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1.Tag / Donnerstag, 25. August 2005

Es ist Zeit, die letzten Dinge sind gepackt, die Koffer habe ich gestern bereits eingecheckt. Es kann los gehen in eine völlig neue Erfahrung in unserem Leben. Nicht das Reiseziel ist es diesmal, sondern die neue Art zu reisen. Es ist die erste Flugreise, die wir zu Dritt unternehmen. Unser kleiner Sohn Marc, inzwischen auch schon stolze 14 Monate alt wird uns natürlich begleiten und somit schon seinen ersten Flug absolvieren. (Ich selbst hatte dazu immerhin 21 Jahre gebraucht !)

Entsprechend dieser Rahmenbedingungen sind wir nervös, als ginge es für ein halbes Jahr nach Sibirien. In Wirklichkeit liegt unser Reiseziel aber nur "um die Ecke" nämlich im Süden und Südwesten von Irland. Wir haben uns für Irland entschieden, weil wir es von einem Kurztrip 1991 bereits etwas kennen, es dort sicher nicht zu heiss wird und wir immer noch die Bilder der wunderschönen Landschaften und der netten Menschen vor Augen haben, die wir vor nunmehr 14 Jahren in uns aufgenommen haben.

Mit dem Linienbus geht es von meinem Firmen-Parkplatz zum Flughafen, es ist 08:15 Uhr als wir dort eintreffen und da wir die Bordkarten bereits in der Tasche haben, haben wir genügend Zeit bis zum Abflug um 09:40 Uhr. Wir kaufen im neu gestalteten Shopping Bereich noch etwas zum Essen für den Kleinen und dann geht es durch die Zollabfertigung in den Abflugbereich. Im ebenfalls neu gestalteten Airside Center schlendern wir durch die Shops, kaufen Parfum, dann nochmal Wickeln und es ist Zeit zum Boarding.

Der Flug LX 400 startet pünktlich und wir haben zum Glück drei Sitze für uns, obwohl Marc eigentlich keiner zusteht. Fliegen macht Ihn scheinbar Mega-Hungrig und so ist er fürs erste mal versorgt. Danach beginnt er mit seiner Liebingsbeschäftigung "Leute anlachen", der Effekt lässt natürlich nicht lange auf sich warten und schon bald winkt und lächelt die Hälfte der Passagiere zurück :-))

So vergehen die knapp zwei Stunden Flug recht zügig und just beim Landeanflug übermannt Marc dann die Müdigkeit. Zum Glück ist er so tief eingeschlafen, dass wir Ihn ohne dass er aufwacht aus dem Flieger tragen und in den Kinderwagen legen können. Während ich auf die Koffer warte, dreht Christine einige Runden mit Marc durch die Ankunftshalle. Es dauert geschlagene 20 Minuten, bis die Koffer dann endlich da sind und wir raus können. Dort wartet auch schon ein älterer Herr von Motorhome Ireland dem wir nun folgen. Der Minibus ist mit uns dann bereits voll belegt und wir können daher gleich starten. Mit von der Partie ist auch Maxi ein 11 jähriger Junge, der mit Marc sofort Freundschaft schliesst.

Bei Motohome Ireland angekommen erfahren wir nach einger Zeit, dass unser WoMo noch nicht ganz parat sei. Nicht ganz parat ist wohl leicht untertrieben, die Fahrerseite ist mehr oder weniger eingedrückt und ein Mechaniker ist fleissig am spachteln und hämmern. Es vergehen geschlagene drei Stunden, bis wir endlich einladen und starten können. Der einzige Vorteil, um Dellen am WoMo brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, denn damit ist es berreits reichlich versorgt und ein paar mehr fallen da unmöglich auf ;-))

Das Wetter ist übrigens schon typisch Irisch, eine Minute Regen, dann brennt die Sonne bevor im nächsten Augenblick dicke Wolken den Himmel wieder für sich in Anspruch nehmen. Es ist also fast 15:00 Uhr als wir endlich on the road sind und wir müssen ja noch den ersten Grosseinkauf erledigen.

Von Kilbride aus geht es über Baustellen (Ganz Irland scheint im Moment eine grosse Baustelle zu sein) auf den Motorway M50, der in einem Ring um Dublin herum führt. Wir reihen uns nach Osten ein und biegen schon nach wenigen Kilometern wieder nach Norden in Richtung Belfast/Airport auf die M1 ab. Nach weiteren 5 Minuten verlassen wir den Motorway an der Ausfahrt Lusk / Rush und folgen der Beschilderung nach Rusk wo wir nach 15 Minuten eintreffen und in einem recht grossen Spar Markt den ersten Einkauf machen. Dazu benötigen wir zwei Einkaufswagen, da nicht alles in einem Platz hat !!! Wir lassen 160 Euros liegen, sind damit aber für die ersten Tage eingedeckt.

Nun geht es aber schnurstracks auf den North Beach Campground, der sich direkt am Meer nur einige Meter vom Ortszentrum entfernt befindet. Wir bekommen einen tollen Platz mit direkter Aussicht auf den herrlichen Strand und die Bucht (Euro 19 incl. Strom). Zum Kochen haben wir keine Lust mehr, dazu sind wir zu sehr geschafft und so essen wir nur noch Brot und Käse.

Es ist mittlerweile 17:30 und somit Zeit für Marc ins Bett (Wir richten uns nach der deutschen Zeit und wollen Ihn nicht wegen dieser paar Tage umgewöhnen). Müde ist er absolut, war ja auch für Ihn ein anstrengender Tag, aber wird er hier im Wohnmobil einschlafen ? Ja, er schläft und zwar erstaunlich schnell.

