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3. Tag / Samstag, 28. September 2002

Kapstadt - Muizenberg

km

Townships und Strandhäuschen

Wir stehen um kurz vor 7 Uhr auf und gehen zum Frühstücksbüffet. Es ist recht viel Betrieb und auch etwas hektisch, so dass wir das Frühstück nicht sehr geniessen können. Anschließend packen wir im Zimmer unsere sieben Sachen und checken aus. Wir stellen uns einfach mal in die Hotelhalle und hoffen darauf, dass irgend jemand mit einem Maui Schild auftaucht. Allerdings stehen wir kaum, als uns bereits ein junger Mann anspricht, ob wir auf Maui warten würden...... Na das klappt ja wieder wie am Schnürchen.

Nach 30 Minuten Fahrt sind wir bei Britz/Maui im Stadtteil Brackenfell. Die Einweisung geht schnell, schließlich kennen wir das Fahrzeug noch vom Vorjahr in Australien. Ein deutscher Mitarbeiter erledigt die Formalitäten, wir packen die Koffer in den Camper und los geht es. Nein noch nicht, denn irgendwie hängt vorne die Stoßstange weg. Ein Mechaniker repariert die Angelegenheit mit dem Akkuschrauber in wenigen Minuten und dann sind wir weg. Erst Tanken, full service mit Scheibenreinigung und dann zum Pick'n Pay Supermarkt gleich um die Ecke.

Für 500 Rand (EUR 50,--) kaufen wir fast alle notwendigen Dinge für die nächsten Tage ein. Darunter sind auch einige Flaschen Rotwein. Dann geht es auf der R300 nach Süden. Wir verfahren uns kurz und müssen von der Autobahn runter um umzudrehen. Dabei landen wir natürlich mitten im Township und wir sind froh, als wir wieder auf der Autobahn sind. Dann geht es weiter nach Süden bis zum Meer und schließlich über die schöne Küstenstrasse nach Muizenberg.

Nach kurzem Verfahren finden wir schließlich den angepeilten Zandvlei Caravanpark in Muizenberg. Die Sanitären Anlagen sind allerdings sehr schwach. Wir suchen uns einen Platz und fahren dann nochmals in den Ort um den berühmten Strandhäuschen einen Besuch abzustatten. Anschließend kaufen wir noch Holz im Supermarkt und in einem Outdoor Shop einen großen Aluminiumtopf.

Muizenberg ZA

Auf dem Campground kochen wir dann gebratenen Reis mit Hackfleisch. Anschließend versuchen wir ein Feuer zu machen, wozu wir allerdings eine ganze Packung Anzünder verbrauchen, da das Holz tropfnass ist. Bei einer Flasche Wein lassen wir den Tag ausklingen und sind kurz nach 9 Uhr im Bett.


4. Tag / Sonntag, 29. September 2002

Muizenberg - Kaphalbinsel - Kapstadt - Stellenbosch

230 km

Pinguine, Wale, Klippen und ein besonderer Berg

Der Morgen begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein. Wir stehen gegen 6:00 Uhr auf, kochen kurz Kaffee und fahren dann gleich in Richtung Kap-Halbinsel. Unser erster Stopp ist in Simons Town. Wir nehmen die erste Auschilderung zum Meer und finden auch auf Anhieb eine ganze Menge Pinguine am Strand. Sie lassen sich von uns nicht stören und wir können sie ganz alleine, in aller Ruhe beobachten. Irgendwie scheint dies aber nicht der bekannte Boulder Beach zu sein, denn hier ist absolut niemand unterwegs. Also fahren wir nochmals einen Kilometer und finden dann den eigentlichen Pinguinstrand. Der Parkplatz ist noch leer und wir beschließen hier erst einmal in Ruhe zu frühstücken. Langsam füllt sich der kleine Parkplatz und nach dem Frühstück machen wir uns auf den kurzen Fussweg zum Strand. Ein Holzsteg führt dabei ganz nah an den Nisthöhlen vorbei. An einem Kassenhäuschen müssen wir einen geringen Eintritt von R 5 (0,5 EUR) pro Person bezahlen.

