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6. Tag / Dienstag, 01. Oktober 2002

Clanwilliam - Springbok - Nordover - Hobas (Fish-River-Canyon)

711 km

Zollformalitäten, Flüsse mit und ohne Wasser

Um 6:10 Uhr sind wir aus den Federn und nach einem schnellen Kaffee geht es kurz vor 7:00 Uhr ab auf die Strasse, denn heute müssen wir richtig weit fahren.

Die Landschaft ist sehr schön, nicht spektakulär aber interessant. Der Wind ist Gott sei Dank auch nicht mehr so stark wie am Vortag und so kommen wir bei dem geringen Verkehr recht gut voran. Gegen 10:00 Uhr finden wir ca. 100 km vor Springbok einen schönen Rastplatz und machen ein ausgiebiges Frühstück direkt neben der Strasse. Springbok selbst ist nichts besonderes und so bleibt es bei einem kurzen Tankstopp. Anschließend verläuft die Strasse über eine Hochebene, bis sie schließlich langsam zum Oranje Fluss hin abfällt.

Near Springbok

In Violsdriff kommen wir an die Grenze und müssen uns im Office unsere Ausreisestempel für Südafrika abholen. Dann geht es zwei Kilometer weiter, wobei wir den Oranje überqueren müssen, bis zum Namibia Office wo wir wiederum die Einreisestempel für Namibia in die Pässe bekommen. Alles geht schnell und problemlos und dauert alles in allem kaum 20 Minuten.

Borde to Namibia

In Nordover, welches auf der namibischen Seite der Grenze liegt, tanken wir nochmals und füllen dabei auch unseren 20 Liter Reservekanister. Dann geht es auf der geteerten B1 nach Norden. Die Landschaft ist hier in Namibia sofort völlig anders als in Südafrika. Wir sind in der Wüste, es gibt nur noch spärliche Vegetation und in der Ferne sind niedrige Tafelberge zu sehen. Bereits nach wenigen Kilometern sehen wir unweit der Strasse die ersten Springböcke grasen.

Road in Namibia (B1)

Bis zur Abzweigung auf die C10 benötigen wir eine gute Stunde und dann haben wir das erste Mal Schotter unter den Rädern. Glücklicherweise ist die Strasse neu hergerichtet und somit sehr gut befahrbar. Man muss aufpassen, dass man nicht zu schnell fährt. Ich versuche die Geschwindigkeit bei 80 km/h einzupendeln, da man so noch guten Bodenkontakt hat und dennoch auch schnell voran kommt.

Auf halbem Weg müssen wir durch eine Baustelle, wo die Pad gerade neu aufgeschüttet wird. Wir zweigen nach ca. 50 km auf der C10 nach Norden in Richtung Hobas ab. Die Landschaft wird jetzt atemberaubend. In der Ferne ist der Canyonrand zu erkennen und die Felsen links und rechts der Strasse sind mit einzelnen Köcherbäumen und Kakteen verziert.

Wir passieren den Abzweig zur Canyon Lodge und erreichen dann die Strasse die uns zum Camp Hobas führt. Dieses letzte Stück Strasse ist allerdings mörderisch. Wellblech und knietiefe Schlaglöcher schütteln uns das erste Mal (es sollte jedoch nicht das letzte Mal sein) richtig durch. Wir sind froh, als wir gegen 16:00 dann endlich das Camp erreichen. Wir checken ein (130 N$ für Camp und Eintritt) und suchen uns einen schönen Platz auf dem wunderschön angelegten Camp.

Die sanitären Anlagen sind allerdings sehr schwach. Wir schmeißen Holz auf den gemauerten Grill und machen Rinderfilets mit Tomatensalat. Dazu gibt es natürlich einen südafrikanischen Rotwein. Anschließend laufen wir vom Camp aus noch ein paar Minuten in Richtung Canyon und machen bei Sonnenuntergang einige Bilder.

Danach lassen wir es uns am Lagerfeuer gutgehen und genießen den Rest des Weines bis wir um 22:00 Uhr müde ins Bett fallen.