Ich mache noch erste Bilder von Meer und Bucht, versuche auch einige Langzeitaufnahmen mit dem neuen, stärkeren Graufilter (ND3 = 1000x). Dann machen wir es uns bei einer Flasche Wein im Führerhaus gemütlich und sehen aufs Meer hinaus. Zum draussen sitzen ist es zu frisch ! Aber die Aussicht ist toll und wir lassen es uns gut gehen, bis wir gegen 22:00 Uhr müde ins Bett fallen.

North Beach

North Beach

North Beach

2.Tag / Freitag, 26. August 2005

Wir sind schon früh wach (Ortszeit 05:30), besser gesagt Marc ist schon früh wach, die eine Stunde Zeitverschiebung macht sich bemerkbar. Wir holen ihn zu uns in den Alkoven und tollen alle zusammen noch ein bisschen herum, was Marc absolut spitze findet. Zwischendurch werfen wir die Heizung an, denn es ist mächtig kühl im WoMo.

Gegen 07:00 Uhr kriechen wir dann aus dem Bett und richten unser erstes WoMo-Frühstück, Marmeladenbrote und frischer Fruchtsalat mit Joghurt, dazu eine grosse Cruise-Amerika-Tasse Kaffee. Zum draussen sitzen ist es noch zu kühl, obwohl das Wetter gar nicht schlecht aussieht. Wir lassen es gemütlich angehen und fahren gegen halb neuen schliesslich los. Es geht zurück auf die M1 und dann auf die M50 in Richtung Süden. Unterwegs müssen wir Maut bezahlen (Euro 1,80). Es läuft ganz gut um Dublin herum und schon bald erreichen wir die weniger befahrene aber gut ausgebaute Strasse, der wir über Wicklow in Richtung Wexford bis kurz vor Enniscorthy folgen. Dort suchen wir uns einen ruhigen Platz und kochen erst einmal unser Mittagessen. Es gibt Spaghetti Bolognese. Danach müssen wir unbedingt noch die Traktoren der nahen Werkstatt "besichtigen", denn vorher gibt Marc keine Ruhe mehr.

Enniscorthy selbst ist ein netter Ort mit den typischen bunten Irischen Pubs, den wir allerdings nur passieren. Bereits vor New Ross unterbrechen wir die Fahrt ein weiteres Mal für eine Kaffeepause. Marc hat jetzt keine Lust mehr zum Auto fahren. Also darf er erst mal noch eine halbe Stunde im Führerhaus auf die Sitze klettern, was er absolut klasse findet. Nur kommt er dabei immer wieder auf die Hupe, was ihn wiederum zum weinen veranlast, da diese ihm irgendwie Angst macht.

Nach der Pause geht es dann recht zügig über New Ross nach Dungarvan, wo wir uns im Caseys Caravanpark einen Stellplatz mit Seesicht sichern. Auch dieser Platz liegt an einem wunderbaren, langen Sandstrand, der beidseitig von Klippen eingefasst ist. Allerdings ist der Preis mit 23,-- Euro auch recht heftig, dazu kommen wie fast überall in Irland ein Euro pro Dusche.


........ Ein kleiner Exkurs zu diesem leidigen Thema Duschen auf Campingplätzen in Irland:
Also Duschen kostet eigentlich überall extra und nicht nur etwa warm duschen sondern ohne Geld bzw. Token läuft überhaupt kein Wasser !!!!
Tokens muss man sich meist an der Rezeption holen und intelligenter Weise sind die Automaten dann oft nicht einmal direkt in den Duschkabinen sonder davor !!
Das ist Stress pur !!
Die 5 Minuten, die ein Token im Allgemeinen reicht sind zwar normalerweise immer ausreichend, aber die Angst duscht mit. Was wenn jetzt auf einmal das Wasser ausgeht und ich von oben bis unten eingeseift bin ? Mehrere Tokens kaufen macht auch keinen Sinn wenn man jeden Tag auf einem anderen Platz ist, da man sonst morgen bis ca 9:00 Uhr warten müsste um die Tokens an der Rezeption zurückzugeben.

Dear Irsih Camproung Owners:
Please, just take one euro more per person and night and throw that Token machines into the Rubish bins !!! I'm sure that this would be much easier for you as well. Thanx !

.....

Das Wetter ist windig und etwas kühl, aber dennoch angenehm und so unternehmen wir erst mal einen gemeinsamen Strandspaziergang und kaufen in dem Mini Laden noch Brot fürs Frühstück. Dananch ist es bald schon wieder Zeit für Marc's Abendessen und anschliessendes Bettgehritual. Um 17:45 liegt er dann auch im Bettchen und schläft recht schnell ein (Seeluft macht auch Ihn müde !) Ich war unterdessen noch etwas mit Stativ und Kameras am Strand unterwegs um Aufnahmen zu machen. Der Wolkenhimmel ist recht spektakulär nur leider fehlen ein paar Sonnenstrahlen noch um das richtige Fotolicht zu bringen.

Christine und ich gehen danach abwechselnd zum Duschen, was etwas abenteuerlich wird, da die Token Maschinen ausserhalb der Duschen aufgehängt sind. Das heisst, eine Dusche aussuchen, dort möglichst alles richten und sich schon mal teilweise ausziehen, danach den passenden Automaten zur Dusche suchen, den Token einwerfen, zurück zur Dusche rennen und dann in 5 Minten fertig sein......
.....Mühsam aber es klappt dennoch und gegen 19:30 Uhr machen wir es uns dann bei Käse und Wein im Führerhaus gemütlich.

