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11. Tag / Sonntag, 06. Oktober 2002

Solitaire - Kuiseb Pass - Walvis Bay - Swakopmund

282 km

Verkehrte Pässe und ein fast deutsches Seebad mitten in den Sanddünen

Wir brechen wieder zeitig gegen 7:15 nach einem Kaffee auf. Heute morgen war es nicht einmal windig wie sonst und deshalb auch bereits warm und angenehm zum draussen sitzen. Die Strasse ist leider noch genau so übel wie am Vortag und führt uns über den Gamspass und der Kuiseb Pass. Unter Pass darf man sich allerdings hier nicht die gewohnten Erhebungen vorstellen, viel mehr sind es eigentlich Schluchten, die durchquert werden müssen. Der Pass führt also erst nach unten und dann wieder hoch. Wir sehen unterwegs viele Strausse, Oryxe und Springböcke. Wäre die Strasse nicht so schlecht, könnte man die Fahrt wirklich genießen.

Road near Solitaire Walvis Bay

Erst ca. 100 km vor Walvisbay wird die Strecke besser und wir können wieder bis 100 km/h fahren. Wir durchfahren eine Hochebene, die praktisch völlig vegetationslos ist und sich scheinbar unendlich zieht. Dann fällt die Strasse langsam ab und ca. 35 km vor Walvisbay beginnt der Asphalt. Unglaublich, wie man sich über eine Teerstrasse freuen kann :-)).

Direkt am Ortseingang von Walvisbay machen wir halt und sehen uns die bekannte Flamingokolonie an. Dann geht es auf die für heute letzte Etappe bis Swakopmund. Die Strasse führt ca. 500 Meter vom Meer entfernt nach Norden. Ueber dem Meer hängt noch der Morgennebel während sich auf der anderen Strassenseite hohe Sanddünen erheben. Einige Quad Bike Vermieter bieten hier die kleinen, geländegängigen Vierradmopeds für Dünenexkursionen an. Etwa auf halbem Weg zwischen Walvisbay und Swakopmund befindet sich die grosse Ferienanlage von Longbeach mit Appartements und Campingplatz. Falls wir in Swakopmund keinen passenden Platz finden, werden wir später hierhin zurück fahren.

In Swakopmund angekommen suchen wir zuerst das alte Brücke Resort, welches einen gepflegten Campground bieten soll. Wir finden die Anlage auch bald in der Nähe der Strandpromenade und des Aquariums. Dieser Campingplatz ist wohl einmalig. Es gibt derzeit 8 Stellplätze, wobei jeder Platz eine EIGENE Dusche und Toilette hat. Zum allerersten Mal auf dieser Reise überhaupt, steht unser Camper auf einem gepflegten, grünen Rasen. Dieser Platz ist wirklich sehr zu empfehlen, wenn er mit 150 N$ pro Nacht auch nicht gerade billig ist.

Da wir heute noch kein Frühstück hatten, beschliessen wir uns gleich auf den Weg in die Stadt zu machen, um dort etwas zu essen. Leider ist heute am Sonntag fast alles zu aber zum Glück fällt mir noch das Cafe Anton ein, welches wir dann auch finden. Das Cafe ist gut gefüllt und nach einem kleinen Salat gönnen wir uns die berühmte Schwarzwälder Kirschtorte, die wirklich sehr lecker ist. Frisch gestärkt durchkämmen wir dann den Holzschnitzermarkt, der sich direkt vor dem Hotel Schweizerhof befindet. Wir möchten unbedingt eine grosse Holzgiraffe kaufen, können uns aber nicht entschliessen, da sie entweder zu teuer (N$ 1200) sind oder uns nicht gefallen.

Hohenzollernhaus Schreinerei

So streifen wir noch etwas durch die Stadt und gehen dann zum Strand hinunter, wo wir uns auf einer Terrasse ein Gläschen Rotwein gönnen und dem tosenden Meer zuschauen. Wir beobachten wie aus einem Jeep mindestens 12 bis 15 Personen aussteigen um hier eine Rast einzulegen. Es ist fast unglaublich wie viele Menschen hier manchmal gemeinsam in einem Auto fahren (siehe Bild).

1,2,3,4,5,6,7,8,9,10,11,... in ohne Car

Auch ein Laster mit Soldaten hält an und alle rennen wie verrückt mit Plastikflaschen den Wellen hinterher um die Flaschen mit Meerwasser zu füllen. Wir vermuten, dass die meisten von Ihnen das erste Mal in Ihrem Leben das Meer sehen, denn Sie sind völlig aus dem Häuschen.

Weil es hier so schön ist, gibt es noch ein Glas Rotwein und erst dann laufen wir gemütlich am Strand entlang zum Campingplatz zurück. Wir holen unseren Camper und fahren zum Swakopmund Hotel, dem als Entertainment Center umgebauten, alten Bahnhof. Wir reservieren im Restaurant "Platform One" für das abendliche Buffet-Dinner einen Tisch. Anschließend kaufen wir in der Innenstadt ein, wo der Pick'n Pay Supermarkt jetzt nochmals für 2 Stunden geöffnet hat. Hier gibt es wieder alles was das Herz begehrt zu kaufen, mit Ausnahme von alkoholischen Getränken, die am Sonntag per Gesetz nicht verkauft werden dürfen.

