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8.Tag / Samstag, 20. September 2003

Esperance - Cape Le Grand Nationalpark --> 61 km

Um 6:20 Uhr stehe wir auf und geniessen unser Frühstück heute auf dem Campgrpund mit Blick aufs Meer. Der Wind hat etwas aufgefrischt, aber die Sonne scheint. Es gibt heute Rühreier mit Speck. Dazu Orangensaft und Kaffee. Um 07:30 brechen wir auf in Richtung Osten. Durch wunderschöne grüne Landschaften zieht sich die Starsse in den Cape Le Grand Nationalpark. Unterwegs springt ein Känguru über die Strasse und einige Emu's grasen auf einer Lichtung. Wir passieren einige idyllische Farmen mit den typischen Windrädern und gelangen nach 50 km dann zum Parkeingang.

Beim Cape Le Grand NP

Frenchman Peak

Die Rangerstation ist nicht besetzt und so entrichten wir die 9 AUD Eintritt an der Self registartion, bevor wir uns weiter in den Park hinein begeben. In der Nähe des Frenchman Peak, das Wahrzeichen des Parks, gabelt sich die Strasse in Richtung Le Grand Beach und Lucky Bay. Wir nehmen den Weg zur Lucky Bay, wo es auch einen einfachen Campground geben soll.

Wir trauen unseren Augen kaum, als wir den ersten Blick auf die Lucky Bay haben. Das Wasser leuchtet in strahlendem Türkis und der Strand ist so weiss wie Schnee. Spontan entschliessen wir uns auf dem Campground, der sogar mit Duschen ausgestattet ist zu bleiben. Da es noch früh ist, werden gerade erst alle Plätze frei und wir können uns den Platz mit der besten Aussicht aussuchen.

Mittlerweile ist der Wind zu einem regelrechten Sturm angewachsen. Es ist zwar nicht kalt, aber vor allem der umherfliegende Sand ist recht unangenehm. Wir genehmigen uns deshalb erst noch eine Tasse Kaffee im Wohnmobil, bevor wir uns um 10:30 Uhr schliesslich zu einer Strandwanderung aufmachen. Der Sand ist hier fein wie Mehl und entsprechend fest, was das Gehen angenehm macht. Wir laufen ca. 3 km und setzten uns dann etwas auf einen geschützen Felsen am westlichen Ende der Bay. Direkt neben dem Weg, der durch den Busch zum Felsen führt, entdecken wir noch ein Känguruh, welches uns verschlafen und gelangweilt anblickt.

Lucky Bay

Das Wetter lädt wegen des starken Windes nicht zu einer grösseren Wanderung ein und so beschliessen wir heute etwas zu Faulenzen. Nach unserem ausgedehnten Mittagsschlaf besuchen zwei Kängurus den Campground, die ich natürlich für einige Zeit als Fotomodelle einsetze.

Kangaroo

Kangaroos

Danach grillen wir auf dem Gasgrill des Campgrounds Hähnchenschenkel. Dazu essen wir Paprikasalat und Brot und geniessen einen Yalumba Shiraz Vintage 2001. Nach dem Essen waschen wir gemeinsam das Geschirr und gehen dann zum Sonnenuntergang nochmals zum Strand hinunter. Dort haben sich auch einige Känguruhs eingfunden, die in den angespülten Algen nach Essbarem suchen. Ich mache einige Bilder, aber das Licht ist leider nicht besonders spektakulär.

Um 19:00 uhr sind wir wieder im Wohnmobil wo wir es uns wegen des Windes heute drinnen gemütlich machen. Wir geniessen noch ein Glas Sparkling Burgundy, eine Art roten Sekt, schreiben Reisetagebuch und lesen im Bill Bryson Buch - Picknick mit Bären.

9.Tag / Sonntag, 21. September 2003

Cape Le Grand - Esperance - Raventhorpe - Albany --> 564 km

Wir stehen gegen 6:30 Uhr auf. Es ist windig und kühl und deshalb machen wir uns nach einer Tasse Kaffe gleich auf den Weg zurück nach Esperance. Am Parkeingang müssen wir noch die Uebernachtungsgebühr für den Campground in einem Umschlag einwerfen, da wiederum kein Ranger da ist und dann geht es den gleichen Weg zurück, den wir am Vortag gekommen sind.

In Esperance machen wir noch einen kurzen Stop auf dem Rotary Lookout. Die Aussicht auf die vielen vorgelagerten Inseln und die Strände ist sehr schön, doch es ist zu kalt um länger zu verweilen.

Esperance - Rotary Lookout

Esperance - Rotary Lookout

Die Strecke führt nun von der Küste weg ins Landesinnere und ist im wesentlichen von Rinderfarmen mit riesigen, blumenübersäten Weiden geprägt. Die Fahrt ist sehr anstrengend, denn der Wind schiebt den Camper manchmal fast von der Strasse.

