ausgeschildert
und oft sind auch die Wege kaum zu erkennen.

Der Reiseführer von Michael Bussmann, erschienen im Michael
Müller Verlag beschreibt 14 schöne Wanderungen im Detail.> |
Inzwischen sind wir sehr erschöpft, denn die Sonne brennt erbarmungslos auf uns nieder.
Da in der Ortschaft keine Geschäfte sind, wo wir etwas kühles trinken können
machen wir nur kurz Rast und gehen dann weiter zur Dwejra Bay, wo das Azur Window und der Fungus
Rock stehen. Hier gibt es einen Imbiss, mit kalten Getränken und kleinen Gerichten. Wir
bestellen uns Tomatensalat mit Mozarella und eine Portion Chips sowie zwei Bier und erholen
uns im Schatten von der anstrengenden Wanderung.
Anschließend schauen wir uns das Azure Window und den Fungus Rock etwas genauer an und
ich mache natürlich einige Bilder.

Danach treten wir den Rückweg an, bei dem es jetzt einen Feldweg entlang geht, bis wir
auf halbem Weg wieder auf die Strasse treffen, die wir bereits auf dem Hinweg gegangen sind.
Nun geht es den gleichen Weg zurück.
Erschöpft aber zufrieden sind wir gegen 15:30 Uhr wieder in Xlendi und genehmigen uns
in einer Bar am Ufer etwas zu trinken.
Mit dem Auto fahren wir anschließend in den Norden der Insel Gozo zur Ramla-Bay. Die
Landschaft ist wunderschön und nicht so karg wie auf Malta. Hier ist die Besiedelung auch
nicht so dicht und der Verkehr dementsprechend geringer.
Die Ramla Bay ist ein schöner Sandstrand, es ist nicht mehr viel los, da es bereits spät
ist. Auch wir halten uns nicht lange auf, sondern fahren nach Mgarr zum Fährterminal zurück.
Wir kaufen unser Ticket für 11 Pfund (Pkw + 2 Pers.) und müssen dann noch ca. 10
Minuten in der Wartespur stehen, bis wir auf die Fähre können.
Die Fahrt zurück ist schön und die Insel Comino zeigt sich in goldenem Abendlicht.

Da wir nur ein paar Meter bis zum Hotel haben, sind wir nach dem Anlegen schnell auf dem Parkplatz
unseres Hotels. Wir genießen die kühle Dusche, die den Staub wegspült und unsere
von der Sonne verbrannte Haut abkühlt.
Nach dem Abendessen ruhen wir uns auf dem Balkon aus und lassen den Tag bei einer Flasche maltesischen
Weines ausklingen.
Sonntag, 25. März 2001
Unser heutiges Ziel ist die Ortschaft Marsaxokk im Südosten der Insel, wo
immer Sonntags ein großer Fischmarkt stattfinden soll. Wir nehmen heute die Hauptstrasse
in Richtung Valetta und kommen gut voran. In der Nähe von Valetta ist dann auch Marsaxlokk
angeschrieben, allerdings in abgekürzter Form als Maxlk" oder so ähnlich.
Nach einer Stunde Fahrt sind wir gegen 10:00 Uhr schließlich dort und suchen uns außerhalb
der Ortschaft einen Parkplatz.

Der Markt ist riesig und erstreckt sich entlang der gesamten Uferpromenade. Es ist auch schon
gewaltig viel los.
Marsaxokk ist toll. Im Hafen liegen hunderte der bunten kleinen Fischerboote und bilden einen
herrlichen Kontrast zu den beigefarbenen Häusern des Hafenviertels. Auch der Markt ist
trotz vieler Touristen sehr sehenswert. Besonders interessant sind natürlich die vielen
Fischstände wo die Fischer ihren Fang vom Morgen verkaufen. Es gibt ganz kleine Fische
die noch zappeln, Meeresfrüchte, Muränen, riesige Schwertfische und was sonst alles
noch rund um Malta im Meer schwimmt und krabbelt.

Natürlich gibt es auch viele Souvenirs und Ramsch zu kaufen aber es sind doch auch viele
Malteser hier, die sich mit Lebensmitteln und anderen Dingen für die nächste Woche
eindecken.
Wir verbringen mehr als eine Stunde in dem geschäftigen Treiben. Zwischendurch sehen wir
immer wieder auch den Fischern zu, die direkt hinter den Marktständen, auf Ihren Booten
die Netze säubern und alles für den nächsten Tag vorbereiten.