Marc und Andy im WoMo

Strand bei Dungarvan

3.Tag / Samstag, 27. August 2005

Natürlich sind wir wieder früh auf den Beinen und widmen uns unserem gemütlichen Frühstück. Unser Plan bereits vor 08:00 Uhr aufzubrechen fällt leider ins Wasser, da wir die Schlüssel für die Sanitären Anlagen erst nach 09:00 Uhr an der Rezeption abgeben können. Wir disponieren kurzfristig um und begeben uns schon um 07:30 Uhr auf einen umfangreichen Morgenspaziergang durch die verstreuten Häuser, finden sogar einen kleinen Laden in dem wir das Notwendigste einkaufen und gehen dann zum Strand zurück , den wir in der kühlen Morgenluft noch etwas geniessen. Marc verschläft fast den ganzen Spaziergang was uns recht ist, denn so ist er anschliessend dann richtig gut drauf.

Wir geben dann endlich die Schlüssel ab und fahren in den Ort Dungarvan, der sich ca. 7 km vom Campingplatz entfernt befindet. Hier müssen wir noch Fleisch einkaufen und dann geht es weiter in Richtung Cork. Mittlerweile ist allerdings so viel Zeit vergangen, dass wir schon bald einen Rastplatz zum kochen suchen, den wir an einer Art Passtrasse mit tollem Ausblick auf das Meer finden.

Wir kochen Schweinefleisch mit Tomaten, Reis und Möhren, geniessen die Aussicht und haben es richtig gemütlich.

Der nächste Streckenabschnitt ist wenig spektakulär und führt uns auf einer 4-spurigen Autobahn nach Cork, wo wir nach Süden in Richtung Kinsale abbiegen. Wir passieren einige kleine Dörfer wo sich aufgrund der vielen am Strassenrand abgestellten Autos schnell ein Verkehrchaos bildet. Irgendwann werden wir unsicher, ob der Weg noch richtig ist, da die Strasse immer schmaler und einsamer wird. Aber mein Lotse auf dem Beifahrersitz hat die Sache doch im Griff und wir landen wie geplant in Kinsale. Hier ist mächtig was los und somit gibt es für unser WoMo auch keine Parkmöglichkeit. Wir fahren deshalb noch weiter bis ca. 2 km nach der Ortschaft und stellen das WoMo auf einem Parkplatz ab. Es ist "kurze Hosen Wetter" und so macht der Spaziergang zurück nach Kinsale und durch den wunderschönen, aber leider sehr touristischen Ort viel Spass.

Wir gönnen uns im Pub ein Guiness und später noch ein Softeis. In einem Hardwarestore finden wir dann auch einen Adapterstecker, damit wir unsere Elektrogeräte im WoMo verwenden können.

Danach laufen wir wieder zurück zum Wohnmobil und geniessen nochmals die herrliche Aussicht auf die Bucht mit den vielen Fischerbooten und Segeljachten. Zum angepeilten Campingplatz in Garrettstown ist es nun nicht mehr weit. Der Garrettstown Homepark (Euro 19, Tokens Euro 0,50) liegt an einem recht steilen, teilweise terrassierten Hang, so dass man sogar in der Ferne das Meer sehen kann. Wir suchen uns einen schönen Stellplatz und geniessen das recht warme, sonnige Wetter für den Rest des Nachmittags. Der Abend verläuft wie üblich, nur dass ich heute mangels Motiven auf meine Fototour verzichte und wir können heute sogar noch eine Weile draussen sitzen und unseren Wein geniessen.

Kinsale Hafen

Kinsale Boote

Garrettstown

Garrettstown

4.Tag / Sonntag, 28. August 2005

Heute morgen ist es wieder stark bewölkt und kühl. Nach dem Frühstück fahren wir durch wunderschöne Küstenlandschaft in Richtung Timoleague. Zwischendurch wird, als die Sonne kurz durch die Wolken schaut, das Licht auch mal richtig fotogen und wir halten kurz für ein paar Bilder an. Bald zieht es aber vollständig zu, es ist neblig und regnet leicht. In Bantry machen wir einen kurzen Stopp zum Einkaufen und erfahren dabei nun auch, dass Sonntags in Irland erst ab 12:30 Uhr Alkohol verkauft werden darf. Der Wein muss also zurück ins Regal. Ich mache noch ein paar Bilder vom Hafen und dann fahren wir weiter nach Norden. Wir tanken gleich hinter der Stadt, sehen uns den Dowlins Caravanpark bei Glengariff kurz an und suchen uns dann einen Parkplatz mit Aussicht auf die Bucht wo wir das Mittagessen (Gebratener Reis mit Hackfleisch) kochen.

Es fängt nun immer stärker an zu regnen, weshalb wir beschliessen noch ein bisschen zu fahren und nicht auf dem Campingplatz bei Glengariff zu bleiben. So sind wir schon bald auf der Beara Halbinsel, deren wunderschöne Landschaften sich bei diesem Wetter allerdings nur erahnen lassen. Wir fahren durch bis Hungry Hill, wo die Abzweigung zum Healy Pass abgeht, kehren dann aber bald um und fahren zum Campground in Hungy Hill zurück, der sich direkt neben einem Pub befindet. Für Euro 16 bekommen wir einen schönen Stellplatz mit Strom. Trotz des Regens wollen wir noch einbisschen laufen, müssen aber bereits nach 5 Minuten umkehren, da es immer stärker zu schütten anfängt und wir schon pitschnass sind.

So verbringen wir den Rest des Nachmittags hauptsächlich im Wohnmobil und auf dem geteerten Parklatz wo Marc zumindest für einige Minuten mit den dort stehenden Traktoren spielen kann.