In Munglingup tanken wir (64,5 l / AUD 68 / 154891 km). Der Tankwart schiebt meine Kreditkarte in den Leser, aber nichts passiert, auch nach 5 Minuten warten kommt kein Beleg. Wir einigen uns darauf, dass ich Bar bezahle und falls der Betrag dennoch abgebucht würde, solle ich mich telefonisch melden. DerTankwart heisst Oscar und gibt mir seine Telefonnummer und eine Quittung und meint "No worries, you won't have to pay the 68 bucks twice, call me ! " Na ja denke ich, hoffen wir mal das es nicht abgebucht wird.

Nachtrag 10.November 2003: Der Betrag war auf der Kartenabrechnung. Ich mache mir nicht viel Hoffnung, rufe aber dennoch bei Oscar an und schildere Ihm die Lage - Mittlerweile sind immerhin 2 Monate vergangen ! - Er fragt mich wo ich denn jetzt sei. Meine Antwort "in Germany" quittiert er mit " Oh my God" und meint dann er schicke mir einfach AUD 70 in bar. Unglaublich aber wahr, eine Woche später ist ein Umschlag aus Australien in der Post, darin ein Prospekt vom Munglingup Caravanpark und AUD 70,--. So was gibts nur in Australien !!!!!!!!!! - Oscar, if you ever read this, what I really do not expect, Thank you very much for your fairness !!

Kurz darauf halten wir auf einem Parkplatz zum Frühstück. Wegen des schlechten Wetters frühstücken wir ausnahmsweise im Camper und nicht wie gewohnt draussen.

In Raventhorp kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten ein und da es jetz auch noch heftig zu regnen beginnt, beschliessen wir direkt nach Albany zu fahren und den Stirling Range Nationalpark auszulassen, denn bei diesem Wetter ist es in den Bergen bestimmt sehr ungemütlich.

Die weitere Strecke bis Albany schüttet es was runter geht, so dass wir ohne weiteren Stop durchfahren. Um 15:10 erreichen wir Albany, wo wir in einem Woolworth am Ortseingang einkaufen gehen.

Grössere Supermärkte haben in Australien auch Sonntags geöffnet. Die éffnungszeiten sind allerdings unterschiedlich und gerade in ländlichen Regionen ist nicht immer ein offener Laden zu finden.

Nach dem Einkaufen fahren wir zum Middleton Beach Caravanpark, ebenfalls ein Park der Big4 Kette (AUD 20,70). Auch hier ist alles sehr gepflegt, und der PArk befindet sich direkt an einem langen Sandstrand. Es hat im Moment zwar aufgehört zu regnen, ist aber immer noch kalt und ungemütlich. So fahren wir gleich weiter ins Stadtzentrum und schauen uns die York Street mit Ihren wunderschönen alten Gebäuden an. Im örtlichen Bottleshop frischen wir unseren Weinvorrat auf und gehen dann einen Latte trinken . Dazu gönnen wir uns ein Stück Käsesahne mit Früchten (AUD 12).

Albany - York Street

Brig Amity

Nach 17:00 Uhr sind wir wieder auf dem Campground und spazieren noch etwas an dem wunderschönen langen Sandstrand. Es beginnt zu dämmern und ich mache noch ein paar Aufnahmen vom wolkenverhangenen Meer.

Kaum sind wir wieder im Wohnmobil, prasselt auch schon der Regen aufs Dach runter. Wir duschen und grillen dann Rinderfilet mit Maiskolben und dazu gibt's heute gemischten Salat. Als Wein haben wir uns heute wieder den wunderbaren Rosemount Cabernet-Merlot 2001 ausgesucht.

Den Rest des Abends verbringen wir im Wohnmobil bei einem Glas Lambrusco. Um 22:30 Uhr sind wir im Bett. Draussen stürmt und regnet es die ganze Nacht über. Das Wohnmobil wird so richtig durchgeschüttelt und an einem der Fenster tropft Wasser rein, was aber nicht weiter schlimm ist.

10.Tag / Montag, 22. September 2003

Albany - Tondirrup NP - Albany--> 50 km

Aufstehen um 06:20, es ist kühl aber sonnig und regnet nicht. Es gibt wie immer schnell einen Kaffee, dann verlängern wir um eine Nacht auf dem Campground (AUD 20,70) und sind um 08:00 Uhr unterwegs Richtung Stadt. Dieses Mal nehmen wir die Scenic Route, die direkt an der Küste Entlang ins Stadtzentrum führt. Es gibt hier jede Menge Parkplätze, um die wunderbare Aussicht auf den Princess Royal Harbour zu geniessen. In Albany machen wir ein Bild von der Brig Amity, eine Nachbildung des Schiffs, mit dem die ersten Siedler hier landeten und fahren dann auf der Frenchman Bay Road zum Torndirrup Nationalpark.

