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8. Tag / Donnerstag, 03.Oktober 2002

Köcherbaumwald - Keetmannshoop - Goabis - Bethanien - Helmeringhausen - Maltahöhe - Betesda Rest Camp

508 km

Die älteste Wüste der Welt

Wir stehen um 6:00 Uhr auf, es ist bitterkalt draußen und wir trinken unseren Kaffee deshalb im Wohnmobil. dann sind wir auch schon wieder unterwegs. Auf der üblen Schotterstrecke zurück nach Keetmannshoop rennen einige Springböcke neben dem Auto her und kreuzen dann kurz vor uns die Strasse.

In Keetmannshoop müssen wir an den Geldautomat, wo wir N$ 1000 abheben. Danach tanken wir nochmals und kaufen zwei Säcke Holz an einer Tankstelle. Dann fahren wir die Strecke vom Vortag auf der B4 zurück. Die Landschaft wird immer schöner und führt an Schluchten vorbei und über niedrige Pässe hinweg. Der Himmel ist stahlblau und mit hübschen, schneeweißen Wolken verziert.

Road towards Lüderitz

Bei Goageb biegen wir schließlich nach Norden auf die C14 ab, die zu unserer Freude noch bis nach Bethanien asphaltiert ist. Hinter Bethanien, welches wir nur passieren, ist dann Schluss mit Teer und ab jetzt ziehen wir ständig eine riesige Staubfahne hinter uns her. Glücklicherweise ist aber auch die Schotterstrasse in einem hervorragenden Zustand, so dass wir gut voran kommen.

In Helmeringhausen, welches nur aus einer Werkstatt mit Tankstelle, einem Hotel sowie einigen wenigen Häusern besteht, tanken wir und machen ein paar Fotos, dann geht es weiter auf der C14 nach Norden. An der Abzweigung zum Schloss Duwisib zögern wir, ob wir dort hin fahren und den empfohlenen Campingplatz "Betta Camping" aufsuchen, oder weiter in Richtung Maltahöhe - Sesriem fahren. Da wir den Zustand der D-Strasse zum Schloss nicht kennen und aufgrund unserer knappen Zeit, entscheiden wir uns dazu noch ein Stück weiter zu fahren und lieber in Sesriem etwas mehr Zeit zu verbringen.

Zuerst einmal wird jedoch ausgiebig gefrühstückt. Dazu fahren wir einfach auf den breiten und hier auch festen Seitenstreifen und klappen unseren Tisch aus. Es gibt wie immer Kaffee, Fruchtsalat, Salami, Käse, Brot und Marmelade.

Frisch gestärkt treten wir dann die nächste Etappe an. Ca. 20 Kilometer vor Maltahöhe biegen wir in Richtung Westen ab. Die Landschaft wird jetzt immer grandioser. Es geht über Pässe und durch wunderschöne Berge. Wir halten oft an um zu fotografieren und den Blick über die Landschaft schweifen zu lassen.

So langsam hoffen wir jetzt aber doch einen Campingplatz zu finden. Leider taucht jetzt nirgends mehr einer auf und so fahren wir noch weiter bis ca. 40 Kilometer vor Sesriem, wo wir einen Stellplatz auf dem Betesda Restcamp finden. Das Camp ist ein Traum, es liegt in einer absolut genialen Landschaft. Es gibt zwar nur eine Toilette und eine Dusche, aber insgesamt finden sich bis zum Abend auch nur 5 Campingfahrzeuge ein, so dass es auch hier keinen Engpass gibt. Ein neues Sanitärgebäude befindet sich zudem gerade im Bau.

Betesda Camp Beteda Restcamp

Nach der langen Fahrt ruhen wir uns erst einmal im Schatten aus und duschen dann gemütlich. Im gesamten Wohnmobil und damit auch auf uns hat sich eine dünne Staubschicht gebildet. Der feine Sand kricht scheinbar mühelos durch die Türdichtungen und verteilt sich im Innenraum.

Ich mache noch einige Bilder und dann werfen wir das Brai an. Heute gibt es Hähnchenteile, die wir in Keetmannshoop gefroren gekauft haben und dazu Tomatensalat. Während ich grille, rennt eine ganze Herde Pferde über den Campingplatz. Später gesellt sich dann ein Hund (Dalmatiner) zu uns und w

Als Vintage werden beim südafrikanischen Wein Mischungen verschiedener Rebsorten bezeichnet. Uns hat es die Rotweinmischung aus Cabernet Sauvignon und Merlot besonders angetan, da sie meist enorm mild und fruchtig ist.

eicht nicht mehr von unserer Seite, bis er auch den letzten Knochen unseres Braai bekommen hat. Wie jeden Abend gibt es eine Flasche Rotwein. Heute ist es ein 1998er St. Augustine Vintage,

der uns besonders gut schmeckt.