Am Abend gönnen wir uns dann noch ein Guinness aus dem Pub und sehen hinaus auf den Regen und das was wir von der Landschaft trotz des Wetters erkennen können. ....hoffentlich wird das schnell wieder besser...

Bantry

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5.Tag / Montag, 29. August 2005

Wir trauen an diesem Morgen unseren Augen kaum, es ist sternenklar und in der Ferne schimmert schon die bald aufgehende Sonne, ein herrlicher Tag kündigt sich an !

Wir frühstücken im WoMo noch bevor die Sonne richtig aufgeht und starten dann in Richtung Westen auf die Beara Halbinsel hinaus. Was für ein Unterschied zu gestern, in der klaren Morgensonne leuchtet die Landschaft und die Bantry Bay in den schönsten Farben. Wir kommen nach Castletown Bere, dem Hauptort der Halbinsel wo ich ein paar Bilder vom Hafen mache und dann steigt die Strasse bald in Richtung Norden an. Hinter jeder Kurve ergeben sich neue, wunderbare Ausblicke auf die Küste.

Die Strasse wird enger und enger und wir sind froh, dass uns praktisch niemand entgegen kommt. Den Abstecher zur Seilbahn nach Dursey Island lassen wir aus und passieren dann bald den höchsten Punkt, von dem die Strasse wieder nach Norden abfällt. Einfach traumhaft, diese Landschaft.

Wir steuern dann den im WoMo Reiseführer beschriebenen Picknickplatz bei Lauragh an, der wirklich wunderbar an einer weiteren Bucht liegt. Wir grillen eingelegte Hähnchenteile, dazu gibt es Tomatensalat und Brot. Aufgrund des traumhaften Wetters essen wir natürlich im Freien und geniessen die Aussicht.

Nach der Mittagspause fahren wir dann langsam weiter in Richtung Kenmare. Wir steuern den Ring of Kerry Campground (Euro 20 incl. Strom) etwa 5 Kilometer ausserhalb von Kenmare an. Der Platz ist sehr gepflegt und liegt an einem Berghang ca. 2 km von der Küste entfernt. Wir suchen uns einen Platz aus, von dem man auf die Bucht hinunter sieht und kochen dann Kaffee. Anschliessend fahren wir dann noch einmal nach Kenmare zurück wo wir einkaufen. Auch hier ist der Supermarkt in eine Tankstelle integriert wie wir es schon öfters nun in Irland gesehen haben.

Den Rest des Tages/Abends verbringen wir vor dem Wohnmobil, es wird zwar frisch, als die Sonne untergegangen ist aber dick eingepackt halten wir es immerhin bis 21:00 Uhr draussen aus.

6.Tag / Dienstag, 30. August 2005

Da Marc heute schon um 5 Uhr keine Lust mehr zum schlafen hat, sind wir recht früh auf den Beinen. Wir frühstücken Fruchtsalat mit Aepfeln, Bananen und Nektarinen sowie Marmeladenbrot und fahren schon um 07:30 Uhr nochmals nach Kenmare. Wir parken etwas ausserhalb und laufen ca. 1,5 Stunden durch den schönen und um diese Zeit noch ruhigen Ort. Es ist auch mal wieder an der Zeit Geld zu tanken, was mit der EC Karte am Geldautomaten auch problemlos klappt.

Anschliessend brechen wir zu unserer Rundfahrt auf den Ring of Kerry auf. Der erste Streckenabschnitt führt ohne Aussicht durch Wälder. Die Fahrt ist anstrengend, denn die Fahrbahn ist eng und holprig. Einige Kilometer bevor wir dann Sneem erreichen öffnet sich der Wald und wir können erste, herrliche Ausblicke auf die zum Teil noch nebelverhangene Landschaft geniessen. Die Sonne will sich heute aber nicht blicken lassen, der Himmel bleibt grau doch regnet es zumindest nicht und somit sind wir schon zufrieden, wenn auch der Wind eher ungemütlich ist. Sneem ist ein kleines Nest mit fast überbunten Häusern, das wir nur passieren. Einige Kilometer hinter der Ortschaft halten wir kurz zum fotografieren und fahren dann weiter bis nach Caherdaniel, wo wir schon gegen 10:00 Uhr einen Platz auf dem Wavecrest Campground (Euro 21) beziehen. der Platz liegt direkt am Meer und ist terrassenartig angelegt, so dass praktisch jeder Stellplatz Meersicht geniessen kann.

Wir kochen Spaghetti Carbonara und da wir heute nicht mehr fahren, gibt es ein Guinness aus der Dose dazu. Anschliessend verfrachten wir unseren Bub ins Bettchen, damit er mal wieder einen ruhigen Mittagsschlaf halten kann. Christine und ich geniessen die Aussicht bei einer Tasse Kaffee und lesen ein bisschen. Anschliessend unternehmen wir eine kleine Wanderung zum Lambs Head, die unweit des Campingplatzes beginnt.

Als wir wieder zurück sind, entsorge ich noch und Marc verweilt sich herrlich mit den Kieselsteinen die es auf dem Stellplatz massenhaft gibt. Wir duschen abwechselnd und um 17:30 Uhr ist es dann für Marc auch schon wieder Bettzeit.

Ich mache dann noch einige Langzeitaufnahmen am Wasser, bevor wir es uns im WoMo bei einer Flasche Fetzer Merlot und Käse gemütlich machen. Um draussen zu sitzen ist es heute leider wieder zu kalt.