Als wir am Parkplatz zu "The Gap" und *Natural Bridge" aussteigen werden wir vom Wind fast erschlagen. Es ist geradezu unglaublich, der Wetterunterschied von dieser wilden Küste zum nur wenige Kilometer entfernten geschützten Hafen.

Aber irgendwie gehört der Wind zu diesen Klippen dazu und macht das ganze zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Wellen donnern mehrere Meter hoch in das Gap hinein und die Gischt wird vom Wind hoch über die Klippen hinaus bis zum Parkplatz getragen. Ruck Zuck sind wir Nass und leider kriegen auch die Kamera und die Objektive etwas ab. Selten haben wir die Kraft des Meeres so spüren können wie hier. Man kann sich nur durch schreien unterhalten und muss ständig aufpassen, dass einem der Wind nicht mitreisst.

An der australischen Küste donnern mehr oder weniger regelmässig, auch bei ruhiger See, sogenannte Freak Waves gegen die Klippen. Diese Wellen bilden sich weit draussen auf dem Meer und können Höhen von bis zu 15 Metern und mehr erreichen. Jedes Jahr kommen durch solche übergrossen und unerwarteten Wellen Menschen ums Leben, daunter sind auch oft Einheimische, die das Meer und die Gegend gut kennen. Hinweisschilder in den Nationalparks diesbezügl. sollten unbedingt ernst genommen werden.

Natural Bridge - Tondirrnup NP

Torndirrup Nationalpark

So gut es geht, geniessen wir die Szenerie und fahren dann zum nächsten Parkplatz, wo der ca. 800 m lange Weg zu den Blowholes los geht. Wir gehen den Weg hinunter und können das Pfeiffen und fauchen der Blowholes bei diesem Wetter gut hören und sehen. Ausserdem bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf den auf einer Landzunge stehenden Leuchtturm.

Goode Beach bei Albany

Albany - Mount Clarence

Princess Royal Harbour - Albany

Als nächstes fahren wir zur Frenchman Bay, auf der Hafenseite. Hier ist kaum noch etwas von dem starken Wind zu spüren. Wir sind auf der Suche nach einem Frühstücksplatz, den wir hier allerdings nicht finden. Wir nutzen nur kurz die sanitären Anlagen und fahren dann weiter zur Godde Beach, die ein Stück weiter Richtung Albany liegt. Hier finden wir einen wunderschönen Parkplatz mit Meerblick, wo wir Rühreier mit Schinken bruzzeln und einen gute Tasse Kaffee geniessen.

Anschliessend mache ich noch einige Aufnahmen mit verschiedenen Filtern von der Küste und dann laufen wir noch etwas an dem wunderbaren Sandstrand, bevor wir uns auf den Rückweg nach Albany machen.

Gegen 12:00 Uhr sind wir wieder in der Stadt und da sich das Wetter wieder zunehmend verschlechtert, nutzen wir die Zeit um in der Wombat Lodge Souvenirs einzukaufen. Dabei entscheide ich mich jetzt auch für eine CD mit dem Titel Spirit Dreams, die ich zur Vertonung der Dias nutzen möchte.

Auf dem Rückweg zum Campground machen wir noch einen Abstecher zum Mount Clarence lookout, von dem man weit über die fjordartige Küstenlandschaft sehen kann. Noch während wir auf dem Aussichtspunkt sind, beginnt es erneut zu regnen, so dass wir in den Camper flüchten müssen.

Auf dem Campground machen wir erst einmal Grossputz im Camper und waschen das Geschirr.

Danach geht es in die heisse Dusche und dann zurüch nach Albany, erst in den Bottleshop, eine Flasche Rosemount Cabernet Merlot holen und dann in die BYO Pizzeria, wo wir den Wein zu zwei riesigen Pizzas und einer Portion Knobibrot geniessen.

Es schmeckt alles sehr gut und ist auch recht günstig. Gut gesättigt, treten wir dann den Heimweg zum Campground an. Dort angekommen vertreten wir uns noch etwas die Beine in der näheren Umgebung und landen in einem wunderschönen Pub wo wir noch ein Bierchen trinken, bevor wir für die Nacht zum Camper zurück kehren.

BYO

Bring Your Own ist in Australien weit verbreitet. Jede Gaststätte benötigt für den Ausschank von Alkohol eine staatliche Lizenz (Fully Licensed). Viele haben diese Lizenz nicht, es ist dann meist erlaubt seine eigenen alkoholischen Getränke mitzubringen. Manchmal muss ein geringer Betrag für die Gläser und das entkorken bezahlt werden. Diese für Deutschland unglaubliche Praxis ist in Australien völlig normal und niemand sieht einem schräg an, wenn man mit einer Flasche Wein ins Restaurant kommt. Neben den eindeutigen Varianten gibt es auch Restaurants, die Licensed sind aber dennoch BYO erlauben.


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