Wir genießen den herrlichen Abend in dieser tollen Landschaft am Lagerfeuer noch bis 21:30 Uhr, dann ist Nachtruhe angesagt.


9. Tag / Freitag, 04. Oktober 2002

Betesda - Sesriem

125 km

Ein Canyon ganz ohne Wasser und die ersten Dünen

Wir sind um 6:30 Uhr aus dem Bett und trinken, da draußen ein starker Wind bläst, im Wohmobil Kaffee. Um 7:15 Uhr sind wir auf der Pad. Die 40 km bis Sesriem sind leider wieder von übelstem Wellblech geprägt und wir wundern uns, dass der Camper nicht auseinanderfällt.

Road to Sesriem

Sesriem ist eigentlich keine Ortschaft, sondern besteht nur aus Campground mit Tankstelle und Minishop sowie der Sossusvlei Lodge. Wir erreichen Sesriem gegen 8:30 Uhr und checken im Office ein. Der Beamte ist sehr unfreundlich und drückt uns ohne jeden Kommentar die Rechnung in die Hand. Für diese Nacht hatten wir bereits von Zuhause per eMail gebucht (reservations@mweb.com.na ) was so auch gut war, denn der Campground ist vollständig ausgebucht und wir können deshalb keine weitere Nacht bleiben. Die Stellplätze sind riesig und sehr weiträumig angelegt. Wir müssen noch kurz warten, bis unsere Vorgänger den Platz geräumt haben und gönnen uns dann ein gemütliches Frühstück im Schatten. Gegen 10:00 Uhr starten wir schließlich zu Fuß in Richtung des 5 km entfernten Sesriem Canyons. Es ist mittlerweile sehr Heiss geworden und die Sonne brennt erbarmungslos. Wir benötigen ca. 50 Minuten für die Strecke und genießen im Canyon dann jedes Schattenfleckchen. Der Canyon ist nicht sehr tief, vielleicht 10 - 15 Meter und führt kein Wasser. Am Grund wechselnsich Sand und Kies ab und an den steilen Wänden wachsen sogar ein paar Bäume. Eine überragende Sehenswürdigkeit ist der Canyon nicht aber für einen Nachmittagsausflug durchaus geeignat. Wer wenig Zeit hat, kann ihn jedoch auch getrost auslassen.

Sesriem Canyon

Nach einer halben Stunde im Canyon beschließen wir den Rückweg anzutreten. Die Hitze ist jetzt mörderisch und wir sind heilfroh, als wir wieder das Wohnmobil erreichen. Immerhin sind wir laut Digiwalker alles in allem 11,5 km in der Hitze gelaufen.

Den Nachmittag verbringen wir gemütlich mit Lesen. Im Laufe des Mittags besucht sogar eine Oryx den Campground was ich natürlich auf Film festhalten muss.

Oryx

Wir kochen gegen 15:30 Uhr Spaghetti und trinken einen Schluck Rotwein dazu. Nach dem Duschen um ca. 17:30 Uhr fahren wir zum ersten Mal in Richtung Sossusvlei. Die Strasse ist zwar asphaltiert, aber mit tiefen Schlaglöchern übersät und erfordert daher höchste Konzentration. Wir fahren ca. 35 km bis zu den ersten Dünen und machen dann einige Bilder. Es ist unglaublich schön, das Licht modelliert die Dünen und lässt deren Kämme messerscharf erscheinen. Als es langsam zu dämmern beginnt, machen wir uns auf den Rückweg, wobei wir unterwegs noch viele Oryxe, Strausse und Springböcke sehen.

Bei einer Flasche Nederburg Rose lassen wir den Abend vor dem Wohnmobil ausklingen. Dabei läuft irgendwann keine 5 Meter von uns entfernt ein Oryx vorbei.............. das ist Afrika !!!!!!! Um 21:30 Uhr wird es langsam frisch und wir verkriechen uns ins warme Bett......


10. Tag / Samstag, 05. Oktober 2002

Sesriem - Sossusvlei - Sesriem - Solitaire

207 km

Märchenlandschaften im Sossusvlei

Für heute steht einer der ganz großen Höhepunkte dieser Reise auf dem Programm, das Sossusvlei. Der Wecker klingelt schon um 5:00 Uhr. Wir machen uns einen Kaffee und waschen uns notdürftig im Wohnmobil. Um 5:30 öffnet das Tor in den Park und von unserem Stellplatz aus sehen wir dort vorher schon 4 Fahrzeuge warten. Um 5:40 Uhr sind auch wir unterwegs und fahren noch im Dunkeln in Richtung Sossusvlei.