Boulder Beach ZA

Es ist ein tolles Erlebnis, diesen lustigen Vögeln zuzuschauen, wie sie ins Wasser watscheln, aus den Wellen an Land springen und kleinere Meinungsverschiedenheiten austragen. Wir können uns kaum von diesem Naturschauspiel lösen, doch für heute haben wir noch das Kap der guten Hoffnung auf dem Programm und deshalb wird es irgendwann Zeit wieder aufzubrechen.

Die Strasse zieht sich wunderschön an der Küste entlang und man kann direkt vom Auto aus die Fontänen von Walen in der False Bay sehen. Am Eingang zum Kap Nationalpark müssen wir Eintritt bezahlen (R 25 p.P) und nach weiteren 10 Minuten Fahrt sind wir auf dem Parkplatz am Cape Point. Es ist immer noch recht früh und so halten sich die Besuchermassen noch im Rahmen. Wir wandern erst hinauf zum Leuchtturm am Cape Point und betrachten die faszinierenden Klippen von den verschiedenen Aussichtspunkten aus. Anschliessend laufen wir noch ein gutes Stück in Richtung Diaz Point bevor wir die kurze Wanderung zum Cape of Good Hope machen. Der Weg führt meist auf Holzstegen nahe an den Klippen entlang und der Wind bläst uns angenehm kühl ins Gesicht. Nicht um sonst hieß das Kap früher auch das Kap der Stürme.

Cape Point Cape of Good Hope

Für den Weg hin und zurück benötigen wir mit Pause eine gute Stunde, so dass wir vor 12:00 Uhr schon wieder am Wohnmobil sind. Da das Wetter heute so schön ist, beschließen wir noch auf den Tafelberg zu fahren. Wir verlassen also den Nationalpark und fahren, da der Chapmans Peak Drive immer noch geschlossen ist zurück nach Muizenberg und von dort auf der Schnellstrasse nach Kapstadt.

Die Cableway ist gut ausgeschildert und wir haben somit keine Probleme die Talstation zu finden. Problematischer ist da schon das Parken unseres Campers, da es kaum Parkplätze gibt. Wir finden dann aber doch eine Lücke am Strassenrand wo wir hinein passen. Nachdem wir zur Talstation zurück gelaufen sind, kaufen wir die Tickets und stellen uns in die Schlange. Es ist nicht viel Betrieb und so können wir schon mit der nächsten Gondel auf den Berg fahren.

Tablemountain Capetown

Die Fahrt ist nur kurz aber man hat eine tolle Rundum-Sicht, da sich der Gondelboden während der Fahrt einmal um 360 Grad dreht. Oben angekommen gönnen wir uns etwas zu Essen und zu trinken. Leider wird die gigantische Aussicht etwas durch die Berge von Geschirr und Müll, die im Restaurant herum stehen getrübt. Wir geniessen einfach für eine Stunde das Panorama und laufen dann noch etwas auf dem Plateu herum.

View from Tablemountain Capetown

Gegen 16:30 Uhr sind wir wieder in der Gondel und auf dem Weg nach Unten. Wir verlassen Kapstadt auf der N 2 und fahren dann in Richtung Stellenbosch. Dort suchen wir verzweifelt nach einem Campingplatz, aber es scheint hier entgegen des Reiseführers keinen zu geben. Auf dem Weg in Richtung Somerset West liegt dann aber doch der Mountain Breeze RV Park in einem idyllischen Wäldchen und mit sauberen sanitären Anlagen.

Wir machen Feuer im Braai und grillen Schweinehalssteaks. Dazu gibt es Tomatensalat und Brot. Um 19:00 Uhr ist es bereits dunkel und wir lassen den Abend bei einer guten Flasche südafrikanischen Weines ausklingen. Um 21:00 Uhr sind wir im Bett.