7. Tag / Mittwoch, 02. Oktober 2002

Hobas - Seeheim - Keetmannshoop - Köcherbaumwald

192 km

Vogelnester, Oldtimer, Eisenbahn und bizarre Bäume im Abendrot

Wir sind um 5:40 Uhr aus dem Bett und müssen uns im dunkeln waschen, denn das Aggregat beginnt erst um 6:00 Uhr zu tuckern. Um 6:15 sind wir auf dem Weg zum Canyon. Die Strasse ist sehr schlecht und so ziehen sich die zehn Kilometer hin und wir sind froh, als wir nach der letzten Kuppe die Strohschirme des Main View Points sehen. Wir stellen das Wohnmobil ab und genießen den Blick in die spektakuläre Schlucht, die uns sehr an den Canyonlands Nationalpark in den USA erinnert.

Nachdem wir einige Bilder gemacht haben und auch ein Stück nach Süden dem Canyonrand gefolgt sind, fahren wir unser Wohnmobil etwas abseits und frühstücken erst einmal gemütlich mit Blick in die Schlucht.

Fish River Canyon

Der Fish-River-Canyon ist ein faszinierendes Naturschauspiel. Wer allerdings knapp in der Zeit ist und bereits den Grand Canyon oder die Canyonlands in den USA gesehen hat, braucht den Umweg nicht unbedingt zu machen. Besonders wer die Canyons in den USA erst kurz vor einem Besuch des Fish Rivers gesehen hat könnte eventuell sogar etwas enttäuscht sein.

Anschließend laufen wir am Rand entlang zum Hikers Point, wo der spektakuläre, fast 90 km lange Canyon Trail beginnt. Hier fotografiere ich nochmals ein bisschen, bevor wir zurücklaufen und uns auf den Rückweg zum Camp machen. In Hobas verlassen wir den Park, was vom Ranger registriert wird und fahren Richtung Holog. Die Schotterstrasse ist hier wieder besser und so erreichen wir bald das Canyon Roadhouse, wo wir tanken und ich einige Bilder von den Oldtimer Lastwagen mache.

Canyon Roadhouse

Die weitere Strecke bis zur Teerstrasse nach Holog ist eher unspektakulär und meistens auch recht gut zu fahren. Meist verläuft die Strasse entlang der Eisenbahnlinie und als uns ein Zug entgegen kommt, winken die Lokführer uns sogar freundlich zu. In Seeheim erreichen wir schließlich die asphaltierte B4 die uns recht schnell nach Keetmannshoop bringt, wo wir erst einmal augiebig im Supermarkt einkaufen.

Nördlich der Stadt zweigt dann die Strasse zum Köcherbaumwald (Quivertreeforest) ab und verläuft ca. 12 km nach Süden zum Farmhaus der Farm Gariganus. Der Farmer erwartet die Besucher am Zaun und für 170 N$ (EUR 17) bekommen wir einen Stellplatz auf dem noch völlig leeren Campingplatz. Der Eintritt zum Köcherbaumwald ist im Preis enthalten, ebenso kann man auch an der Fütterung der Geparden teilnehmen.

Wir suchen uns einen schönen Stellplatz, was bei der grossen Auswahl etwas länger dauert, und machen dann einen ersten Spaziergang durch den Wald. Anschließend kochen wir am Wohnmobil gebratenen Reis mit Hackfleisch. Es windet immer stärker und ich bin gespannt, ob ich zum Sonnenuntergang überhaupt Bilder machen kann.

Inzwischen sind noch vier weitere Fahrzeuge auf dem Campingplatz, so dass wir nicht mehr ganz alleine hier sind, was uns auch recht ist.

Nach dem Essen und dem Abwasch duschen wir und ich schreibe unser Reisetagebuch. Gegen 18:15 Uhr gehen wir dann nochmals in den Köcherbaumwald. Der Wind bläst zwar immer noch, aber doch nicht mehr ganz so stark, so dass ich zu einigen guten Aufnahmen komme.

Quivertreeforrest / Köcherbaumwald

Anschließend setzten wir uns in den Windschatten vor das Wohnmobil und geniessen noch einen südafrikanischen Wein. Dabei krabbeln uns laufend grosse schwarze Käfer um die Füße und vom Baum fällt mir eine Raupe auf das Bein. Als wir die Äste etwas genauer mit der Taschenlampe in Augenschein nehmen, sehen wir, dass diese über und über mit diesen Viechern bedeckt sind. Vorsichtshalber rutschen wir lieber etwas zu Seite und näher ans Feuer.

Gegen 21:15 verschwinden wir schließlich im Bett.


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