7.Tag / Mittwoch, 31. August 2005

Wir sind wie immer früh auf den Beinen. Nach dem Frühstück ist es schon bald wieder Schlafenszeit für den Kleinen und da der Platz hier so schön ist, beschliessen wir Ihn nochmal ins Bettchen zu legen und bei einer Tasse Kaffee die grandiose Küstenlandschaft etwas in Ruhe zu geniessen. Um 09:45 Uhr starten wir dann zur nächsten Etappe auf dem Ring of Kerry. Die Strasse steigt zur Mitte der Halbinsel hin an bis wir eine Art Pass erreichen. Unterwegs bieten sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die wunderschöne Küste und die Landschaft, die mit unzähligen, verstreuten Häusern gesprenkelt ist. In Waterville halten wir schliesslich kurz an, hier soll heute Markt sein. Es ist allerdings nichts zu sehen und so bleibt es bei einem kurzen Fotostopp. Der Himmel ist auch heute stark bewölkt, im Westen über dem Meer kann man immer wieder die Sonne und blauen Himmel sehen. Im Landesinneren, liegt jedoch eine dicke, dunkle Wolkendecke über der Landschaft.

Unser nächster Stopp ist Ballinskelligs, wo wir auf dem Parkplatz am Strand unser Mittagessen kochen. Es ist kühl und so müssen wir auch heute wieder im Wohnmobil essen. Da wir für den folgenden Streckenabschnitt etwas zu gross sind, fahren wir nach dem Essen wieder ein kurzes Stück zurück und biegen dann auf den direkten Weg nach Caherciveen ab, wo wir auf den im WoMo Führer empfohlenen Mannixpoint Campingplatz möchten. Als wir kurz vor Caherciveen sind, ist unser Kleiner gerade eingeschlafen und so beschliessen wir kurzfristig noch einen Abstecher nach Valentia Island zu machen.

In dem netten kleinen Städtchen Portmagee führt eine Brücke zur Insel hinüber. Für die Inselrundfahrt sind wir leider wieder zu "Dick" und so müssen wir uns mit dem Abstecher zum Hauptort der Insel, Knightstown begnügen. Am Hafen, wo auch die Fähre nach Caherciveen ablegt, mache ich ein paar Bilder und dann fahren wir zurück zur Brücke, wo wir das WoMo abstellen und einen ausgedehnten Spaziergang durch Portmagee starten. Diesen Rundgang schliessen wir mit einem Pint Guinness am Hafen ab. Schnell noch Milch gekauft und dann gehen wir zurück zum Wohnmobil.

Wir fahren wieder nach Caherciveen wo wir nach 15 Minuten ankommen und frischen unsere Vorräte im gut sortierten SPAR-Markt auf. Dann endlich geht es zum Campingplatz Mannix Point(EUR 21), der wunderschön direkt an der Meeresbucht liegt. Wir checken bei Mortimer, der jedes Jahr Urlaub in Rheinland Pfalz macht, wie wir erfahren, ein und suchen uns dann einen Platz mit Meersicht.

Der Campingplatz ist wirklich eine Empfehlung wert, er ist sehr gepflegt und abends brennt im Gemeinschaftsraum (ausdrücklich ohne Fernseher !) ein Torffeuer im Ofen. Um die leidigen Dusch-Tokens kommen wir allerdings auch hier nicht herum.

Nachdem Marc gegessen hat und im Bettchen schläft können wir unser Abendessen sogar noch im Freien, wenn auch mit dicker Jacke, geniessen. Gegen 19:30 wird es dann allerdings zu kalt so dass wir uns ins warme WoMo zurückziehen und um 21:00 Uhr beginnt es dann sogar heftig zu regnen.

8.Tag / Donnerstag, 01. September 2005

Um 05:00 Uhr Ortszeit ist tagwach, eigentlich noch zu früh und so tollen wir mit Marc noch ein bisschen im Alkoven. Anschliessend gibt es das übliche Frühstück mit Fruchtsalat, Kaffee und Marmeladenbrot. Das Wetter ist schön sonnig aber windig. Wir verlassen den Campingplatz schon früh und fahren nach Osten was uns gleichzeitig dem Ende des "Ring of Kerry" entgegen führt. Bei Glenbeigh müssen wir einen Fotostopp einlegen, denn über der Bucht steht ein wunderschöner, leuchtender Regenbogen, der natürlich fotografiert werden will.

Die Fahrt führt uns weiter über Killorglin auf die Dingle Halbinsel und dort zum Inch Strand, den wir von unserer letzten Irlandreise noch in sehr guter Erinnerung haben. Der Strand ist auch noch genau so schön, aber es hat wie erwartet auch hier viel mehr Touristen als vor 14 Jahren, als wir das letzte Mal hier waren.

Wir laufen etwas am Strand und Marc schaufelt wie ein Schwerarbeiter im Sand. Es ist bald schon wieder Zeit fürs Mittagessen. Wir stellen uns dazu in eine der langen Parkbuchten oberhalb von Inch Strand mit wunderbarer Aussicht auf das Meer und die Küste. Danach fahren wir weiter in den Ort Dingle, und dann zum Ventri Beach welcher sich unweit von Dingle auf dem Weg zum Slea Head befindet.

Wir laufen etwas an dem langen Sandstrand entlang und hoffen eigentlich, dass Marc ein bisschen schläft aber das Meer findet er viel zu interessant. Er will natürlch im Sand spielen und nicht im Kinderwagen schlafen. So laufen wir und freuen uns an dem schönen Wetter und Strand.