Bald beginnt es zu dämmern und wir sehen viele Springböcke am Wegrand. Nach 30 Kilometern erreichen wir die Dünen die wir am Abend schon fotografiert hatten und nach der Düne 45 ist es dann hell, so dass wir erste Fotos von den mit Nebel bedeckten Dünen machen können. Es ist ein faszinierender Anblick wie der dichte Nebel wie Wattebäusche über die Dünenkämme kriecht.

Um 7:00 Uhr erreichen wir schließlich den Parkplatz vor dem eigentlichen Sossusvlei. Hier endet die Teerstrasse und die letzten 5 Kilometer sind nur noch mit Allrad zu bewältigen. Wir hatten uns eigentlich vorgenommen mit dem Shuttleservice zum Vlei zu fahren, um dann dort noch etwas wandern zu können. Leider ist aber um diese Zeit noch kein Fahrzeug da und so gehen wir zu Fuß los.

Das Laufen ist sehr anstrengend in dem tiefen Sand und so kommen wir nur langsam vorwärts. Immer wieder fotografieren wir unterwegs die phantastische Landschaft und sind deshalb froh, dass wir doch zu Fuß unterwegs sind.

Sossusvlei

Nach ca. einer Stunde sind wir am Parkplatz wo der Weg zum Dead Vlei (2 km) beginnt. Wir folgen den Markierungspfählen über die Dünen und stehen nach 15 Minuten fasziniert auf der letzten Düne, die uns vom Dead Vlei trennt. Dieses Vlei mit seinen toten Bäumen ist absolut genial und ein Traum für jeden Fotografen. Schnell sind zwei Filme verschossen und wir machen am Rand der Lehmpfanne eine kurze Rast.

Dead Vlei

Dann kämpfen wir uns den Pfad zurück und gehen weiter zum Sossusvlei, welches noch ca. 1 km weiter ist. Am Sossusvlei besteigen wir wie so viele andere eine der Dünen. Die Aussicht auf das scheinbar unendliche Sandmeer ist unglaublich. Vom höchsten Punkt der Düne stürzen wir uns schließlich mit großen Schritten die steile Düne hinunter, was einen heiden Spaß macht und uns in wenigen Sekunden nach unten bringt.

Sossusvlei

Wir machen nochmals eine Rast bevor wir gegen 10:30 Uhr den Rückweg antreten. Da wir die Landschaft noch ein bisschen geniessen möchten, laufen wir auch diese Strecke wieder zu Fuss. Inzwischen ist es allerdings mörderisch heiss geworden und die letzten 2 Kilometer machen uns deshalb ordentlich zu schaffen. Wir sind froh, als wir den Parkplatz erreichen. Unser Digiwalker zeigt eine Gesamtstrecke von immerhin 14 Kilometern an und dass durch tiefen Sand und jetzt bei großer Hitze.

Im Wohnmobil müssen wir die Klimaanlage auf volle Leistung fahren, um wieder halbwegs lebendig zu werden. Wir fahren langsam die Strasse zurück in Richtung Sesriem und machen gegen 11:30 Rast an einem trockenen Flussbett, wo uns einige Bäume Schatten spenden. nach einer Stunde machen wir uns dann auf den Weg in Richtung Solitaire. In Sesriem tanken wir nochmals und kaufen in der Sossusvlei Lodge noch eine Telefonkarte.

Die Strasse C19 ist leider auch in diese Richtung sehr schlecht und es schüttelt uns wieder gehörig durch. Zum Glück ist die Strecke heute nicht besonders weit und wir sind schon vor 15:00 Uhr auf dem Campground in Solitaire. Solitaire ist wiederum nur eine Tankstelle mit Shop, eine Lodge und ein Campground. Wir kaufen im Laden gefrorene Kudu Steaks fürs Braai und suchen uns dann einen schönen Stellplatz.

Der Campground ist ganz neu angelegt und die sanitären Anlagen sind die besten und saubersten auf der ganzen Reise. Unter der Dusche spülen wir uns erst einmal den Sand von der Haut und erholen uns anschließend vor dem Wohnmobil.

Als es langsam dunkel wird, werfen wir die Kudu Steaks auf den Braai. Dazu gibt es Tomatensalat. Die Steaks sind spitze und der Rotwein (Craig Hall Cabernet Merlot 2001), den es dazu gibt natürlich auch. Um diesen schönen Tag gebührend abzuschließen machen wir noch ein Fläschchen Sekt auf und fallen dann um 21:00 Uhr müde ins Bett.


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