Als wir genug gesehen haben, gehen wir zum Auto zurück und packen die Wasserflaschen in
den Rucksack. Unsere nächste Wanderung beginnt nämlich direkt hier in Marsaxlokk
und führt uns in den nächsten zwei Stunden rund um die Halbinsel ganz im Südosten
der Insel. Dabei kommen wir an schönen weißen Klippen und tollen Badebuchten wie
dem bekannten Peters Pool vorbei.

Auch heute ist es wieder enorm heiß und die Sonne brennt uns fast in den
Boden.
In Marsaxokk gönnen wir uns dann eine Portion Reis mit Krabben und ein Glas eiskalten
Weißwein, bevor wir uns mit dem Auto auf dem Weg machen.
Auf der Rückfahrt zum Hotel landen wir dann in einem gewaltigen Wochenendstau der sich
auf fast 15 Kilometer hinzieht. Heute sind wir ansonsten früh dran und springen deshalb
noch kurz in den Hotelpool, der allerdings dermaßen Kalt ist, dass wir ihn nach wenigen
Minuten wieder verlassen. Den restlichen Nachmittag bis zum Abendessen verbringen wir auf dem
Balkon.
Da heute unser letzer Tag mit Auto ist, wollen wir dies nutzen und am Abend noch einen Abstecher
nach Buggiba machen. Dort kommen wir gegen 20 Uhr an. Es ist recht viel los und es ist auch
wesentlich windstiller als bei unserem Hotel. Es gibt viele Biergärten und auch wir setzten
uns draußen an einen freien Tisch um ein Bier zu trinken und den warmen Abend zu genießen.
Gegen 22 Uhr sind wir wieder im Hotel zurück und geben die Autoschlüssel an der Rezeption
ab.
In den drei Tagen sind wir grade mal 200 Kilometer gefahren und brauchte deshalb nicht einmal
zu tanken.
Montag, 26. März 2001
Heute geht es mit dem Bus nach Valetta, in die Hauptstadt von Malta. Um neun
Uhr starten wir direkt von der Bushaltestelle vor unserem Hotel. Die Fahrt kostet nur ein paar
Pfennige, dauert aber fast eine ganze Stunde.
Schließlich kommen wir am großen Busbahnhof vor den Toren Valettas an. Ich fotografiere
noch einige der altertümlichen Busse und dann gehen wir durch das große Stadttor
in die Fußgängerzone.

In einem Café am zentralen Platz Queens Square trinken wir eine Tasse
Kaffee und schauen ein bisschen den Menschen zu. Danach erkunden wir die Geschäfte und
Strassen des Stadtzentrums. Anschließend gehen wir an der Festungsmauer entlang zum Fort
St. Elmo. Danach ist es Zeit zum Mittagessen und wir kehren deshalb zum Zentrum zurück
wo wir zu einer kleinen Flasche Wein Knoblauchbrot mit Käse und Paprika essen.

Wir schauen uns dann noch etwas in den Geschäften um und fahren dann wieder mit dem Bus
zum Hotel zurück.
Vor dem Abendessen spannen wir noch etwas auf dem Balkon aus.
Dienstag, 27. März 2001
Für heute haben wir keine größeren Pläne mehr. Da es jedoch
für ein Sonnenbad zu windig ist wandern wir an der Strasse entlang nach Mellieha und von
dort weiter zur Anchor Bay, wo das Popeye Village liegt. Diese Filmkulisse wurde in den achtziger
Jahren für die Popeye-Verfilmung mit Robin Williams gebaut.
Gegen einen deftigen Eintritt kann man die Filmstadt besuchen. Wir begnügen uns damit
uns die Kulisse von oberhalb der Bucht in aller Ruhe anzuschauen.
Zu unserem erstaunen ist das Städtchen richtig toll gemacht und passt wunderbar in die
kleine Anchor Bay hinein. Es sieht eigentlich so aus, als gehörten diese krummen und schiefen
Hausfassaden hierher.

Nach einer kurzen Pause gehen wir die Strasse erst nach Mellieha und dann zur Paradise Bay
zurück. Am Mittag machen wir es uns auf dem Balkon gemütlich und zum Sonnenuntergang
gehen wir dann nochmals zum Meer hinunter um ein paar Bilder zu machen.
Leider ist dies nun schon wieder unser letzter Abend und es heißt langsam Abschied nehmen.
Mittwoch, 28. März 2001
Heute ist Abreisetag. Wir packen deshalb nach dem Frühstück unsere Koffer und laufen
dann noch etwas in der Gegend herum, bevor wir vom Shuttlebus abgeholt und zum Flughafen gebracht
werden.

Der Rückflug ist sehr angenehm, da die Maschine nur knapp zur Hälfte belegt ist und
wir daher genügend Platz haben. Am späten Nachmittag landen wir wieder in Zürich.
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