Weiter führt uns die schmale Strasse dann in Richtung Slea Head. Die Landschaft wird nun immer atemberaubender und die Strasse immer schmaler. Kurz vor dem Dunquin Quay, wo die Boote auf de Aran Inseln ablegen halten wir nochmals für ein paar Fotos. Die Aussicht ist einfach traumhaft, man sieht sowohl die Skellig Inseln wie auch die nahen Aran Inseln und das Meer glitzert von der Sonne angestrahlt wie ein Spiegel.

Die Strasse, der "Slea Head Drive", wird nun sogar wieder etwas besser befahrbar aber die Aussichten nicht weniger spektakulär. Bald sind wir nun an unserem Tagesziel, dem Gallus Oratory Campground (EUR 17,--) angekommen. Wir stellen das WoMo ab, trinken einen Kaffee und laufen dann ins nächste Dorf wo wir in einem sehr kleinen Tante Emma Laden Brot kaufen. Auf dem Rückweg möchte ich noch ein Bild machen aber der Film ist voll. Ich spule ihn zurück aber das Display zeigt einen Fehler an. Der Film scheint aus irgendeinem Grund fest zu hängen. Das darf nicht wahr sein, so was ist mir in den vielen Jahren, in denen ich schon fotografiere noch nie passiert. So gehen wir erst einmal zum Wohnmobil zurück, wo ich meine dunkle Fleecejacke als Wechselsack missbrauche. Der Film ist fast ganz zurückgespult. Am Ende ist aber die Perforation eingerissen und hängt in der Spule fest. Ich löse den Film und spule ihn in die Patrone. Ausgerechnet heute, wo das Licht und die Motive so toll waren muss das passsieren. Mir bleibt nur zu hoffen, dass nicht alle Aufnahmen ruiniert sind.

Anmerkung:
Wie sich später raus stellt sind nur die beiden Indexaufnahmen unbrauchbar, alle Bilder sind "Gott sei Dank" einwandfrei.

Während Christine unseren Kleinen ins Bett bringt, gehe ich nochmals los um einige Bilder einer nahen Turmruine zu machen. Diese stellt sich jedoch nicht als besonders fotogen heraus, da sie recht neu restauriert ist. Ich mache noch ein paar Bilder der Umgebung und gehe dann auch wieder zum WoMo zurück.
Nach dem Duschen machen wir es uns im WoMo gemütlich und trinken noch ein Glas kalifornischen Rotwein.

9.Tag / Freitag, 02. September 2005

Heute morgen müssen wir nach dem Frühstück noch entsorgen. Da der Wasserschlauch sehr kurz ist muss ich einige Zeit rangieren, bis Ver- und Entsorgen erledigt sind. Dann begeben wir uns wieder auf den Slea Head Drive, der uns bei schönem und heute recht warmem Wetter zurück in den Inselhauptort Dingle führt. Marc ist unterwegs eingeschlafen und deshalb bleibt es dort bei einem kurzen Fotostopp am Hafen, zumal wir die schöne Ortschaft bei unserem letzten Besuch ausgiebig erkundet hatten.

Den O.Connors Pass dürfen wir mit dem WoMo nicht fahren und so müssen wir der normalen Strasse in Richtung Trallee folgen. Aber auch hier gibt es schöne Landschaften zu sehen und wir müssen über einen Pass, der aber sehr gut ausgebaut ist. Kurz vor Trallee ist die Windmühle von Blennerville so zu sagen ein Pflichtstopp zum fotografieren.

In Trallee parken wir am Strassenrand und gehen in einem "Super Valu" ausgiebig einkaufen. Die Preise sind für Irland hier ausgesprochen günstig und so stocken wir unsere Vorräte wieder auf. Leider erfrieren wir in dem Laden fast, die haben wohl die Klimaanlage auf MAX stehen lassen. Die weitere Fahrt ist unspektakulär auf einer fast schnurgeraden Landstrasse gibt es hauptsächlich Acker- und Weideland zu sehen. Am Stadtrand von Listowel finden wir schliesslich ein schönes Plätzchen direkt am Fluss wo wir unser Mittagessen zubereiten. Auf einem Einweggrill mache ich eingelegte Hähnchenteile, dazu gibt es Tomatensalat und frisches Brot.

Heute übernehme ich den Abwasch mal alleine und Christine geht mit Marc etwas spazieren, denn er braucht seinen Mittagsschlaf. Als ich schliesslich fertig bin sind die beiden wieder da und Marc schläft selig im Kinderwagen. Wir laufen dann zusammen nochmals in den schönen Park, den Christine entdeckt hat. Dort ist jedem europäischen Land ein eigener Bereich gewidmet. danach laufen wir in die Stadt, die uns auch sehr gefällt. Ich mache eine kleine Bilderserie über Haustüren und in einer Bäckerei holen wir noch ein paar süsse Stückchen. Auf dem Rückweg, Marc ist nun auch wieder wach, fällt Christine rückwärts über eine niedrige Mauer, als sie vor einem ausparkenden Auto zurückweicht. Zum Glück passiert ihr dabei nichts schlimmeres. Am WoMo angekommen gibt es Kaffee und das gekaufte Gebäck, dann brechen wir in Richtung Tarbert zur Fähre auf.

Wir kommen gut voran und erreichen gerade noch die Fähre (www.shannonferries.com) um 14:30 Uhr. Die 20 minütige Ueberfahrt kostet für das WoMo und uns EUR 16,-- und lohnt sich allemal, da wir so den Umweg über Limerick sparen. Marc gefällt die Schifffahrt, die wir vom Deck aus geniessen, ausserordentlich gut. er kommt aus dem Staunen kaum raus und will garnicht mehr ins Wohnmobil zurück.

