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16.Tag / Sonntag, 28. September 2003
Fremantle - Perth - Gin Gin - Cervantes - Pinnacles --> 363 km
Heute heisst es nach wieder einmal "On the Road", nachdem
wir die letzten beiden Tage den Camper kaum bewegt haben.
Wir machen uns nach einer Tasse Kaffee auf in Richtung Perth. In der
City nehmen wir den Mitchell Freeway North, was sich allerdings als falsch heraus stellt,
da er keinen direkten Anschluss zum Great Northern Highway hat. Am Ende der Stadt müssen
wir schliesslich umkehren und ein Stück auf dem Freeway zurück fahren. Ueber
den Raid Highway können wir dann zum Great Northern Highway wechseln. Wir kommen
durch die wunderschöne Weingegend des Swan Valley und danach wird es schon wieder
einsamer und der Verkehr, der sich heute am Sonntag ohnehin in Grenzen hält, lässt
nach.

Nach der Ortschaft Gin Gin machen wir gegen 10:40 Uhr Frühstückspause
auf einem Rastplatz. Gegen 13:00 Uhr erreichen wir schliesslich ohne weitere Höhepunkte
die kleine Ortschaft Cervantes am Indischen Ozean. Es gibt hier nur einen Caravanpark
und so fällt die Auswahl nicht schwer. Leider stellt sich der Platz als der schlechteste
der ganzen Reise heraus und wir haben auch noch gleich zwei Nächte gebucht.
Es sind Schulferien und so ist der Platz gut gefüllt. Wir bekommen
für die erste Nacht nur noch eine unpowered Site. Hier gibt es nicht einmal einen
Gasgrile, nur so versiffte Feuerstellen mit einer Eisenplatte über dem Holzfeuer
und dafür mussten wir AUD16,50 bzw 19,50 powered bezahlen.
Als erstes unternehmen mir mal einen kurzen Spaziergang am nahen Beach.
Es ist ein schöner Sandstrand, allerdings mit vielen Algen und vor alem viel Verkehr.
Es wimmelt nur so von Traktoren und Jeeps, die Boote ins Wasser lassen oder sie wieder
heraus ziehen. Zurück gehen wir dann durch die Ortschaft, die allerdings kaum
sehenswert ist.

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Dann fahren wir nachdem wir im Ortszentrum noch eingekauft haben in den
Nationalpark. Die Pinnacles liegen ca. 20 km von der Ortschaft entfernt und
wir kommen dort um 15:00 Uhr an. Während die meisten Touristen mit dem
Auto durch die wunderschöne Landschaft gurken, gehen wir das Gelände
zu Fuss ab. Mir ist völlig unverständlich, warum es hier eine für
Autos freigegebene Dirtroad gibt. Das Gelände ist nicht so weitläufig,
dass man es nicht zu Fuss erwandern könnte und die Fusskranken könnten
auch genügend vom Parkplatz aus sehen. Die vielen Autos in dieser grandiosen
Landschaft nerven sehr ! |
Der Nambung Nationalpark kostet AUD 9 Eintritt.
Dieser Eintritt ist allerdings erst bei den Pinnacles zu bezahlen und gilt
nur für einen Tag. Da die Rangerstation nur von 8 bis 17 Uhr besetzt ist,
kann man am nächsten Morgen den Sonnenaufgang jedoch ohne nochmals zu
bezahlen ansehen. |
Es ist wirklich toll hier, auch wenn die Felsen mit max. 5 Metern
nicht so gewaltig gross sind. Die Anzahl der Felsen und die Umgebung machen die Faszination
aus. Wir gehen insgesamt 4,3 Kilometer und dabei wird so manches Bild belichtet.
Wieder am Parkplatz angekommen nutzen wir noch die Toiletten und fahren
dann zum Hangover Bay, der etwa auf halbem Weg zwischen Cervantes und den Pinnacles
liegt. Hier gibt es auch einen Gasgrill (kostenlos), den wir nutzen um unsere Chicken
Kebaps zu grillen. Zum Essen gibt es heute einen Lindemanns Merlot.
Als wir den Parkplatz wieder verlassen wollen, schaut direkt neben
uns ein grosses Känguruh aus den Büschen und hüpft dann gemächlich
davon.
Um 17:30 sind wir wieder bei den Pinnacles und können das ganze
jetzt noch einmal im Abendlicht geniessen. Vom Main Viewpoint aus können wir noch
einen spektalulären Sonnenuntergang in den Wolken, über dem Meer sehen.
Die anschliessende Rückfahrt im Dunkeln ist aufgrund der nachtaktiven
Tiere nicht ganz ungefährlich, aber wir kommen unbeschadet um 19:00 Uhr auf dem
Campground in Cervantes an.
Nach einer heissen Dusche verbringen wir den Rest des Abends im Wohnmobil.
Leider ist es viel zu kalt um heute noch draussen zu sitzen. |