5. Tag / Montag, 30. September 2002

Stellenbosch - Hermanus - Gordons Bay - Clanwilliam

350 km

Pässe, Berge, Wale und Wind

Wie immer sind wir wieder früh um 06:00 Uhr auf, kochen schnell einen Kaffee mit dem elektrischen Kocher und starten dann. Die Fahrt führt uns von Stellenbosch nach Sommerset West, wo wir wieder auf die Autobahn stossen. Am Strassenrand sind massig Menschen unterwegs, auch auf der Autobahn. Es sind fast ausschließlich schwarze Arbeiter, die wohl an bestimmten Punkten auf Busse oder Sammeltaxis warten. Hinter Somerset West geht es dann hoch auf den Sir Lowry Pass, auf dessen Passhöhe wir einen kurzen Fotostopp einlegen. Unter uns tut sich eine grandiose Landschaft auf. Links die False Bay mit den Badeorten Gordons Bay, Strand und Muizenberg, rechts erheben sich direkt die Berge.

Stellenbosch Sir Lowry Pass

Bei Botrivier biegen wir von der N2 ab und folgen der Strasse nach Hermanus. Wir stellen unseren Camper auf einem bewachten Parkplatz ab und sehen uns in der wunderschönen Ortschaft um. In der Bucht sind überall die Wasserfontänen der Wale zu sehen, die sie beim Ausatmen erzeugen. Leider befindet sich im Moment keines der Tiere direkt am Strand. Wir frühstücken in einem Kaffee direkt am Meer und genießen die warme Sonne. Anschliessend wechseln wir zwei American Express Reiseschecks im Thomas Cook Office (Gebühr Pauschal 30 R).

Hermanus Klippschliefer

Am Meer halten wir dann einige Zeit Ausschau nach den Walen, die sich aber heute nur sehr entfernt zeigen. Gegen Mittag brechen wir auf, kaufen in einem riesigen Superspar noch ausgiebig ein und fahren dann die Panoramastrasse an der Küste entlang über Bettys Bay bis nach Gordons Bay. An dieser Strecke gibt es alle 100 Meter eine Parkbucht und wir kommen natürlich an einigen nicht vorbei, denn die Landschaft ist atemberaubend. links ist direkt das Meer, rechts erhaben sich hohe Berge und geradeaus können wir in der Ferne die Kaphalbinsel erkennen.

Bettys Bay

Der Wind frischt nun zunehmend auf und es beginnt etwas bewölkt zu werden. In Gordons Bay entschliessen wir uns deshalb heute noch möglichst bis Clanwilliam zu fahren, was zwar noch fast 300 km sind aber es zieht uns jetzt in Richtung Namibia und morgen haben wir ohnehin noch eine lange Fahrt vor uns.

Nachdem wir Kapstadt passiert haben, wird der Verkehr schnell weniger und wir kommen gut voran. Leider wird das Wetter nun immer schlechter und der WInd reisst uns manchmal fast von der Strasse. Es wird zunehmend anstrengender zu fahren, denn der Camper ist doch wesentlich windempfindlicher als ein normales Auto.

Way to North

In Citrusdal tanken wir nochmals. Auf der weiteren Fahrt springt uns dann fast ein riesiger Babbon (Pavian) fast ins Auto, ich kann grade noch rechtzeitig bremsen.

Hier gibt es massenweise Orangenplantagen und an einer Tankstelle, wo wir einen kurzen Stopp einlegen gibt es diese dann auch gleich Sackweise zu kaufen.

Wir sind froh, als wir gegen 16:00 Uhr schließlich in Clanwilliam auf dem Clanwilliam Dam Holidaypark ankommen. Es ist ein sehr schöner Platz direkt am Stausee und auch gut besucht. Inzwischen regnet es auch noch und ist bitterkalt. Wir nutzen daher heute unser kleines Vordach am Camper zum ersten und einzigen Mal. Das Feuer im Braai brutzelt heute nicht nur unsere Satay Spiesse sondern wärmt uns auch selbst auf.

Clanwilliam Dam

Gegen 19:30 Uhr müssen wir allerdings endgültig ins Wohnmobil flüchten da es draussen jetzt richtig nass und kalt ist.


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