Ueber Kilrush, uebrigens eine ganz tolle Stadt, fahren wir in Richtung Kilkee. Wir folgen der Routenbeschreibung im Campingführer, die uns zum Green Acres Caravanpark führen soll. Nachdem wir die Hauptstrasse verlassen haben, geht es quer durchs Land und wir sind uns wirklich nicht mehr sicher auf dem richtigen Weg zu sein. Schliesslich frage ich einen Passanten, der uns den restlichen Weg dann noch beschreibt. Der Green Acres Campground (EUR 20,--) liegt wunderschön, direkt am Ufer des Shannon. Leider sind die sanitären Anlagen nicht gerade schön, aber die Auswahl an landschaftlich schön gelegenen Plätzen ist in dieser Gegend nicht so gross.

Den Rest des Tages verspielen wir mit Marc. Zwischendurch gehen wir abwechselnd noch zum duschen. Waehrend Christine den Kleinen dann ins Bett bringt mache ich noch einige Fotos am Ufer des hier sehr breiten Flusses. Als es dunkel wird geniessen wir drinnen noch ein Glas Wein und essen Käse mit dem guten English Mustard. Als es dunkel ist können wir noch schön beobachten, wie ein grosses Schiff direkt vor uns auf dem Fluss wendet und dann in Richtung Limerick fährt.

10.Tag / Samstag, 03. September 2005

Marc ist heute "zum Glück" schon früh wach denn ein wunderbarer, tiefroter Sonnenaufgang will heute fotografiert werden. Während ich mir draussen beim Fotografieren zu solch früher Stunde fast die Knochen abfriere beobachten mich Christine und Marc aus dem warmen, kuscheligen Alkoven. ...aber ich kann so etwas halt einfach nicht unfotografiert lassen ;-)). Als das Spektakel vorüber ist, frühstücken wir gemütlich und machen uns dann auf den Weg in Richtung "Cliffs of Moher". Das Wetter ist OK, bewölkt und etwas windig aber trocken. Wir passieren das noch verschlafene Städtchen Kilkee und folgen dann der Strasse nach Lahinch, einem grösserern Seebad mit schönem Strand. Bald darauf erreichen wir den Parkplatz an den Cliffs. Hier hat sich seit dem letzten Besuch vieles verändert. es gibt ein provisorisches Visitorscenter und eine riesige Baustelle wo vermutlich ein neues Besucherzentrum entstehen soll.

Wir besuchen kurz die Toiletten und machen uns dann voller Vorfreude auf den Weg zu den Klippen. Der Weg ist von einem hohen Bauzaun umgeben und schon zu so früher Stunde finden sich die ersten Touribusse auf dem riesigen Parkplatz ein. dann folgt für uns die grosse Enttäuschung !
Das Klippenareal ist vermutlich wegen der Baustelle, bis auf einen kleinen Bereich um den O.Briens Tower vollkommen abgesperrt. Das heisst man kann die eigentlichen Klippen überhaupt nicht sehen sondern sieht nur die südlichen und nördlichen Ausläufer sowie den Turm. den eigentlichen, spektakulären Blick von Süden auf die Felsvorsprünge und die höchsten Klippen kann man wegen der Absperrung nicht ereichen. zudem ist der offene Bereich so klein, dass es selbst jetzt schon fast "eng" wird. Wie mag es hier erst am Nachmittag zugehen ? Enttäuscht ergreifen wir die Flucht, müssen für den Parkplatz noch 4 Euro zahlen und fahren dann weiter in Richtung Doolin. Aus unerklärlichen Gründen verpasse ich es zu tanken, was uns morgen dann noch beschäftigen soll.

Da Doolin nur ein paar Kilometer von den Klippen entfernt liegt, sind wir schnell dort und suchen uns einen Platz auf dem sehr schönen Nagles Campground (EUR 17,50) am Hafen. Wir kochen dann das Mittagessen (Spaghetti Carbo) und legen Marc danach zum Mittagsschlaf ins Bettchen. Christine und ich vertreiben uns die Zeit bei einem Kaffee und lesen. Anschliessend laufen wir an der Strasse entlang zurück in die Ortschaft. Da es recht windig ist, peitschen die Wellen an den Klippen mehrere Meter hoch, was ein faszinierendes Schauspiel ist. Wir kaufen im Ort ein paar Souveniers und geniessen in einem schönen, windgeschützen Gartenkaffee einen Latte Macchiato bevor wir den Rückweg zum Campground antreten.

Marc spielt auf der Wiese neben unserem Stellplatz noch mit seinem neuen Ball, wir lesen und geniessen die Aussicht auf das tosende Meer. Nach dem Abendessen fotografiere ich einbisschen unten am Hafen und Christine bringt Marc ins Bett. Um draussen zu sitzen ist es heute wieder zu kühl und so geniessen wir den Sonnenuntergang vom Führerhaus aus wie üblich bei einem Glas Rotwein.

11.Tag / Sonntag, 04. September 2005

Nach dem Frühstück fahren wir los in Richtung Burren und erreichen nach wenigen Minuten das Ballinalacken Castle. Da wir dringend tanken müssen und auf unserer direkten Route keine grösseren Ortschaften auszumachen sind, entschliessen wir uns erst ein Stück nach Süden, nach Lisdonvarna zu fahren. Dort finden wir allerdings keine geöffnete Tankstelle und wir fahren weiter zurück in Richtung Cliffs of Moher. Auch die Tankstelle vor Doolin ist um diese Zeit noch geschlossen und erst in Liscannor finden wir schliesslich eine offene Tankstelle. Mittlerweile ist die Tankanzeige fast bei Null angekommen.