Auf dem Campingplatz zurück geniessen wir den Luxus des eigenen Badezimmers und duschen gemütlich. Nach ein bisschen Tagebuch schreiben ist es dann auch schon Zeit für das Abendessen. Wir fahren wieder zum Swakopmund Hotel und geniessen das sehr zu empfehlende Buffet. Dazu gönnen wir uns einen hervorragenden südafrikanischen Rotwein. Neben diversen Fischspezialitäten und den üblichen Fleischsorten gibt es auch exotisches wie z.B. Krokodil zu probieren. Zum Abschluss machen wir uns über das Dessertbuffet her, wobei ich mich bei dem feinen Apfelstrudel mit Vanillesosse etwas übernehme.

Um 21:00 Uhr sind wir mit gut gefüllten Bäuchen wieder zurück und sitzen noch etwas am Lagerfeuer, bevor wir uns ins Bett verkriechen.


12. Tag / Montag, 07. Oktober 2002

Swakopmund - Usakos - Ameib Ranch

204 km

Ein grosses Souvenir und das Matterhorn in Afrika

6:30 Uhr ist Tagwacht und nach Kaffee und Morgentoilette machen wir uns zu Fuss ins Zentrum von Swakopmund auf. In einer deutschen Bäckerei schlagen wir richtig zu und erstehen 6 frische Brötchen sowie ein Dreikornbrot (zusammen N$ 13,75 = EUR 1,4). Wieder auf dem Campingplatz angekommen, wird erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Es ist somit schon 10:00 Uhr als wir uns, diesmal mit dem Camper, erneut auf den Weg in die Stadt machen.

Wir nutzen nochmals die üppigen Einkaufsmöglichkeiten und füllen unseren Fleisch- und Weinvorrat kräftig auf. Danach tauschen wir die restlichen Traveller Schecks bei der Bank of Windhoek (keine Gebühr). Anschliessend bummeln wir noch etwas durch die Läden und finden endlich eine schöne Holzgiraffe, die wir für N$ 620 schliesslich kaufen. Sie wird in dem Laden gut verpackt und darf uns ab sofort auf der restlichen Tour begleiten.

Mittlerweile haben wir uns entschlossen, heute noch weiter zu fahren. Wir rufen deshalb auf der Vingerklip Lodge an um ein Zimmer zu buchen. Leider ist man dort jedoch bereits für die nächsten Tage ausgebucht. Also buchen wir die Omaruru Game Lodge, die uns von einem Bekannten empfohlen wurde.

Wir tanken noch kurz und fahren weiter in Richtung Norden, entscheiden uns dann aber doch für den direkten Weg über die geteerte B2, da wir keine Lust auf Schotterstrasse haben. Wir kommen schnell voran. In der Ferne können wir die Spitzkoppe, Namibias Matterhorn, erkennen und bald erreichen wir die Ortschaft Usakos, wo wir zur Ameib Ranch abbiegen, welche wir nach 18 km übelsten Wellblechs erreichen. Am Eingangstor müssen wir uns anmelden und erfahren, dass es bis zum Ranchhaus und dem Campground noch einmal 10 km sind.

Nachdem wir endlich auch diese 10 km noch geschafft haben, bezahlen wir an der Anmeldung im Haupthaus N$ 120 für Eintritt und Campingplatz. Der Platz ist schön und es sind ausser uns nur noch drei weitere Fahrzeuge da, Platz gibt es somit mehr als genug. Gegen 15 Uhr haben wir unseren Camper geparkt und machen es uns bei einem kühlen Bier erst einmal im Schatten gemütlich. Gegen 16:30 entschliessen wir uns dann schon einmal etwas die Gegend zu erkunden und laufen ein Stück des Weges in Richtung Bulls Parties, bis wir die Felskugeln aus der Ferne erkennen können. Als wir am Wohnmobil zurück sind zeigt unser Digiwalker doch immerhin auch 6km an, die wir gelaufen sind.

Erongo Mountains

Danach werfen wir den Grill an und gehen erst einmal zum Duschen. Ich mache bei Sonnenuntergang noch schnell ein paar Aufnahmen von der weiten Landschaft und werfe anschliessend die Hähnchenflügel auf den Grill. Dazu machen wir wieder Tomatensalat und heute gibt es richtiges frisches Dreikornbrot. Der Wein kommt heute aus dem 2l Kanister (Drosty Hof Claret Select) aber er ist dennoch gut trinkbar. Es ist angenehm warm und so sitzen wir noch recht lange gemütlich am Grill und geniessen die Einsamkeit dieser Landschaft. Um 22:15 Uhr fallen wir müde und auch nicht mehr so ganz nüchtern ins Bett (Irgendwie hat man bei den Kanistern keinen rechten Ueberblick wieviel man trinkt :-))).


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