Nun aber los und zurück zum Ballinalacken Castle. Wir haben mit der Sucherei mittlerweile fast eine Stunde vergaukelt. Wir folgen der Küstenstrasse nach Norden, die uns automatisch in die extreme Landschaft des Burren führt. Der Burren ist eine riesige Karst Region mit unzähligen Spalten, Rissen und Felsplatten, die einem teilweise den Eindruck einer Mondoberfläche suggeriert. Dabei ist die Landschaft nur auf den ersten Blick karg, den auf den Plateaus und in den Spalten hat sich eine grossteils endemische und ungeheuer vielfältige Fauna entwickelt.

Besonders zur Geltung kommt diese grandiose Landschaft hier an der Kueste, wo die Felsplatten bis ins Meer verlaufen und so einen wunderbaren Kontrast bieten. Bald erreichen wir den Strand von Fanore, wo wir einen ersten, längeren Stopp einlegen. Das Wetter ist zwar nicht gerade berauschend aber wir laufen trotzdem etwas an dem goldgelben Sandstrand und Marc schauffelt wie ein Wilder. Die Zeit verrint so natürlich wieder zu schnell und wir beschliessen deshalb hier auch gleich unser Mittagessen zu kochen. Während wir im Wohnmobil dann essen, füllt sich der Parkplatz zusehends und ab und zu schaut sogar ein bisschen die Sonne raus.

Nach dieser gemütlichen Pause fahren wir weiter in Richtung Black Head, wo die Galway Bay beginnt und unser Weg somit nach Osten abknickt. Wir passieren den Black Head ohne Stopp, da es keine Parkplätze gibt und wir mit unserem WoMo die ganze Strasse blockieren würden. Die weitere Strecke entlang der Galway Bay bietet immer wieder schöne Ausblicke.

Beim Dunguaire Castle in Kinvarra stoppen wir dann und laufen zum Ort zurück. Wir geniessen ein kleines Guiness im Hafen und laufen dann noch etwas durch den hübschen, bunten Ort. Bevor wir zum Wohnmobil zurück gehen, kaufen wir noch das notwendigste ein. Von Kinvarra sind wir schnell bei Galway, denn die Strassen sind hier gut ausgebaut. Auch den Ballylougane Campground (EUR 21,--) an der Galway Bay erreichen wir bald und suchen uns einen schoenen Platz, von dem wir zumindest ein bisschen aufs Meer sehen koennen.

Wir machen uns einen grossen Kaffee in den "Cruise America Tassen" und geniessen süsse Stückchen dazu, die wir in Kinvarra gekauft haben. Das Wetter ist auch ganz ordentlich und hier ist es auch viel wärmer als draussen direkt am offenen Meer. Wir machen dann noch einen Spaziergang zur Bucht hinunter, bevor wir abwechselnd duschen und dann den kleinen Mann ins Bett befördern.

12.Tag / Montag, 05. September 2005

Heute geht es an die Rückfahrt nach Dublin.
Wir starten deshalb schon zeitig nach einem kurzen Frühstück in Richtung Osten. alles in allem kommen wir gut voran und machen auch keine weiteren Stopps bis Enniskerry wo wir einkaufen und etwas ausserhalb dann kochen. Danach steht die letzte Etappe an die wir trotz eines kleinen Staus kurz vor der M50 recht zügig meistern. So sind wir schon am frühen Vormittag wieder auf dem Norhbeach Campground in Rush. Der Strand und die Ortschaft liegen noch halb im Nebel verborgen und bieten einen sehr schönen und fotogenen Anblick.

Nach einer gemütlichen Kaffeepause laufen wir in die Ortschaft, wo wir ein weiteres Hinweisschild zu einem "Beach" finden, dem wir natürlich folgen und am South Beach landen. Aha, deshalb heisst unserer also North Beach ;-))
Der South Beach ist wunderbar lang und gleich gegenüber befindet sich eine grosse Insel. Wir laufen ein Stück weit in der Sonne und geniessen die Aussicht und das mittlerweile sehr schöne Wetter.

Auf dem Rückweg fotografiere ich noch etwas in Rush und dann geht es zurück zum Wohnmobil, wo wir den Rest des Nachmittags sowie den Abend in gewohnter Weise verbringen.

13.Tag / Dienstag, 06. September 2005

Heute geht leider unser wunderschöner Urlaub zu Ende. Nach dem Frühstück starten wir in Richtung Kilbryde, wo wir um 08:00 Uhr an der Station von Motohome Ireland erwartet werden. Die Anfahrt klappt auch problemlos, nur fahren wir ohne es zu merken zuerst an der Station vorbei, müssen also nochmals wenden und werden dann aber gleich fündig.

Wir sind schon um 07:45 Uhr dort aber alles ist noch verschlossen. Erst um 08:05 kommt schliesslich das Personal und wir können das WoMo aus und unsere Koffer einräumen. Alles läuft gewohnt routiniert und so sind wir bald schon mit einem Fahrer unterwegs zum Flughafen. An einer Baustelle stehen wir dann noch 20 Minuten im Stau, bevor wir um 09:20 Uhr schliesslich das Terminal erreichen. Das Check in dauert dann auch noch etwas aber wir bekommen dafür einen freien Platz in der Mitte, so dass auch Marc genügend Bewegungsfreiheit hat.

Im Duty Free Bereich gönnen wir uns noch ein Guiness und kaufen eine kleine Flasche Bushmills , bevor wir pünktlich den Heimflug nach Zürich antreten und damit den Urlaub beenden.

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